Buchbranche kooperiert nun auch mit GVU

Die anhaltende Krise in der Buchbranche hat nun zu Konsequenzen geführt: So haben Vertreter der Buchbranche nun der GVU umfassendes Handlungsrecht gewährt, um gegen illegale Kopien von eBooks und Hörbüchern vorzugehen.

Der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. haben nun eine gemeinsame Kooperation geschlossen, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll. Im Mittelpunkt steht die Bekämpfung der Verbreitung von urheberrechtlich geschützten digitalen Werken wie E-Books und Hörbüchern.

Die Vertreter entschlossen sich zu dem Schritt, da eine große Anzahl professioneller Webseiten im Internet mit urheberrechtlich geschützten Inhalten Geld verdiene. Die Kooperation solle nicht nur effektiv sein, sondern auch Signalwirkung haben. So meldet die GVU auf ihrer Webseite, dass es nicht nur um die Strafverfolgung ginge, sondern auch darum, den Wert von geistigem Eigentum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. So wäre nicht nur die wirtschaftliche Krise in der Buchbranche zu beobachten, sondern auch „die sukzessive Entwertung der kreativen Leistung in der öffentlichen Wahrnehmung.“ Die illegale Verbreitung von Hörbüchern und E-Books soll in Zukunft ähnlich behandelt werden wie Verstöße in den Film- und Unterhaltungssoftware-Branchen. Der GVU wurde dafür volle Handlungsmacht eingeräumt.

Eine strengere Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen bei digitalen Inhalten ist nötig, wenn die Buchbranche der Krise entgegen steuern will. Denn eine teilweise Umstellung von Printerzeugnissen zu digitalen Medien kann nur geschehen, wenn mit diesen auch Geld zu verdienen ist. So sind E-Books, Hörbücher sowie non-book-Erzeugnisse mittlerweile eine große Einnahmequelle für den Buchhandel und werden als Ausweg aus der anhaltenden Krise gesehen.

Der Beschluss zur Kooperation von den Vertretern der Buchbranche mit der GVU schließt sich weiterhin nahtlos an die öffentliche Debatte an, in der Vertreter der Medienbranche immer vehementer fordern, ein zeitgemäßes Urheberrecht zu etablieren, welches den Urheber in den Mittelpunkt rückt und sein geistiges Eigentum hinreichend schützt. Dazu müssen nicht nur die Internetnutzer kreative Leistung als etwas anerkennen, das bezahlt werden muss, sondern Verstöße gegen die Idee des geistigen Eigentums auch entsprechend geahndet werden.

Das Internet gefährdet diesen Prozess nicht nur mit digitalen Raubkopien und professionell betriebenen Webseiten, sondern auch mit der Verbreitung durch Privatnutzer. Gleichzeitig werden Privatnutzer oft wegen kleiner Verstöße gegen das Urheberrecht abgemahnt, da dieses insbesondere für nicht erfahrene Nutzer undurchsichtig ist und Fallstricke birgt. Sollte dies geschehen, gibt es <a href="http://www.pointoo.de/tag/Rechtsanwalt.html"><b>hier</b></a> rechtliche Unterstützung.

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