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Vom Hobby zum Traumberuf

Der Handball-Profi Philipp Pöter erzählt von seinem Leben.

Von Julian Thomas, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Philipp Pöter (29) ist ein Profi-Handballer und spielt in der DKB Handball Bundesliga. Er hat bei dem Interview einen sehr netten und sympathischen Eindruck gemacht.

Seit 2014 spielt Philipp Pöter beim SC DHFK Leipzig. Seine Mannschaft schaffte letztes Jahr den Aufstieg in die DKB Handball Bundesliga – die höchste deutsche Spielklasse. Die Leipziger haben eine sehr junge Truppe, das heißt, die Spieler haben noch nicht so viel Erfahrung wie die Spieler der anderen Bundesligamannschaften. Der SC DHFK Leipzig spielte noch vor 8 Jahren in der Oberliga (5. Liga).

Philipp Pöter hat mit acht Jahren angefangen Handball zu spielen. Sein Vater nahm ihn damals einmal mit zum F-Jugend Training. Zunächst hat er auch noch Tennis gespielt, aber mit 15 Jahren musste Philipp sich entscheiden: Tennis oder Handball? „Ich habe mich für das Handballspielen entschieden.“ Sein erster Verein war der PSV Recklinghausen. Dann wechselte Philipp im ersten Jahr der A-Jugend, also mit 17 Jahren, zu TUSEM Essen.

Im zweiten A-Jugendjahr ging er dann zur HSG Düsseldorf und trainierte dort auch direkt bei der ersten Mannschaft mit, die damals noch in der Handball Bundesliga spielte. Darauf wechselte er 2009 zurück zu TUSEM Essen und von Essen ging er im vergangenen Jahr nach Leipzig.

Seine schlimmste Zeit während seiner Profi-Laufbahn erlebte Philipp vor drei Jahren, als er eine schwere Verletzung erlitt. Das war in Essen, in der ersten Bundesliga. Es passierte im fünften Saisonspiel gegen Minden. Philipp hatte sich damals den Meniskus gerissen und musste eine Zeitlang pausieren. „Ich will noch Handball spielen, so lange meine Knochen halten!“ sagt er selbst. „Schön wären noch so vier bis fünf Jahre.“

Ein Handballspieler verdient im Gegensatz zu einem Fußballspieler deutlich weniger, trotzdem kann man von diesem Gehalt gut leben. „Sogar wenn man nur in der zweiten Liga spielt“, so seine Einschätzung.

Philipps größter Fan ist seine Ehefrau. Sie lebt immer noch in Essen, während er selbst in Leipzig wohnt. Das sind ungefähr 450 km Entfernung. Philipp spielt in seiner Freizeit immer noch gerne Tennis und liebt den Kraftsport und hin und wieder packt er auch die Gitarre aus.

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