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Ein Leben in einer fremden Familie

Pflegekinder sind oft im Zwiespalt zwischen Pflegefamilie und leiblichen Eltern.

Von Mira Buchmüller, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Unter den Kindern in Deutschland gibt es einige, die nicht bei ihrer Familie aufwachsen können, sondern in Pflegefamilien untergebracht sind. Diese Kinder leben unter erschwerten Umständen, da sie aus ihren Familien herausgenommen werden, meistens aus Gründen der Vernachlässigung oder Erziehungsunfähigkeit der Herkunftsfamilie.

Die Eltern sind teilweise drogenabhängig oder dem Alkohol verfallen. Die Kinder werden dadurch vernachlässigt und können auch schwere Behinderungen davontragen, wenn die leibliche Mutter während der Schwangerschaft Alkohol trinkt oder Drogen nimmt.

Nach einer Meldung an das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung werden die Kinder dann unter Umständen durch das Amt, gegebenenfalls mit Polizeieinsatz, aus ihrer Familie genommen und in Pflegefamilien untergebracht. Diese ermöglichen den Kindern ein besseres Leben und bieten ihnen ein liebevolles Umfeld.

Es gibt viele verschiedene Formen der Betreuung, wie zum Beispiel die Dauerpflege, Bereitschaftspflege, Adoption und mehr. In der Bereitschaftspflege werden die Kinder für einen gewissen Zeitraum in der Pflegefamilie untergebracht und gehen anschließend eventuell zurück zu ihrer Herkunftsfamilie oder kommen in eine Dauerpflege oder, falls notwendig, in eine Einrichtung.

Die Bereitschaftspflegefamilien nehmen Kinder im Notfall oder in Krisensituationen der Herkunftsfamilie von jetzt auf gleich bei sich auf. Die Kinder haben es sehr schwer, da sie danach vielleicht die Familien wechseln müssen oder dann ins Kinderheim kommen. In manchen Fällen, wenn die Eltern sich bessern, beziehungsweise ihre Lebensumstände ändern, ist es möglich, dass die Kinder wieder zu ihren leiblichen Eltern kommen und dort aufwachsen können.

In der Dauerpflege bleiben die Kinder mindestens, bis sie achtzehn Jahre alt sind bei den Pflegeeltern. Bei einer Adoption sind die Kinder ihr ganzes Leben lang bei den Adoptiveltern und können auf Wunsch auch den Nachnamen der Familie annehmen.

Pflegekinder haben es nicht leicht, sie sind häufig in einem Konflikt, da sie ihre leiblichen Eltern lieben, aber auch meistens gut in der Pflegefamilie gebunden sind.

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