Neuer deutscher Rekordhalter

Neureuther: "Madonna ist ein historischer Ort"

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Felix Neureuther hat mit seinem Sieg in Madonna die Campiglio einen neuen deutschen Rekord aufgestellt.

Slalom-Ass Felix Neureuther geht nach seinem zehnten Weltcup-Sieg als deutscher Rekordhalter in die Feiertage. Statistiken interessieren ihn allerdings „relativ wenig“.

Fragen aus der Pressekonferenz an Skirennfahrer Felix Neureuther nach dem Sieg beim Slalom in Madonna di Campiglio, seinem insgesamt zehnten Weltcup-Erfolg.

Was bedeutet Ihnen ein Weltcup-Sieg in Madonna di Campiglio?

Neureuther: Madonna ist ein historischer Ort. Die Rennen habe ich als Kind schon geschaut und Alberto Tomba angefeuert. Ich habe hier auch meine ersten Weltcup-Punkte geholt. Als kleiner Stöpsel bin ich Achter geworden. Hier zu gewinnen, ist großartig.

Sie haben durch den Sieg Ihren Teamkollegen Fritz Dopfer von Rang eins verdrängt. Egal?

Neureuther: Wenn er weiter so Ski fährt, ist sein erster Sieg nur eine Frage der Zeit. Es ist großartig, dass zwei Deutsche auf dem Podest sind. Wir müssen aber auch an Stefan Luitz denken, der sich vor ein paar Tagen verletzt hat. Das sollte auch Motivation für ihn sein. Ich hoffe, dass er bald zurückkommt, dann haben wir wieder ein sehr, sehr starkes Team.

Sie sind mit dem zehnten Weltcup-Sieg nun alleiniger deutscher Rekordhalter - was bedeutet Ihnen so etwas?

Neureuther: Ich habe da nicht groß darüber nachgedacht ehrlich gesagt. Es ist von den Journalisten relativ viel darüber geredet und geschrieben worden, aber ich habe mich nicht groß damit beschäftigt. Ich wollte sowieso immer nur mein Ding durchziehen. Dass es jetzt so ist, ist zwar schön, aber Statistiken interessieren mich relativ wenig.

Sie haben eine schwierige Vorbereitung gehabt und noch immer Probleme mit dem Rücken. Hätten Sie erwartet, schon vor Weihnachten ein Rennen gewinnen zu können?

Neureuther: Das ist für mich gewaltig. Ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass das bis Weihnachten schon so funktioniert. Das Material bei mir, das passt einfach extrem gut. Dann kann man auch mit relativ wenig Training relativ schnell sein.

Auf dem Treppchen gab es Champagner-Duschen - das hat man bei Weltcup-Rennen lange nicht gesehen.

Neureuther: Ich jetzt ehrlich gesagt auch schon länger nicht mehr. Vor etwa drei Jahren war das mal relativ üblich.

Den Champagner gab es, auch wenn Weihnachten erst noch kommt, sicher nicht zu früh, oder?

Neureuther: Da soll man sich ohnehin nicht aufs Champagnertrinken konzentrieren, da zählen ganz andere Sachen.

Wie verbringen Sie die Feiertage?

Neureuther: Ganz ruhig mit meiner Familie und allen Menschen, die mir wichtig sind.

dpa

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