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Flüchtlingswelle zieht auch nach Solingen-Wald

Dank zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter kann viel geschafft werden.

Von Julian Merkert, 8f, Freidrich-Albert-Lange-Schule

Deutschland ist im Augenblick von einer ungewohnten Situation betroffen. Es herrscht in den meisten Städten ein Ausnahmezustand. Der Grund dafür sind die Flüchtlinge, die scharenweise nach Deutschland kommen, weil unter Anderem Krieg in ihren Heimatländern herrscht.

Viele Flüchtlinge kommen auch nach Solingen-Wald. Die evangelische Kirchengemeinde veranstaltete schon zwei Infoabende für ehrenamtliche Mitarbeiter. Über 100 Leute erschienen, um sich über die Situation zu informieren. Hilfe wird unter Anderem auch bei der täglichen Essensausgabe, Deutschkursen oder für sonstige Aufgaben benötigt.

Angeregt wurde auch, dass Flüchtlingsfamilien zu Solinger Bürger nach Hause eingeladen werden, um gemeinschaftlich zu kochen und sich dabei gegenseitig kennenzulernen.

59 Flüchtlinge bezogen Anfang Dezember den vorher geräumten Veranstaltungssaal des evangelischen Gemeindehauses in der Corinthstraße.

Unter den Flüchtlingen befindet sich eine hochschwangere Frau, die Ende Dezember ihr Kind bekommen hat. Es wurden Betten und Stellwände aufgebaut und vor dem Gemeindehaus wurden Container mit Duschen und Waschmaschinen aufgestellt.

Die evangelische Kirchengemeinde sammelt fleißig Spenden. Nicht nur Geld spielt eine Rolle, sondern auch Bilderbücher, Spiele und Kleidung. Die Flüchtlinge sollen auch hier in Solingen deutsch lernen und zur Schule gehen.

Das Essen wird vom Altenheim neben dem Gemeindehaus gekocht. Mit der Zeit sollen die Flüchtlinge beim Einkaufen für die Küche helfen.

Viele Sportvereine stellten sich auch schon bereit, Flüchtlinge an ihren Kursen teilnehmen zu lassen, darunter auch der Sportverein WMTV (Wald-Meerscheider Turnverein).

Des Weiteren stellen Walder Firmen, zum Beispiel Reinigungskräfte und Sicherheitspersonal zur Verfügung sowie andere dringend benötigte Sachen. Auch Ärzte und Zahnärzte unterstützen das Projekt.

Die Ditib Gemeinde Solingen erklärte sich bereit, sich um die muslimischen Flüchtlinge zu kümmern. Das Gemeindehaus auf der Corinthstraße wird keine Erstaufnahmestelle, sondern soll Platz für Asylbewerber bieten, die das Land der Stadt zuweist.

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