ZiSch

Hat das letzte Stündlein geschlagen?

ZiSch Reporterin hat viel Zeit bei ihrer Oma verbracht.

Von Jo-Anna Otte, Klasse 8, Bergische Ganztagsschule

Tagelang sitzt man da und hofft, dass sie wieder die Augen aufmacht. So oft betet man, dass wenn sie aufwachen sollte, sie dann wieder so fit ist wie vorher. Man weint jeden Tag und will nicht, dass sie stirbt.

Ich bin in der Schule und kann mich nicht konzentrieren. Wenn meine Oma wieder aufwacht, werde ich ihr so viel erzählen. Sie liegt auf der Intensivstation. Meiner Meinung nach sollte man 14-Jährige schon auf die Intensivstation lassen.

Ich kann es nicht, wenn meine Oma stirbt; ich bin auf sie geprägt. Als ich drei Monate alt war, bin ich für vier Monate zu meinen Großelten gekommen, da mein Vater einen schweren Autounfall hatte. Bis zu meinem 13. Lebensjahr war ich fast jedes Wochenende bei ihr, ich war sogar ferienlang da. Aber wie es so heißt „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

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