Vor dem Wiesn-Auftakt

Guardiola: Das stört ihn an der Mass

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Pep Guardiola und ein Masskrug: Beste Freunde werden sie wohl nicht.

München - Rhythmus behalten trotz Rotation: Nach dem 3:0 in der Champions League und vor dem Liga-Schlager gegen Wolfsburg steht Pep Guardiola vor schwierigen Personalfragen.

Zwischen dem erfolgreichen Königsklassen-Start und einem Topspiel wartet auf den FC Bayern eine undankbare Aufgabe. Am Auftakttag des Münchner Oktoberfestes will der deutsche Rekordmeister seine makellose Bundesliga-Serie beim unbequemen Aufsteiger Darmstadt 98 fortsetzen. Drei Tage vor dem Duell zu Hause gegen Vizemeister VfL Wolfsburg und drei Tage nach dem 3:0 bei Olympiakos Piräus muss Trainer Pep Guardiola abwägen, wer eine Pause braucht - die erfolgreiche Mannschaft um Dauertorjäger Thomas Müller darf aber auf keinen Fall aus dem Rhythmus kommen.

„Bis jetzt haben wir wenig rotiert“, sagte Guardiola am Freitag. Inmitten von Englischen Wochen seien Pausen für die Regeneration aber notwendig. Bei den nach dem Champions-League-Spiel in Griechenland angeschlagenen Xabi Alonso, Robert Lewandowski und Arturo Vidal wird der Spanier ohnehin nichts riskieren. „Sie sind nicht schlimm verletzt, aber ich weiß nicht, ob sie morgen spielen können“, erklärte Guardiola. Medhi Benatia, Holger Badstuber, Franck Ribéry und Arjen Robben fehlen sowieso. Es könnte sich eine große Chance für Mario Götze oder auch für Neuzugang Kingsley Coman in der Startelf eröffnen. Auch ein zuletzt nicht berücksichtigter Sebastian Rode darf sich Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit machen.

Wer steht in der Startelf?

Der von Juventus Turin ausgeliehene Franzose Coman gab am Mittwoch ebenso wie Joshua Kimmich zumindest schon sein Debüt in der Königsklasse. Der 19-Jährige verbuchte seine erste Torvorlage und holte auch noch einen Elfmeter heraus. Und Götze könnte wie in Hoffenheim wieder in der Startelf auftauchen. „Ich liebe Mario Götze, er ist ein Top-Spieler für mich, aber ich habe Lewandowski, Müller, viele, viele Spieler“, erklärte der spanische Trainer schon nach dem Sieg in Griechenland.

Nach dem überraschenden 1:0-Erfolg bei Bayer Leverkusen lechzen der Aufsteiger und 17 000 Zuschauer dem Auftritt der Münchner am Samstag (15.30 Uhr) bei ihrem Heimspiel des Jahres entgegen. Man wolle die „Bayern ein bisschen ärgern“, erklärte Dirk Schuster, Trainer der ungeschlagenen Darmstädter.

„Der Gegner ist sehr unangenehm durch seine Spielweise“, berichtete Guardiola. „Sie haben in Leverkusen gewonnen und ich weiß, wie schwer es ist, in Leverkusen zu gewinnen. Aber wenn du zum vierten Mal nacheinander die Bundesliga gewinnen willst, musst du in der Lage sein, sich ihrer speziellen Spielweise anzupassen.“ Es wird auch ein Duell der Gegensätze: Während die Bayern auf Ballkontrolle, kurze Pässe und Kombinationen setzen, überbrücken die Darmstädter das Spielfeld gerne schnell mit langen Bällen.

Sammer fordert mehr Konzentration

Nach dem 2:1-Zittersieg gegen den FC Augsburg vor einer Woche forderte Sportvorstand Matthias Sammer gegen den Aufsteiger einen konzentrierteren Auftritt. „Gegen Augsburg haben wir es noch mal geschafft. Aber in so einem Spiel wie gegen Darmstadt darfst du keine Punkte abgeben“, warnte Sammer vor dem Spiel bei der „euphorisierten Mannschaft“. „Es darf uns nicht das Gleiche passieren wie gegen Augsburg, dass wir die erste Halbzeit verschlafen.“

Da die Münchner viele Spiele während der Wiesn haben, hat es lange gedauert bis ein Termin für die Bayern-Profis gefunden wurde. Am 30. September ist der FCB-Tross auf der Theresienwiese. Dann muss sich Guardiola wieder mit der Mass auseinandersetzen. Damit zurecht kommt nicht wirklich. "Sehr groß für mich. Ich mag kleine, kalte Biere. Ein großes ist nach drei Minuten nicht mehr kalt. Und wenn das Bier nicht kalt ist, ist es nicht gut", sagte er auf der Pressekonferenz am Freitag.

Ein Prosit! Der FC Bayern auf dem Oktoberfest

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dpa/ms

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