Studie

5,6 Milliarden Stunden Arbeitskraft bleiben ungenutzt

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Viel Arbeitskraft in Deutschland bleibt laut einer Studie ungenutzt. Viele Teilzeitbeschäftigte würden gern mehr arbeiten und auch viele Arbeitslose wünschten sich einen Job, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch in Nürnberg mit.

Im Jahr 2014 habe daher die Zahl der potenziell verfügbaren, aber nicht genutzten Arbeitszeit in Deutschland bei 5,6 Milliarden Stunden gelegen. Dies entspreche knapp 3,4 Millionen Vollzeit-Arbeitsstellen.

In den vergangenen Jahren sei diese nicht genutzte Arbeitszeit jedoch weniger geworden: 2009 waren es noch 6,7 Milliarden Stunden. Gründe seien die gesunkene Zahl von Arbeitslosen, aber auch, dass inzwischen weniger Erwerbstätige ihre Arbeitszeit verlängerten.

Um die Arbeitskraftreserven besser auszuschöpfen, sei mehr Qualifizierung nötig, schreiben die Forscher der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit. Aber auch eine flexiblere Gestaltung der Lebensarbeitszeit und bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnten helfen.

„Eine Maximierung von Arbeitsstunden kann für sich kein sinnvolles Ziel einer Gesellschaft sein, wohl aber die Nutzung ungewollt brachliegenden Potenzials“, schreiben die Forscher. So könnten auch die Auswirkungen des demografischen Wandels abgefedert werden.

dpa

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