Berlin gewinnt in München

ALBA zum neunten Mal Pokalsieger - 67:65 gegen Bayern

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Alba Berlin ist Pokalsieger.

München - ALBA Berlin hat zum neunten Mal den BBL-Pokal gewonnen. Die Berliner setzten sich beim Top Four der Basketball-Bundesliga im Endspiel gegen Gastgeber Bayern München mit 67:65 (25:34) durch.

Bester Werfer bei den Berlinern war vor 6500 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome Elmedin Kikanovic mit 19 Punkten. Bei den Bayern kam Bryce Taylor auf 14 Zähler. "Wir haben unsere Chance in der ersten Halbzeit versäumt. Wir waren ein bisschen passiv, deshalb ist Berlin wieder ins Spiel gekommen. ALBA hat verdient gewonnen", meinte Bayern-Coach Svetislav Pesic. "Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren. Unser Jungs können keine Worte finden."

Die Bayern hatten sich am Samstag in einem phasenweise hochklassigen Halbfinale gegen den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg mit 86:79 durchgesetzt. ALBA hatte die Fraport Skyliners Frankfurt mit 79:76 besiegt, Jordan Taylor sorgte 1,1 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreipunktwurf für den Berliner Sieg.

Das Spiel um Platz drei zwischen Bamberg und Frankfurt war zuvor abgesagt worden, weil das Parkett wegen einer defekten Heizungspumpe unter der Hallendecke zu nass war. Die Veranstalter entschieden deshalb aus Gründen der Sicherheit für die Spieler, die Partie abzusagen. Beide Teams stimmten der Entscheidung zu, schließlich ist das bedeutungslose "kleine Finale", bei Spielern und Verantwortlichen wenig beliebt.

Zwischenzeitlich stand sogar die Austragung des Endspiels auf der Kippe. Bis kurz vor Beginn der Partie wurde das Parkett immer wieder gewischt. Provisorisch war unter dem Hallendach ein Eimer angebracht worden, der das Wasser auffangen sollte. Die Absage des Finales hätte für die BBL einen immensen Image- und auch Kostenschaden bedeutet.

So aber bekamen die Zuschauer im Audi Dome, unter ihnen Bayerns Ex-Präsident Uli Hoeneß und Fußball-Sportdirektor Mattias Sammer, einen packenden Pokal-Fight geboten. Die beiden Erzrivalen schenkten sich von der ersten Sekunde an nichts. Es war ein vielversprechender Aufgalopp in die Bayern-ALBA-Festspiele.

Innerhalb von zehn Tagen treffen die beiden Basketball-Schwergewichte vier Mal aufeinander. Nach dem Pokal-Endspiel folgen zwei Achtelfinalpartien im Eurocup und dazwischen am kommenden Sonntag das Aufeinandertreffen in der Liga.

Am Sonntag konnten sich die Bayern kurz vor der Pause erstmals absetzen. Nachdem die Berliner das erste Viertel mit 13:11 für sich entschieden hatten, zogen die Gastgeber im zweiten Abschnitt das Tempo an. Mit 23:12 holten die Münchner den Durchgang, auch weil sie jetzt besser aus der Distanz trafen. Bryce Taylor und Dusko Savanovic sorgten für eine 32:23-Führung, zur Pause stand es 34:25.

Im dritten Viertel hatte das Starensemble von der Isar zunächst weiter alles im Griff. Doch dann gelang den Bayern fast vier Minuten lang kein Korberfolg. Eine Schwächephase, die ALBA zu einem 11:0-Lauf nutzte und plötzlich mit 41:38 vorne lag. So war im Schlussviertel wieder alles offen.

Bayern setzte sich zunächst wieder auf fünf Punkte ab, doch ALBA blieb immer dran und ging in Führung. Ein Dreier von Dragan Milosavljevic zum 65:58 schien 95 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung zu sorgen, Dusko Savanovic schaffte 29 Sekunden vor dem Ende ebenfalls per Dreier aber wieder den Ausgleich für die Bayern. Zum Matchwinner wurde dann wieder Milosavljevic, der 5,6 Sekunden vor dem Ende für ALBA traf.

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