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Rettung von Tieren in Not

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Auch die Feuerwehr rückt häufig aus, um Tiere aus misslichen Lagen zu befreien.

Von Anja Clauberg, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Es gibt verschiedene Arten der Tierrettung, nämlich die sogenannte technische Hilfeleistung und die medizinische Hilfeleistung. Unter technischer Hilfeleistung versteht man das Einfangen von entlaufenen Tieren und das Retten verschiedener Tiere, die beispielsweise in Eis eingebrochen sind oder in Höhlen geklettert sind und den Abstieg nicht mehr schaffen.

Oft führt die Feuerwehr diese Einsätze durch. Die medizinische Hilfeleistung besteht aus medizinischer Hilfe, zum Beispiel das Tier zu einem Tierarzt zu bringen oder auch Tierrettungsdienste einzuschalten.

In Solingen gibt es viele Tierschutzvereine, die Tierrettung betreiben, aber auch die Feuerwehr und das Tierheim Glüder spielen eine große Rolle.

Die Feuerwehr hat pro Jahr im Schnitt 20 bis 80 Tierrettungseinsätze, bei denen von Kleintieren ab Vogelgröße bis zu Pferden, Kühen und weiteren Großtieren alles dabei ist. Dabei können Schlangen in Gärten geborgen werden, Kauze in Kaminen oder eingeklemmte Katzen in Fenstern, erzählt Christoph H., Mitarbeiter der Feuerwehr Solingen.

Wenn die Tiere nur leicht oder gar nicht verletzt sind, werden sie von einem Tiertransportwagen zum Tierheim gebracht. Wenn die Tiere zu schwer verletzt sind, wird ein Jäger oder Förster angerufen, der die Tiere dann erlöst. Die Kosten trägt die Allgemeinheit oder der Besitzer des Tieres. Bei nicht artgerechter Haltung wird das Ordnungsamt eingeschaltet.

Das Tierheim betreibt nicht wirklich Tierrettung, es nimmt die Tiere, die gerettet wurden, auf. 2014 seien das 387 Hunde, 200 Katzen und 180 Kleintiere gewesen, sagte ein Mitarbeiter. Darunter sind dann Tiere, die weggelaufen sind, die ausgesetzt wurden, die von der Feuerwehr gerettet wurden und Tiere aus nicht artgerechter Haltung.

Die Tiere sind in unterschiedlicher Verfassung, manche sind verfilzt oder haben Flöhe, manche sind jedoch auch in einer guten Verfassung. Das Tierheim bekomme für die Fundtiere aus Solingen einen Zuschuss von der Stadt, ansonsten lebe es nur von den Spenden, meinte der Angestellte. Das Tierheim hat eine Partnerschaft mit Griechenland, so findet auch manchmal ein Austausch statt. Die meisten Tiere werden nach circa zwei bis drei Wochen vermittelt.

Einer der Tierschutzvereine heißt „Tiere in Not“ und nimmt Tiere an, die von privaten Personen abgegeben werden, wegen Umzügen oder Ähnlichem. Diese Tiere kommen dann zu Pflegestellen, also privaten Haushalten, damit die Tiere, bis sie vermittelt werden, ein Zuhause haben. Die Ausrüstung, die gebraucht wird, bezahlt der Verein, der sich nur aus Spenden finanziert.

„Tiere in Not“ besucht auch mit Kleintieren Kindergärten oder mit Hunden Altersheime. Sowohl das Tierheim als auch Tiere in Not freuen sich immer über Spenden, die Tiere brauchen sie!

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