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Heidebad mit Zukunft?

1928 wurde das Heidebad eröffnet und hält sich bis heute.

Von Eileen Macherey, 10e/f, Geschwister-Scholl-Schule

Oasisch ist es im Heidebad, selbst wenn die Bäume und Blumen verblüht sind. Es liegt in der verwilderten zum Wandern geeigneten Ohligser Heide, in der sich Rehe und Hasen tummeln. An heißen Sommertagen findet man auch andere Lebewesen in der Heide – Menschen, die sich auf dem Weg ins Heidebad befinden, um sich auf die breite gepflegte Wiese zu legen, in die kühlen Fluten zu springen und um Stärkung zu neuen Schaffen zu finden.

Das Heidebad bietet in der Saison für Jung und Alt viele Freizeitaktivitäten. Es gibt ein großes Schachfeld, einen Tischtennisplatz, sowie einen Platz für Beach-Volleyball und Basketball. Diese kann man im Bälle-Verleih leihen wie auch Boule, Beach Soccer und Tennisbälle. Zur Stärkung nach den anstrengenden Spielen im Sand, kann man sich am Kiosk an der Außenterrasse Stärkung holen und ausruhen.

Zum Schwimmen danach stehen ein Babybecken und ein 50 Meter tiefes Schwimmerbecken, ein Nicht-Schwimmerbecken mit Rutsche und ein einer, dreier und fünf Meter Sprungturm bereit. All diese Dinge stehen in der heißen Saharasaison zur Verfügung.

Das alles verdanken wir dem alten Bürgermeister Paul Sauerbrey. Er eröffnete 1928 das Heidebad. Früher war es ein natürlicher See und wurde Kringsteich genannt. Er lag großflächig in der Ohligser Heide zwischen Bäumen und kleinen Seen, bis der Teich von Jahr zu Jahr modernisiert wurde und heute als das Heidebad Solingen existiert.

Doch der erste Schließungsversuch ließ nicht lange auf sich warten und die „Grünen“ versuchten bereits 1996 das erste Mal das Heidebad zu schließen. Darauf folgten viele andere Versuche, obwohl das Heidebad das letzte Freibad in Ohligs ist. Der Grund dazu soll sein, dass die Stadt dadurch mehr sparen kann. Denn nicht nur das Heidebad soll schließen, sondern auch das Hallenbad Vogelsang und das Hallenbad Ittertal.

„Die Sanierungen werden zuviel Geld verschlingen“, hieß es bei den Grünen. Dieses könne nämlich dann in das Kombi-Bad einfließen, welches die Firma WaterVisions und die Grünen bauen würden. Dieses Bad wäre eine wirtschaftliche Alternative und es würde sich auf Vereine und Schulen spezialisieren. „Das Heidebad müsste dringend modernisiert werden und das würde nicht gerade billig sein“, sagte die Grünen Partei.

Außerdem beschweren sich auch einige Besucher, dass der Kiosk zu klein wäre und es keine guten Busverbindungen gäbe. Von einer Ausschilderung zum Heidebad ganz zu schweigen. Des Weiteren würden die Besucher den Weg zum Heidebad stark vermüllen, der im Naturschutzgebiet liegt!

Trotz der zahlreichen Besucher, Spenden und Zuschüsse der Stadt, steht das Heidebad auf der Kippe und versucht jährlich krampfhaft der Schließung zu entkommen. Das Heidebad hat Vielen schöne Tage mit der Familie und Freunden beschert und sollte dies entfernt werden, wären viele Menschen erschüttert.

Wenn es schließt, ist Solingen Ohligs endgültig leer. Bereits das Hallenbad Sauerbrey in Ohligs wurde geschlossen und die Geschäfte auf der Düsseldorferstraße schließen.

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