Alle Jahre wieder

Angela Krall, Fachanwältin für Familienrecht

Dieses Weihnachtslied wird in so manchem festlich geschmückten Wohnzimmer heute erklingen, weil es nicht nur die christliche Bedeutung des Weihnachtsfestes widerspiegelt, sondern auch Hoffnung und Fröhlichkeit vermittelt . . .

Dieses Weihnachtslied wird in so manchem festlich geschmückten Wohnzimmer heute erklingen, weil es nicht nur die christliche Bedeutung des Weihnachtsfestes widerspiegelt, sondern auch Hoffnung und Fröhlichkeit vermittelt.

„Alle Jahre wieder“ ist auch eine Redewendung, die Erwartungen vermittelt. So erwarten im Dezember eines jeden Jahres betreuende Eltern die Erhöhung des Unterhalts für ihre Kinder, die Zahlungspflichtigen eine Aufbesserung ihrer Selbstbehalte für das neue Unterhaltsjahr.

Alle so Betroffenen waren zuversichtlich, dass sie durch die Neuerungen ab Januar 2011 begünstigt werden. In ihrer Zuversicht und Hoffnung wurden allerdings diejenigen enttäuscht, die mit erhöhten Unterhaltszahlungen für ihre Kinder gerechnet haben. Die Kindesunterhaltsbeträge sind in der ab Januar 2011 gültigen Düsseldorfer Tabelle gegenüber den Zahlbeträgen im Jahre 2010 nicht verändert worden.

Froh gestimmt werden allerdings die Unterhaltspflichtigen, die im neuen Jahr besser gestellt werden. Die Selbstbehalte sind durchgängig erhöht worden, unabhängig von der Frage, für wen Unterhalt zu zahlen ist. Sowohl gegenüber minderjährigen Kindern, volljährigen Kindern oder gar beim Elternunterhalt können Unterhaltspflichtige sich auf erhöhte Beträge, die ihnen zu verbleiben haben, berufen.

Gegenüber minderjährigen und volljährigen Kindern verbleiben dem Verpflichteten 50,00 EUR mehr. Ist Unterhalt gegenüber Vater oder Mutter zu zahlen, so dürfen Verpflichtete 100,00 EUR mehr behalten.

Oh du fröhliche . . .