Vor Testspiel gegen Gauchos

40.000 Fans bei öffentlichem DFB-Training

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Die DFB-Kicker trainierten vor 40.000 Fans in der Esprit-Arena in Düsseldorf.

Düsseldorf - 50 Tage nach dem Triumph von Rio de Janeiro haben rund 40.000 Fans Fußball-Weltmeister Deutschland in Düsseldorf einen grandiosen Empfang bereitet.

Vor dem öffentlichen Training in der Esprit-Arena, für das 45.000 Tickets verteilt worden waren, bedankten sich Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff bei den zumeist schwarz-rot-gold gekleideten oder geschminkten Anhängern für die großartige Unterstützung während der WM-Tage in Brasilien, die mit dem 1:0 am 13. Juli im Endspiel gegen Argentinien gekrönt worden waren.

„Das ist ein wunderschönes Gefühl, wenn man so empfangen wird. Ich möchte mich bei allen Fans für ihre Unterstützuung bedanken. Ihr seid großartig“, sagte Löw, der ebenso wie seine Mitstreiter erstmals das neue Trainingshemd mit den vier Sternen trug.

Zwei Tage vor der Neuauflage des WM-Finales gegen die Albiceleste in der NRW-Landeshauptstadt am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) lobte auch Bierhoff die Fans: „Es war großartig, wie sie uns während der Zeit in Brasilien begleitet haben. Nach dem überwältigen Empfang in Berlin ist der Start in die neue Saison ebenfalls sensationell. Unsere Fans sind genauso Weltmeister wie wir.“

In der Esprit-Arena bekamen die zumeist jugendlichen Fans allerdings nur 14 Weltmeister zu sehen, die sich zunächst in Anwesenheit des neuen Bürgermeisters Thomas Geisel im Goldenen Buch der Stadt Düsseldorf verewigten. Einen Besuch der Rathauses hatte Löw aus Termingründen abgelehnt.

Dass nach ihren Rücktritten der langjährige Kapitän Philipp Lahm, Per Mertesacker und DFB-Rekordtorjäger Miroslav Klose ebenso wie die noch nicht wieder fitten Bastian Schweinsteiger und Shkodran Mustafi fehlen würden, stand vorher fest. Für das Training am Montagnachmittag mussten dann kurzfristig auch noch Arsenal-Star Mesut Özil, der neue BVB-Kapitän Mats Hummels, Kapitäns-Anwärter Sami Khedira von Real Madrid und der Münchner Jerome Boateng verletzungsbedingt passen.

Dennoch war die Stimmung prächtig, zumal sich nach einer Woche Dauerregen und niedrigen Temperaturen mit der Nationalmannschaft auch ansatzweise der Sommer in Düsseldorf zurückgemeldet hatte. Neben den 14 WM-Champions sorgten auch die Rückkehrer Mario Gomez und Marco Reus sowie Jungstar Antonio Rüdiger für gute Laune auf den Rängen. Immer wieder winkten die Profis während der Übungen ins Publikum, zeigten zwischendurch wie Lukas Podolski einige Kabinettstückchen am Ball.

Der Kölner Junge weilte entgegen anderslautender Berichte nicht in Rom beim interreligiösen Fußballspiel für den Frieden, sondern musste auf Geheiß des Bundestrainers in der für ihn „verbotenen Stadt“ seinen Dienst verrichten. Dies machte Podolski aber ebenso mit großer Freude wie seine Teamkollegen.

„Es ist etwas ganz Besonderes, vor einem ausverkauften Haus zu trainieren. Für die Fans ist es eine tolle Sache, und uns macht das auch eine Menge Spaß“, sagte Nationaltorwart Manuel Neuer.

Löws neuen Co-Trainer konnten die Zuschauer in Düsseldorf noch nicht bewundern. Neben Löw begleiteten Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sowie die Fitnesstrainer Shad Forsythe und Yann-Benjamin Kugel die Übungen.

Zum Ende der rund 70-minütigen Einheit bedankten sich die Spieler mit Bällen, Autogrammkarten und kleinen Geschenken, die sie unters Volk brachten.

Am Mittwoch ist das Düsseldorfer Stadion, in dem kurz vor der WM im Sommer 2006 42.200 Fans für die bisherige Zuschauerbestmarke bei einem DFB-Training gesorgt hatten, ausverkauft. 51.132 Zuschauer werden zum Saisonstart der DFB-Auswahl die Neuauflage des WM-Finales verfolgen.

SID

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