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Privatsphäre und Dateschutz ist Mangelware

Google speichert zahlreiche Daten seiner Kunden.

Von Luka Stafnitzky, Geschwister-Scholl-Schule

Google Maps zeichnet ständig und überall Daten über uns auf. Jetzt soll auch noch eine virtuelle Führung durch Städte mit Street View möglich gemacht werden. „Google Maps ist praktisch und cool zum Beispiel in manchen Situationen, wenn man den Weg mal nicht weiß nimmt man einfach sein Handy raus und startet die App, was sehr unkompliziert ist“ , sagt Daniel R. (15).

Auch andere Befragte antworteten so, doch waren die meisten überrascht, was Google mit Google Maps alles von uns aufzeichnet und wie viel der Konzern generell über uns weiß. Viele wussten gar nicht, was alles über sie gespeichert, archiviert und analysiert wird.

Bei Google Maps werden zum Beispiel alle Laufdaten aufgezeichnet, das heißt der Konzern weiß, wann man wo und wie lange man irgendwo war. Ein kleiner Trost für alle Nutzer ist aber, das diese Daten ausschließlich für den Nutzer zugänglich sind. (Man gibt einfach bei Google „Google Standortverlauf“ ein)

Julien Mayer (16) sagt: „Es ist so, als würde mich jemand verfolgen und mich ständig beobachten, ein beunruhigendes Gefühl.“ Jeder Mensch, der bei Google angemeldet ist ist, ist für sie ein offenes Buch. Als Nutzer kann man bei Maps durch seinen Kalendermonat blättern und gucken, an welchem Tag man wo lang gegangen ist.

Google möchte Google Maps jetzt eine neue Funktion geben, mit der neuen App Street View sollen die Nutzer einen virtuellen Stadtrundgang machen können und sogar in Läden gucken. Dies wurde bereits in der USA eingeführt und in Italien und Holland wurde es getestet.

Valentin Scheck (16) sagt: „Das ist eine gute Idee.“ Er würde das auch gerne ausprobieren. Doch stieß Street View auch auf viele, die dagegen sind, weil sie sich in ihrer Privatsphäre verletzt fühlen, klagen bereits viele Bürger gegen Google.

Die jüngste Klage, kommt von einem jungen Ehepaar, weil Google trotz eines Schildes mit der Aufschrift Privatgrundstück Aufnahmen von Haus und Grundstück gemacht hat.

Die Aufnahmen werden mit einer Hochleistungskamera mit 11 Linsen gemacht, die meistens nicht nur Straßen, sondern oft Personen in unschönen Situationen ablichtet zum Beispiel beim in der Nase bohren oder wenn man sein Geschäft im Gebüsch verrichtet.

Die Behörden in Bonn sagen ganz klar, wenn Street View solche Bilder auch in Deutschland machen will, müssen sie sich an das deutsche Datenschutzgesetz halten.

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