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Drogenberatung unterstützt Suchtleidende

Bei der Anlaufstelle bekommen süchtige Menschen Hilfe.

Von Özge Atmaca, 8a, Gymnasium Schwertstraße

Kasinostraße 65. Hier befindet sich die Drogenberatung Solingen, die 1974 ihre Anfänge hatte. Sie wurde als Anlaufstelle für Drogenabhängige und deren Angehörige gegründet. Das Ziel ist, Menschen von ihrer Sucht zu befreien und Rückfälle zu verhindern.

Bei der Drogenberatung wird in einem ersten Schritt die konkrete Problematik abgeklärt, das heißt dem Betroffenen wird eine Hilfestellung zur Einschätzung der eigenen Situation gegeben. Gegebenenfalls folgt daraus Motivationsarbeit, um eine Behandlungsbereitschaft zu fördern.

In einem zweiten Schritt wird das Ziel verfolgt, Hilfestellung zu geben, um die akute Suchterkrankung zu bearbeiten und zu überwinden. Hierzu muss der Körper entgiftet werden, das geschieht in einem Krankenhaus. Danach folgt die eigentliche Therapie, für die es eine Wartezeit von vier bis sechs Monaten nach der Antragsstellung geben kann und deren Durchführung auch noch einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten beansprucht.

Klienten, die sich nicht dazu im Stande sehen, die Abhängigkeit sofort zu stoppen, haben die Möglichkeit eine Ersatzdroge vom Arzt verschrieben zu bekommen oder saubere Spritzen für einen niedrigen Preis aus dem Spritzenautomat vor der Drogenberatungsstelle zu kaufen, um jegliche Infektionen zu verhindern.

Diejenigen, die eine Ersatzdroge vom Arzt erhalten, müssen sich jedoch parallel an die Drogenberatungsstelle wenden. Dort arbeiten Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen, Psychologen sowie Sozialpädagogen, die eine Fachhochschule für soziale Arbeit oder Akademie mit therapeutischer Zusatzausbildung Sozialarbeit absolviert haben.

„2014 hatten wir insgesamt 278 Fälle von Menschen, die illegale Drogen genommen haben, beziehungsweise abhängig davon waren oder aber auch Menschen, die unfreiwillig vom Gericht zum Besuch bei der Drogenberatungsstelle gezwungen wurden“, so Anja Hufschmidt, Aufklärungsbeauftragte für Schulen von der Drogenberatungsstelle Solingen.

„Altersgrenzen gibt es bei uns nicht, 13-Jährige, aber auch 60-Jährige können zur Beratung kommen.“ Darüber hinaus ist die Beratung kostenlos und die vertraulichen Informationen werden nicht an die Polizei weitergeleitet. Die Berater und die Mitarbeiter der Drogenberatung sind zum Schweigen verpflichtet.

Die Drogenberatungsstelle ist telefonisch unter der Nummer 0212/204454 von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16.30 Uhr und Freitags von 9 bis 15 Uhr erreichbar.

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