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Viele Flüchtlinge wollen für immer bleiben

Die Krise fordert von den Städten und dem Land neue Ideen und Mittel.

Von Alexander Welp, Geschwister-Scholl-Schule, 10e/f

Die Flüchtlingswelle bringt Deutschland an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit. Wohnraum und Hilfsangebote sind knapp, weil täglich immer mehr Menschen nach Deutschland kommen. Und viele von ihnen wollen wahrscheinlich für immer in diesem Land bleiben. Ebenfalls reißt der Zustrom nicht ab. Deutschlands Städte ächzen unter der Last und müssen schon auf Turnhallen als Notunterkünfte ausweichen.

Doch wann dürfen Flüchtlinge überhaupt für immer bleiben? Zunächst haben sie nur das Recht für ein Jahr. Dies kann um weitere zwei Jahre verlängert werden. Wenn die Gefahr dann nach drei Jahren immer noch besteht, auf Grund der sie geflüchtet sind, sind sie vor einer Abschiebung sicher. Sie erhalten eine unbefristete Erlaubnis, in Deutschland bleiben zu können.

Das Recht, unbegrenzt arbeiten zu dürfen, erlangen sie ebenfalls nach drei Jahren. Nach mindestens achtjährigem Aufenthalt in Deutschland haben sie die Möglichkeit, die Staatsbürgerschaft erwerben. Dafür müssen sie ausreichende Deutschkenntnisse besitzen, ihren Lebensunterhalt ohne Sozialleistungen bestreiten können und einen Einbürgerungstest bestehen. Wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, verlieren sie allerdings grundsätzlich ihre bisherige.

Wie schaffen es die Flüchtlinge, in Deutschland dauerhaft Fuß zu fassen? Zahlreiche Bemühungen zur Integration sind erforderlich. Um in einer Gesellschaft leben zu können, muss an erster Stelle die Sprache beherrscht werden. Dazu gibt es vielfältige Angebote, für Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten und natürlich in der Schule.

Für Erwachsene werden besondere Sprachkurse angeboten. Dafür müssen allerdings ausreichend Lehrer gefunden werden. Dann folgt die Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf. So bieten viele Unternehmen zum Bespiel Praktika für anerkannte Asylbewerber an. So können die Menschen feststellen, was ihnen liegt und möglichst auch Spaß macht.

Die Hauptlast bei all diesen Maßnahmen zur Integration tragen die Städte. Vor Ort entscheidet sich, ob die Flüchtlinge ihren Platz in der Gesellschaft finden können. Doch dies kostet auch viel Geld. Zahlreiche Städte beklagen die unzureichende Erstattung der Kosten durch das Land und den Bund. Sie verweisen darauf, dass die Bewältigung der Herausforderung durch die Flüchtlinge eine gesamtstaatliche Aufgabe ist. Die Städte hoffen auf eine baldige Lösung für die Probleme, sonst wird es schwer die Flüchtlingskrise zu meistern.

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