Kim Dotcom plant sein Comeback

Der Gründer von Megaupload hat nach langen Anlaufschwierigkeiten seine neue Internetadresse bekannt gegeben. Der Nachfolger der Datenspeicherungsplattform soll im Januar unter einer Neuseeländer Endung online gehen.

„Dieser Button wird am 19. Januar die Welt verändern.“ Dieses herausfordernde Statement prangt auf Kim Dotcoms neuer Domain mega.co.nz. Der Gründer von Megaupload gab bekannt, dass die Nachfolgerdomain ähnliche Funktionen wie Megaupload wahrnehmen soll. So sollen auch hier große Datenmengen gespeichert werden. Allein das Hochladeverfahren soll verbessert werden und mit einer neuartigen Verschlüsselungstechnik arbeiten.

Zuvor hatte Dotcom Schwierigkeiten, eine Domain für seine neue Webseite zu finden. Da er nicht denselben Fehler begehen wollte wie bei Megaupload, verzichtete er auf eine .com-Endung. Seine geplante digitale Flucht nach Afrika wurde jedoch vereitelt: me.ga sollte Dotcoms neue Domain heißen, aber die Regierung von Gabun sprach sich gegen Dotcoms Ansiedlung auf der ländereigenen Endung aus. So musste Dotcom auf die neuseeländische Endung ausweichen. Entrüstet twitterte der Unternehmer, dass die Arme der amerikanischen Regierung offensichtlich bis nach Afrika reichen. In Neuseeland hingegen wurde seine Domain vorerst noch nicht gesperrt.

Ob Mega ein ähnlicher Erfolg wird wie Megaupload, sei dahingestellt. Nach der Sperrung durch die US-Behörden im Januar haben die Nutzer von Megaupload keinen Zugriff mehr auf ihre Daten; ob sie diese wiederbekommen, wird noch verhandelt. Dementsprechend hat Dotcom die Daten und damit das Vertrauen seiner ehemaligen Nutzer verloren. Dotcoms Seite wurde gesperrt, weil dort auch zahlreiche urheberrechtlich geschützte Daten gespeichert waren. Dotcom selbst wurde festgenommen und nur unter strengen Auflagen wieder freigelassen.

Bei Mega steht für Dotcom eines fest: Die Internetseite soll keinen Kontakt mit den USA haben, sogar die Server sollen außerhalb der amerikanischen Staaten angesiedelt sein. Warum der Unternehmer mit der Einführung nicht bis zum Sommer gewartet hat, ist unklar. Im Sommer 2013 werden zahlreiche <a href="http://www.united-domains.de/neue-top-level-domain/"><b>neue Top Level Domains</b></a> von der ICANN freigeschaltet, unter welchen Dotcom eine wesentlich größere Auswahl bei der Endung seiner Webseite hätte als die üblichen Länderkennungen.

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