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Kriminalität im Supermarkt - Tendenz steigend

Durch Kameras können viele Delikte allerdings aufgeklärt werden.

Von Emily Pilath, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Mehr als 40 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland haben schon einmal oder mehrere Male gestohlen. Es gibt auch in Solingen viele verschiedene Arten von Betrug: Vom einfachen Diebstahl bis hin zum Telefonbetrug. „Die Täter geben häufig vor, eine andere Person, die sozusagen die „Erlaubnis“ hat, beispielsweise iTunes-Guthabenkarten zu prüfen und gelangen so an den Code, um die Karten freizuschalten. Für viele ist es schwer, diese Täter zu identifizieren“, erklärt uns Michael P., stellvertretender Chef im Rewe-Supermarkt Grünewald.

Es klingelt das Telefon an der Kasse, der Kassierer geht ran. „Hallo, hier ist Herr Schneider. Ich habe den Auftrag vom Vorstand bekommen, Ihre Guthabenkarten zu prüfen. Bitte laden Sie sie auf 100 Euro auf und geben Sie mir den Code durch.“ Der Kassierer denkt sich nicht viel dabei, nennt dem Anrufer den Code und der Laden hat 2000 Euro verloren.

Allerdings gibt es als Vorsorge zu solchen Vorfällen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen. „Natürlich sollte man nicht einfach so jemanden am Telefon solche Daten nennen, und wenn, mit dem Vorgesetzten selbst sprechen.“ Außerdem hänge an jeder Kasse und im Büro ein Schild, auf dem genau das nochmal draufstehe, damit sich solche Fälle nicht wiederholen.

Die meisten Diebstähle im Supermarkt hängen mit der Beschaffungskriminalität zusammen, bei der der Täter häufig Alkohol in großen Mengen stiehlt, um sie gegen andere Sachen, wie Drogen, zu tauschen. Viele Kinder und Jugendliche stehlen aber auch, weil ihre Eltern sie zum Stehlen losschicken, um beispielsweise Tabak oder auch Alkohol für sie zu holen.

Aber was kann man tun, wenn man selbst Zeuge eines Diebstahls wird? Mitarbeiter informieren, nicht selbst die Polizei anrufen. „Darum kümmern wir uns dann“, erzählt Michael P., der diese Situation selbst jeden Tag erlebt. Häufig bekommt man dann eine Art Prämie, entweder 50 Euro oder einen Gutschein.

Bei Jugendlichen oder Kindern als Täter werden die Eltern verständigt und die Anzeige wird dann zum Wohnort des Täters geschickt. Bei Erwachsenen wird die Polizei alamiert und je nachdem, wie hoch der Wert der Ware ist, wird dementsprechend eine Strafe verhängt.

Eine Anzeige gibt es aber jedes Mal, auch, wenn nur eine Tafel Schokolade geklaut wurde. Falls die Täter flüchten würden, kommen eine Kamera, ein Ladendetektiv oder auch die Security zum Einsatz, einer kann sie höchstwarscheinlich immer identifizieren, was den Diebstahl ziemlich sinnlos macht.

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