Brand in Flüchtlingsheim

De Maizière: Tröglitz ist nicht überall

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Mutmaßliche Brandstifter setzten die Asylbewerberunterkunft in Tröglitz in Brand.

Erfurt - Bundesinnenminister Thomas de Maizière setzt nach dem Brand eines Flüchtlingsheims in Tröglitz auf eine starke Bürgergesellschaft zum Schutz von Flüchtlingen.

„Meiner Meinung nach ist Tröglitz nicht überall“, sagte er am Mittwoch beim Besuch des Technischen Hilfswerkes in Erfurt. Man dürfe die Sorgen der Menschen nicht kleinreden und müsse entschlossen gegen alle vorgehen, die Gewalt ausüben. „Wir wissen um unsere Verantwortung.“ Aktionspläne seien jetzt nicht so gefragt wie gutes handfestes Arbeiten von Bürgermeistern, Initiativen und den Menschen vor Ort. „Die Bürgergesellschaft ist sehr stark.“

Zuvor hatte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, mit Blick auf eine steigende Zahl von Übergriffen auf Flüchtlingsheime gesagt: „Tröglitz ist überall.“ In der Ortschaft im Süden Sachsen-Anhalts hatten Unbekannte am Ostersamstag ein noch leer stehendes Heim für Flüchtlinge in Brand gesetzt.

De Maizière erinnerte daran, dass Deutschland im vergangenen Jahr 200 000 Flüchtlinge aufgenommen habe. In diesem Jahr würden es um die 300 000 oder mehr. „Wir sind das Land mit den meisten Asylanträgen weltweit.“ Ein Drittel der Asylanträge in Europa würden in Deutschland gestellt - „und wir haben das geschultert“. Dies geschehe allerdings „mit Ach und Krach und teilweise auch mit Streit“. Zugleich betonte der Innenminister: „Wir werden nicht denen recht geben, die daraus rechtsextremes Kapital schlagen wollen.“

dpa

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