Verbraucherschützer kritisieren

Abzocke bei Immobilienkrediten

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Berlin - Wer seinen Immobilienkredit vorzeitig kündigt, wird seitens der Bank oft mit überhöhten Entschädigungszahlungen konfrontiert. Diese Methode wurde nun von Verbraucherschützern als Abzocke kritisiert.

Verbraucherschützer werfen Banken Abzocke bei der vorzeitigen Kündigung von Immobilienkrediten vor. Kreditinstitute würden von Haus- und Wohnungseigentümern, die noch vor Ende der Kreditlaufzeit ihr Heim verkaufen müssten, oft überhöhte Entschädigungszahlungen für die vorzeitige Kündigung des Darlehens verlangen, zitierte der "Spiegel" aus einer Untersuchung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), die am Montag vorgestellt wird.

Die von Kreditinstituten erhobene "Vorfälligkeitsentschädigung" für Zinszahlungen, die durch die vorzeitige Kündigung des Kredits ausbleiben, seien in fast zwei Dritteln der Fälle "signifikant überhöht". Grund sei unter anderem, dass häufig vertraglich vereinbarte Sondertilgungsmöglichkeiten "in rechtswidriger Weise" von der Kalkulation ausgenommen würden. In etlichen Fällen gehe es um mehrere zehntausend oder sogar hunderttausend Euro, berichtete der "Spiegel" weiter.

Der vzbv fordert demnach eine standardisierte Berechnungsmethode und eine Deckelung der Vorfälligkeitsentschädigung auf fünf Prozent der noch ausstehenden Kreditsumme. Derzeit liegt der Schnitt den Angaben zufolge bei rund elf Prozent. Der vzbv beruft sich bei seiner Analyse auf 3000 geprüfte Fälle, in denen Haus- oder Wohnungsbesitzer ihr Objekt noch vor Ende der Kreditlaufzeit abstoßen mussten.

AFP

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