Verschwörungstheorie revidiert

Trump gibt zu: Obama ist in den USA geboren

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Trump musste einmal mehr zurückrudern.

Washington - Immer wieder hat Donald Trump die beliebte These von Verschwörungstheoretikern unterstützt, dass US-Präsident Obama nicht in den USA geboren wurde. Jetzt rudert er zurück. Eine Steilvorlage für Gegnerin Clinton.

Update vom 26. September 2016: Wir bleiben heute für Sie wach: Wenn sich Donald Trump und Hillary Clinton in der Nacht auf Dienstag zum ersten TV-Duell treffen, sind wir im Live-Ticker mit dabei.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich nun doch überzeugt geäußert, dass der Geburtsort von Präsident Barack Obama in den USA liegt. Er revidierte damit frühere Aussagen zu dem Thema. "Präsident Obama wurde in den Vereinigten Staaten geboren, Punkt", sagte Trump in Washington. 

Zugleich warf er seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton vor, die Debatte darüber im Jahr 2008 selbst begonnen zu haben - eine Behauptung, die bereits von zahlreichen US-Medien widerlegt wurde.

Dabei hatte Trump in der Vergangenheit selbst öffentlich angezweifelt, dass Obama in den USA geboren wurde. Im Jahr 2011 verlangte er gar einen Beweis von ihm. Der in Hawaii geborene Obama, dessen Vater aus Kenia stammt, machte daraufhin seine Geburtsurkunde öffentlich, die prompt zum Verkaufshit wurde. Trump hielt das freilich nicht davon ab, bei seinen Behauptungen zu bleiben.

In einem Interview der "Washington Post" war Trump dem Thema noch ausgewichen. "Ich rede darüber nicht mehr. Der Grund dafür ist, dass dann jeder darüber sprechen würde, anstatt über Arbeitsplätze, das Militär, Veteranen und Sicherheit zu reden."

Die These, Obamas Geburtsort liege in Kenia, ist beliebt unter Verschwörungstheoretikern. Das sogenannte Birther Movement stellt auch in Abrede, dass der Präsident Christ ist. 

Clinton fordert Entschuldigung von Trump

Clinton forderte Trump daraufhin auf, selbst Stellung zu dem Thema zu nehmen und sich bei Obama zu entschuldigen. "Seine Kampagne beruht auf dieser unglaublichen Lüge", sagte sie bei einer Rede in Washington. "Das kann man nicht einfach aus der Geschichte löschen."

Auch Obama zeigte sich sichtlich irritiert über die Debatte. "Ich war mir ziemlich sicher darüber, wo ich geboren wurde", sagte er. "Ich würde mir wünschen, dass sich der Präsidentschaftswahlkampf um ernstere Themen dreht."

dpa

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