Nachfolger von Dirk Nowitzki

Wird Schröder der nächste deutsche Superstar?

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Mit großem Talent gesegnet: Basketballer Dennis Schröder.

Bremen - Dirk Nowitzki sucht noch nach seiner Form, Dennis Schröder beeindruckt bereits. Knapp drei Wochen vor dem Start der EM zeichnet sich in der deutschen Nationalmannschaft ein Führungswechsel ab.

Update vom 4. September 2015: Bei der Basketball-EM 2015 setzen die deutschen Fans ihre Hoffnungen auf Dirk Nowitzki und Dennis Schröder. Die beiden Stars aus der NBA sollen das DBB-Team vor heimischen Publikum in Berlin anführen. Ziel ist das überstehen der Gruppenphase und die damit verbundene Chance auf die Qualifikation für Olympia 2016. Unser TV-Guide verrät, wo die Spiele der deutschen Basketball-Nationalmannschaft live zu sehen sind.

Dirk Nowitzki freute sich am ersten freien Tag seit seinem Nationalmannschafts-Comeback auf die fränkische Küche von Mutter Helga. "Ein bisschen abspannen", wollte der Superstar im heimischen Würzburg am Montag, nachdem seine ersten beiden Länderspiele seit vier Jahren noch nicht nach Plan gelaufen waren. Umso besser ist Nowitzkis NBA-Kollege Dennis Schröder gestartet – und könnte schon in diesem Sommer der neue Anführer des Teams werden. "So einen Aufbauspieler haben wir in Deutschland noch nie gesehen, das müssen wir nutzen. Er ist so schnell, kann so gut zum Korb ziehen und trotzdem mit Übersicht spielen", lobte Altmeister Nowitzki den 16 Jahre jüngeren Point Guard: "Da ist eine Präsenz da – und das mit 21. Das finde ich schon beeindruckend."

Der junge Schröder (Atlanta) hält die Zügel bei der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) auf dem Weg zur EM (5. bis 20. September) mit der Heimvorrunde in Berlin fest in der Hand. Nowitzki hingegen haderte nach zwei Pleiten gegen Kroatien noch mit sich. "Ich muss noch ein bisschen besser integriert werden. Nur fünf Schüsse im Spiel – das wird einfach nicht langen, um oben mitzuspielen", sagte der 37-Jährige nach sechs Tagen mit dem Team. Auf sieben Punkte brachte er es beim enttäuschenden 63:80 gegen Kroatien am Sonntag in Bremen, dabei bekam der Power Forward von den Dallas Mavericks eben nur fünf Würfe aus dem Feld. "Das darf nicht sein. Wenn wir Dirk Nowitzki in der Mannschaft haben, dann muss er den Ball bekommen", kritisierte Co-Kapitän Heiko Schaffartzik. Nowitzki selbst meinte: "Wir brauchen noch ein paar Spiele, um uns besser einzuspielen."

Doch die Zeit läuft dem Team davon. Von Freitag bis Sonntag geht es in Hamburg beim Supercup gegen Lettland, Polen und den EM-Vorrundengegner Türkei. Anschließend folgen die beiden letzten Härtetests gegen Europameister Frankreich. "Ich glaube schon, dass einige Mannschaften bei dieser EM mehr Talent haben als wir, aber wir müssen das mit Kampf lösen, und das heimische Publikum muss uns tragen", sagte Nowitzki. Unzufrieden ist der NBA-Champion von 2011 mit sich selbst jedoch nicht: "Ich bin positiv überrascht, wie gut das schon hoch und runter geht."

SID

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