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Die Reise eines Flüchtlings

Bevor sie in Deutschland ankommen, müssen sie viele Hindernisse und Gefahren meistern.

Von Mehmet Ayten, 10e/f, Geschwister-Scholl-Schule

Saba (Name geändert) flüchtete am 10. Februar 2014 aus seinem Heimatland Eritrea, weil es wenig Bildungsmöglichkeit und viele politische Probleme gibt, die das Leben in einer Diktatur mit sich bringt. Es gibt mehr Gefängnisse als Schulen, deshalb können sich die Leute nicht weiterbilden oder zur Universität oder an andere Hochschulen gehen.

Um in die Schule zu gehen und sich weiter zu bilden, hat Saba finanziell keine Chance, weil das Geld, das sein Vater verdient, nur für das Essen am Abend ausreicht. Er entschied sich, seinen Vater finanziell zu unterstützen, indem er in einem Obst- und Gemüseladen für wenig Geld im Monat arbeiten ging. Nach seinem 18. Geburtstag wollten seine Eltern, dass er nach Europa flüchtet, um ein besseres Leben zu leben.

Seine schwierige, anstrengende und gefährliche Reise dauerte ungefähr vier Monate: „Die erste Reise ging sieben Tage lang von Eritrea in den Sudan. Es war sehr schwierig, weil wir nicht genug Lebensmittel hatten. Die Reise vom Sudan nach Libyen war noch schwieriger, weil es eine sehr große Wüste zwischen dem Sudan und Libyen gibt. Wir hatten viele Probleme in der Wüste. Wir hatten wenig Wasser und Essen und haben 15 Tage im Staub geschlafen, der überall in unserem Körper fest saß.

Man konnte schwer atmen, deshalb sind viele junge Menschen in der Wüste gestorben“, erzählt er mit Tränen in den Augen. Als sie in Tripolis, in der Hauptstadt von Libyen ankamen, hatten sie wieder Probleme, aber diesmal mit der libyschen Polizei. Die Polizei schickte 70 Flüchtlinge für drei Monate in eine zu kleine Zelle. Auch viele Frauen und Kinder waren dabei. Nur einmal am Tag, um zwölf Uhr, gab es Wasser und Brot.

Nachdem sie aus der Zelle befreit wurden, wurden sie mit mehreren Flüchtlingen, die dazu gekommen sind, in Bussen zum Mittelmeer gefahren. Zehn Stunden lang saßen 250 Flüchtlinge in einem kleinen Boot. „Das Boot war sechs Stunden nach unserer Abfahrt kaputt, deswegen trieben wir vier Stunden lang ganz ohne Hoffnung auf dem Mittelmeer, weil wir alle nicht schwimmen konnten. Aber Gott sei Dank kam vier Stunden später die italienische Marine und hat uns gerettet.“

Mit dem Zug fuhren sie gemeinsam von Italien nach Deutschland. Die Fahrt hat vier Tage gedauert. Als Saba in Deutschland ankam, wurde er aufgeteilt. Saba wohnt heute noch mit seinen Freunden, die er auf der Reise kennen gelernt hat, in Solingen. „Der erste Tag in Deutschland war schwer, weil ich fremd war und die deutsche Sprache nicht konnte, aber jetzt kann ich ein bisschen deutsch sprechen. Ich finde Solingen toll und will in Solingen weiter leben, hier meine Ausbildung machen und in Zukunft im entsprechenden Beruf arbeiten“, sagt er hoffnungsvoll.

Jeder sollte die Flüchtlinge gut behandeln. Sie haben sehr Vieles durchgemacht, sie haben alles getan um hier hinzukommen und viele sind auf dem Weg gestorben.

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