Mäkäräinen siegt

Biathlon: Hildebrand auf Rang sieben

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Franziska Hildebrand.

Pokljuka - Franziska Hildebrand ist beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka im Massenstart als beste Deutsche auf Rang sieben gelaufen.

Kein Podestplatz, aber eine ganze Menge toller Ansätze: Die deutschen Biathletinnen haben beim Weltcup in Pokljuka auch ohne absolutes Spitzenresultat Hoffnungen für den weiteren Saisonverlauf geweckt. Das junge Frauenteam stellte zum Jahresausklang mit ganz starken Teamleistungen seine männlichen Kollegen in den Schatten und verschickte vor der Weihnachtspause die frohe Botschaft: Ja, auch wir können mit der Elite mithalten!

Am Samstag war Rückkehrerin Laura Dahlmeier mit Platz fünf in der Verfolgung auf Anhieb die interne WM-Norm geglückt, am Sonntag lief Franziska Hildebrand im Massenstart als Beste von vier DSV-Skijägerinnen unter den ersten Elf auf Rang sieben. „Wir wollten vor Weihnachten nochmal zeigen, was wir drauf haben“, sagte Hildebrand ins ARD-Mikrofon, als sie mit ihren Teamkolleginnen in Slowenien um die Wette strahlte.

Dahlmeier lieferte beim Comeback nach dem Bänderriss am rechten Sprunggelenk und einer Knochenquetschung das beste Resultat, Hildebrand bestätigte ihre gute Form mit dem sechsten Top-10-Ergebnis der Saison und Vanessa Hinz, ja die besaß am Sonntag bis zum letzten Schießen sogar Siegchancen.

„Ich hoffe, ich kann das alles über Weihnachten realisieren“, sagte die 22-jährige Hinz: „Wir haben eine super Stimmung im Team, wir motivieren uns gegenseitig und spornen uns in jedem Training an. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Den hatten die bislang auftrumpfenden Männer des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Wochenende vergeblich gesucht. Im letzten Weltcuprennen des Jahres schaffte es Andreas Birnbacher am Sonntag als bester Deutscher nur auf den zehnten Rang. Ein „ordentliches, solides Rennen“ war das für den 33-Jährigen, der um die extreme internationale Konkurrenz im Männerlager wusste: „Da kann es ganz schnell von vorne nach hinten gehen, natürlich aber auch andersrum“, erklärte der Routinier.

Wie es andersrum geht, das hatte Johannes Kühn am Samstag in der Verfolgung in Perfektion gezeigt. Zwar war dort keiner der deutschen Männer unter die besten Zehn gelaufen, der 23-Jährige aber hatte mit einem Husarenritt von Platz 37 auf 13 geglänzt. „Wer mir das vor der Saison gesagt hätte, den hätte ich für verrückt erklärt“, sagte Kühn, der bei vier Schießeinlagen zum ersten Mal überhaupt fehlerfrei blieb.

Isoliert betrachtet hatte Kühn sogar von allen Teilnehmern das drittbeste Verfolgungsrennen absolviert. Kein Wunder also, dass Herren-Bundestrainer Mark Kirchner später von einer „tadellosen und sehr guten Leistung“ sprach.

Trotz aller positiver Aspekte müssen im DSV-Lager aber auch zwei Sorgenkinder während der Weihnachtspause intensiv trainieren, um beim ersten Weltcup des kommenden Jahres in Oberhof (ab 7. Januar) Erfolgserlebnisse zu feiern. Zum einen Miriam Gössner, deren bestes Resultat bislang ein 51. Platz ist. Selbstredend, dass die 24-Jährige damit noch immer nicht die WM-Norm erfüllt hat.

Gleiches gilt für den früheren Sprintweltmeister Arnd Peiffer, der wie Gössner die Rennen am Wochenende verpasst hatte und bei den Männern als einziger Athlet noch um die WM-Quali kämpft. Peiffer offenbarte in Pokljuka läuferische Schwächen, ist erfahrungsgemäß sowieso ein Spätstarter. Aber auch das hilft ihm nur bedingt weiter, wenn er die Norm für die WM in Kontiolahti davor nicht erfüllen sollte.

sid

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