Nach Rassismus-Affäre

Sterling klagt gegen Unzurechnungsfähigkeit

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Donald Sterling wehrt sich gegen den Verkauf seines NBA-Teams Los Angeles Clippers.

Los Angeles - Donald Sterling will dem Verkauf der Los Angeles Clippers nicht kampflos zustimmen. Der nach seiner Rassismus-Affäre auf Lebenszeit gesperrte Besitzer der Clippers will jetzt die NBA verklagen. 

Am Mittwoch setzte er seine Aussage vor einem Gericht in Los Angeles fort und drohte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga, sein Team „nie und nimmer“ zu verkaufen.

Sterling, der von medizinischen Gutachtern für unzurechnungsfähig erklärt worden war, geht gegen die Diagnose gerichtlich vor, auch um den Verkauf der Clippers an Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer für die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro) rückgängig zu machen. Der 80-Jährige, der laut Aussagen von Medizinern bereits seit drei bis fünf Jahren an Alzheimer erkrankt sein soll, ging auch seine Ehefrau Shelly verbal an.

Sterling warf ihr vor, ihn hinters Licht geführt zu haben. „Ich werde das Team nie und nimmer verkaufen. Und bis ich sterbe, werde ich die NBA verklagen“, so Sterling. Shelly Sterling sagte am Mittwoch erstmals vor Gericht aus. Als sie sich nach ihrer Aussage ihrem Ehemann näherte, fuhr er sie an: „Lass mich in Ruhe, du Schwein.“ Aufgrund dieses verbalen Angriffs ließ der Vorsitzende Richter nach der Pause den Saal von Besuchern räumen und setzte die beiden Parteien an gegenüberliegende Seiten des Gerichtssaals. Beide verließen das Gericht nach Ende der Sitzung durch verschiedene Ausgänge.

Richter Michael Levanas muss entscheiden, ob der Befund zu Sterlings Unzurechnungsfähigkeit ordnungsgemäß zustande gekommen ist und ob die Absetzung aus dem Trust den zuvor beschlossenen Verkauf der Clippers aufhebt.

SID

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