Einmal Müller, immer Müller oder was? – Änderung des Namens nach Scheidung

Angela Krall, Fachanwältin für Familienrecht

Nach der gesetzlichen Vorschrift, § 1355 BGB sollen Ehegatten einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen) bestimmen. Zum Ehenamen können durch Erklärung gegenüber dem Standesamt entweder der Geburtsname oder der Name bestimmt werden, den die Frau oder der Mann bei Abgabe der bestimmenden Erklärung führt . . .

Nach der gesetzlichen Vorschrift, § 1355 BGB sollen Ehegatten einen gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen) bestimmen. Zum Ehenamen können durch Erklärung gegenüber dem Standesamt entweder der Geburtsname oder der Name bestimmt werden, den die Frau oder der Mann bei Abgabe der bestimmenden Erklärung führt.

Haben Eheleute zum Beispiel durch Erklärung den Namen Müller zu ihrem Ehenamen bestimmt, so ist dies der Familienname nunmehr für beide Eheleute.

Kommt es später zu der Scheidung der Ehe, so wird der Familienname durch die Scheidung der Ehe nicht geändert, vielmehr behält jeder der geschiedenen Ehegatten den Nachnamen, der durch die Bestimmung zum Ehenamen erfolgt ist.

Anlässlich einer Scheidung taucht häufig die Frage auf, ob man diesen Familiennamen wieder „ablegen“ kann. Diese Frage ist in den meisten Fällen davon motiviert, dass mit dem Ende der ehelichen Beziehung auch sonstige Gemeinsamkeiten ihr Ende finden sollen.

In derartigem Fall gilt nicht: Einmal Müller gleich immer Müller.

Der geschiedene Ehegatte kann durch Erklärung gegenüber dem Standesamt wieder den Namen annehmen, den er vor der Heirat bzw. bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt hat. Dies bedeutet, dass er zukünftig wieder seinen Geburtsnamen oder den früher geführten Namen annehmen kann, § 1355 Abs. 5 BGB.

Fazit: Einmal Müller heißt nicht immer Müller.