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Eine unsichtbare Gefahr

Nickel ist die häufigste Ursache von einer Kontaktallergie.

Von Hannah Röltgen, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Hautrötungen und Juckreiz können Symptome einer Nickelallergie sein. Nickel steckt oft in Mode- und Echtschmuck, Gürtelschnallen, in Brillengestellen aus Metall und ebenfalls in Geldmünzen. Die Berührung ist also kaum zu vermeiden.

Solch eine Allergie wird erst bei Kontakt mit Nickel ausgelöst. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Atome des Metalls an Eiweiße heften. Diese Eiweiße helfen, in den Organismus gelangte Krankheitskeime und Bakterien zu finden.

Die Atome des Nickels lösen entzündliche Abwehrreaktionen aus. Fünf bis zehn Prozent der gesamten Bevölkerung sind von dieser Allergie betroffen. Allein in Europa sind schätzungsweise 65 Millionen Menschen an einer Nickelallergie erkrankt.

Das Metall Nickel ist der mit Abstand häufigste Auslöser einer Kontaktallergie. Forscher haben den verantwortlichen Rezeptor ausfindig machen können, der bei einer Nickelunverträglichkeit eine Immunreaktion verursacht.

Man nennt diesen Rezeptor TLR4 (toll-like-receptor 4). Dies sind Eiweißverbindungen, die durch den menschlichen Körper patrouillieren und auf den Schleimhäuten und der Haut eingedrungene Mikroorganismen finden. Weisen diese von ihrer Oberflächenstruktur entsprechende Merkmale nach dem Schlüssel-Schlossprinzip auf, so kommt es zu einer Abwehrreaktion im Körper, die dann eine Ausbreitung von Keimen verhindern soll.

Menschen denen bekannt ist, dass sie an einer Nickelallergie leiden, sollten deshalb schon beim Einkauf darauf achten, keine Produkte zu erwerben, die das Metall enthalten. Daher sollte man sich als Betroffener am besten bei Juwelieren oder Schmuckgeschäften beraten lassen.

Generell gilt aber: Je edler ein Metall ist, desto geringer ist der Nickelgehalt.

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