Goldmedaillengewinnerin von 2008 nicht nach Rio

Heidemann verpasst den Traum von Olympia

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Britta Heidemann.

Prag - Für Britta Heidemann ist der Traum von der vierten Olympiateilnahme beendet.

Beim europäischen Kontinentalentscheid in Prag verlor die Degen-Olympiasiegerin von Peking im Viertelfinale gegen die Finnin Catharina Kock mit 13:15 und vergab damit die letzte Chance auf die Qualifikation für die Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August). Nur die Siegerin des Turniers in der tschechischen Hauptstadt darf in Rio an den Start gehen.

„Ich hätte es mir natürlich anders gewünscht, aber man muss die Dinge im Leben so akzeptieren, wie sie laufen“, sagte Heidemann: „Ich hatte meine Chance - und habe sie nicht genutzt.“ Nun wird Heidemann wegen ihrer chronischen Achillessehnen-Entzündung zunächst eine lange Pause einlegen. Wie es danach weitergeht, ließ die Zweite der Olympischen Spiele in London offen: „Ich habe alles gewonnen und könnte mich in Ehren verabschieden. Ob ich das mache, werde ich nicht heute entscheiden.“

Nach dem Aus für Heidemann sind weiterhin nur vier Athleten des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) für Rio qualifiziert. Am Sonntagnachmittag hatte noch Säbelfechterin Anna Limbach (Dormagen) die Chance auf ein Rio-Ticket. Es steht jedoch bereits fest, dass der DFeB mit dem kleinsten Olympia-Aufgebot seit 60 Jahren nach Rio reist. Der zweimalige Einzel-Europameister Jörg Fiedler (Leipzig/Degen) hatte am Samstag die Qualifikation ebenfalls nicht geschafft.

Heidemann, vor vier Jahren in London Silbermedaillengewinnerin im Einzel, war bereits über den gesamten Qualifikationszeitraum von einer inzwischen chronischen Entzündung an der Achillessehne gehandicapt gewesen. Weder mit der Mannschaft noch über die Einzel-Weltrangliste hatte die 33-Jährige vor der letzten Chance in Prag den Sprung nach Rio geschafft.

Im regulären Qualifikationszeitraum hatten die beiden Säbelfechter Max Hartung und Matyas Szabo (beide Dormagen) sowie Florettfechterin Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim) und der viermalige Einel-Weltmeister Peter Joppich (Koblenz) die Rio-Teilnahme perfekt gemacht. Erstmals seit 1956 schickt der Verband zudem keine Mannschaft nach Rio.

sid

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