Terror in Paris - alle Infos vom Sonntag

News-Ticker zum Terror in Paris: Das passierte Sonntag

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Französische Rafale-Kampfjets. Die Luftwaffe Frankreichs hat die IS-Hochburg Al-Rakka massiv bombardiert.

Paris - Nach den Terroranschlägen in Paris sitzen am Sonntag die Staats- und Regierungschefs der G20 in der Türkei zusammen. Am Montag sind alle Europäer zu einer Schweigeminute aufgerufen. Alle News erfahren Sie in unserem Ticker.

Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse nach dem Terror in Paris: Hier geht es zu unserem aktuellen News-Ticker vom Mittwochhier können Sie die Ereignisse vom Dienstag nachlesen. Falls Sie am Montag verpasst haben, bei uns vorbei zu schauen: Hier können Sie nachlesen, was nach dem Terror von Paris wichtig war.

Frankreichs Luftwaffe hat als Reaktion auf den Terrorangriff von Freitagabend am Sonntag massive Angriffe gegen Stellungen des IS in Syrien geflogen. 

"Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag.

  • Die Staats- und Regierungschefs der G20 treffen sich am Sonntag in der Türkei.
  • Mindestens 129 Menschen sind bei den Terroranschlägen in Paris ums Leben gekommen - unter den Opfern ist mindestens ein 28-Jähriger aus München. 352 Menschen wurden bei dem Terrorangriff verletzt, am Sonntagabend schwebten noch dutzende Verletzte in Lebensgefahr.
  • Lesen Sie in unserem Ticker vom Samstag die Ereignisse vom Tag nach den Anschlägen nach.

In Radio-Interview: Kasseler berichtet nach den Attentaten in Paris 

+++ Robbin Tubbesing-Pfeiffer ist 30 Jahre alt und lebt seit vier Jahren in Paris, wo er als Gästemanager im Disneyland arbeitet. Der Tourismus-Experte aus Kassel berichtete am Telefon in einem Interview mit Radio HNA, wie er Paris nach den Attentaten erlebt. Hören Sie hier das Interview mit Robbin Tubbesing-Pfeiffer.

+++ Nach den tödlichen Terrorangriffen von Paris hat die französische Luftwaffe die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien massiv angegriffen. Die Bombardements richteten sich gegen die IS-Hochburg Al-Rakka, wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf das französische Verteidigungsministerium berichtete. Dabei warfen französische Jagdflugzeuge zwanzig Bomben ab. Sie hätten eine Kommandostelle mit Waffen-und Munitionslager sowie ein Ausbildungslager zerstört, hieß es.

Die Verteidigungsminister Frankreichs und der USA vereinbarten am Sonntag eine stärkere Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS und verständigten sich in einem Telefonat auf „konkrete Maßnahmen“. Kurze Zeit später griff die französische Luftwaffe Stellungen der Terrormiliz in Al-Rakka an und zerstörten eine Kommandostelle mit Waffen-und Munitionslager sowie ein Ausbildungslager.

+++ Laut IOC-Präsident Thomas Bach haben die Attentate von Paris keinen Einfluss auf die Bewerbung der französischen Hauptstadt um Olympia 2024. „Wir reden von Olympischen Spielen in neun Jahren. Bis dahin kann in der Welt viel passieren“, sagte der 61-Jährige dem französischen TV-Sender Stade 2.

„Ich hoffe, dass die Politiker beim G20-Treffen Maßnahmen ergreifen, die es uns ermöglichen, den Terrorismus und die Barbarei zu besiegen“, sagte Bach am Sonntag. Die Verantwortlichen der Pariser Bewerbung hatten unmittelbar nach dem Anschlag mit mehr als 120 Toten deutlich gemacht, ihre Kampagne aufrecht erhalten zu wollen. Paris, Hamburg, Budapest, Los Angeles und Rom wollen die Sommerspiele 2024 ausrichten.

+++ Die Anschläge von Paris sind nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve im Ausland vorbereitet worden. Das sagte er am Sonntag nach einem Treffen mit seinem belgischen Kollegen Jan Jambon in Paris. „Sehr viele von denen, die in Belgien waren, und zur Organisation und Umsetzung dieser Attentate beigetragen haben, waren den französischen Diensten nicht bekannt“, sagte Cazeneuve.

Er sprach sich erneut für systematische und koordinierte Kontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union aus.

Regierungsvertreter: Anschlag in Istanbul am Freitag verhindert

+++ Am Tag der Anschläge von Paris ist nach türkischen Angaben in Istanbul ein "großer" Anschlag verhindert worden. Fünf Verdächtige seien am Freitag festgenommen worden, teilte ein Regierungsvertreter am Sonntagabend in Ankara mit. Bei einem Anschlag auf eine Friedensdemonstration am 10. Oktober in Ankara, zu dem sich wie In Paris die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte, waren 102 Menschen getötet worden.

+++ SPD-Chef Sigmar Gabriel hat nach den Terroranschlägen in Paris vor einer Ausweitung des militärischem Engagements in Syrien gewarnt. „Wir haben ja gesehen, dass alles militärische Engagement der letzten Jahre und Jahrzehnte im Nahen Osten gerade zur Erweiterung der Gewalt und nicht zur Eindämmung geführt hat“, sagte der Vizekanzler am Sonntagabend im ZDF. „Erst mal dazu zu kommen, dass Waffenruhe der Bürgerkriegsparteien in Syrien herrscht und dann gemeinschaftlich gegen den IS zu kämpfen, das ist der richtige Weg“, fügte er hinzu.

+++ Günter Klein, Sportreporter des Münchner Merkur, war in Paris im Stadion, als der Terror über die Stadt hereinbrach. Ein Bericht aus einer traumatisierten Stadt.

De Maizière: Möglicherweise noch Tätergruppe auf der Flucht

+++ Nach den verheerenden Terroranschlägen in Paris sind nach Informationen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière möglicherweise noch mehrere Täter auf der Flucht. „Am besorgniserregendsten ist die Information, dass möglicherweise noch eine Tätergruppe in Frankreich unterwegs ist“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF. Deswegen sei es richtig, die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich zunächst beizubehalten.

+++ Ein verdächtiges Gepäckstück hat auf dem Hamburger Flughafen am Sonntagabend knapp eineinhalb Stunden lang für Stillstand gesorgt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte, war ein Koffer mit diversem technischem Gerät bei der Kontrolle aufgefallen. Spezialkräfte wurden alarmiert. Sie hätten den Koffer untersucht und anschließend die Freigabe erteilt. Es kam zu erheblichen Verzögerungen. Ein Reisender berichtete von Tausenden betroffenen Passagieren.

Fahndung nach dem Terrorangriff von Paris: Mit diesem Foto fahndet die französische Polizei nach dem Verdächtigen Abdeslan Salah.

+++ Die französische Polizei hat nach den Anschlägen von Paris das Fahndungsbild eines Verdächtigen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der 26-jährige Abdeslam Salah sei "gefährlich", warnten die Behörden am Sonntagabend. Die französische Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach Salah Abdeslam. Es handelt sich Ermittlern zufolge um den Bruder eines der Selbstmordattentäter. Derweil teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass bislang die Leichen von drei der sieben Selbstmordattentäter identifiziert worden seien.

+++ Massenpanik am Platz der Republik in Paris: Am späten Sonntagnachmittag sollen dort Schüsse gefallen sein und ein Knall sei zu hören gewesen, hieß es. Es sei zu panischen Szenen gekommen, wurde berichtet. Die Befürchtung, dass es erneut zu einem Terrorangriff gekommen ist, haben sich aber nicht bestätigt, hieß es. Die Polizei gab Entwarnung.  

+++ Die Selbstmordattentäter von Paris wollten in das Stadion Stade de France eindringen, in dem das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich stattfand. Das sagte der französische Sport-Staatssekretär laut Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

+++ Nach den Terroranschlägen von Paris ist ein Verdächtiger auf der Flucht. Die belgische Justiz schrieb im Zusammenhang mit den Ermittlungen eine Person international zur Fahndung aus, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft berichtete.

Hollande will Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern

+++ Nach den Terroranschlägen von Paris fordert die bayerische Staatsregierung vom Bund die sofortige Verschärfung der Kontrollen an der österreichischen Grenze. Notfalls soll die bayerische Polizei die Grenzsicherung übernehmen, wenn bei der Bundespolizei das Personal fehlt. Die bisher auf ausgewählte Orte beschränkten Grenzkontrollen solle es wieder an sämtlichen Übergangsstellen geben, verlangten Ministerpräsident Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) am Sonntag.

+++ Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer sagen bei ihrem Treffen in der Türkei jeder Art von Terror den Kampf an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte am Sonntag in Belek nahe Antalya: „Wir setzen hier bei dem G20-Gipfel ein entschlossenes Signal, dass wir stärker sind als jede Form von Terrorismus.“

Für die Sicherheitsbehörden gehe es jetzt darum, aufzuklären, wer die Täter und die Hintermänner der Anschläge von Paris am Freitag seien, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt hat.

+++  Frankreichs Präsident François Hollande will den nach den Anschlägen verhängten Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf Parlamentskreise. Das Parlament müsste für eine Verlängerung über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen.

+++ Ein möglicher Beteiligter an den Anschlägen von Paris könnte nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen noch auf der Flucht sein. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Demnach sind die Ermittler auf drei Brüder gestoßen: Einer ist bei den Anschlägen gestorben. Der zweite wurde in Belgien festgenommen, ohne dass klar sei, ob er bei den Anschlägen mitgewirkt hat. Der Aufenthaltsort des dritten Mannes ist den Behörden nicht bekannt - er könnte den Angaben zufolge einer der gestorbenen Attentäter oder möglicherweise flüchtig sein.

Deutsches Terroropfer ist 28-Jähriger aus München

+++ Bei den Terroranschlägen in Paris ist ein Mann aus München getötet worden. Der 28-Jährige habe seit längerem in der französischen Hauptstadt gelebt, teilte Andreas Müller-Cyran, fachlicher Leiter des Kriseninterventionsteams München, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der 28-Jährige aus München war nach den Angaben mit einem Bekannten auf der Terrasse eines Restaurants, als er in den Kugelhagel geriet. Er lebte seit längerer Zeit in Paris.

Vier Angehörige des Mannes, die aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen stammen, seien derzeit auf dem Weg nach Paris, sagte Andreas Müller-Cyran, fachlicher Leiter des Kriseninterventionsteams München.

G20-Gipfel begann mit Schweigeminute für Terroropfer

+++ Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den G20-Gipfel in Belek bei Antalya mit einer Schweigeminute für die Terroranschläge von Paris und Ankara eröffnet. Die Staats- und Regierungschefs wichtiger Industrie- und Schwellenländer gedachten am Sonntag zum Auftakt ihres Treffens der Opfer.

Gastgeber Erdogan sagte anschließend: „Terorismus ist für uns alle eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit.“ Erdogan hatte kurz vor Beginn des Treffens in Belek angekündigt: „Von diesem Gipfel wird eine starke Botschaft zu diesem Thema ausgehen.“ In Ankara waren im vergangenen Monat mehr als 100 Menschen bei einem Anschlag getötet worden.

+++ Wegen des Verdachts terroristischer Verbindungen ist ein 23-jähriger Pole am Sonntag nach seiner Abschiebung aus Norwegen auf dem Warschauer Flughafen festgenommen worden. Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf den Geheimdienstkoordinator Marek Biernacki, der Mann sei in Norwegen wie in Polen von Sicherheitsdiensten überwacht worden.

Es handelt sich unbestätigten Berichten zufolge um einen zum Islam konvertierten Mann, der in Syrien für die Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft hat.

+++ Zwei der getöteten Attentäter von Paris lebten zuletzt im Großraum Brüssel. Es handele sich um zwei Personen mit französischem Pass, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Sonntag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga mitteilte.

+++ Nach den Pariser Terroranschlägen treffen sich am kommenden Freitag die Innenminister der Europäischen Union. „Angesichts von Barbarei und Terrorismus steht Europa vereint und an Frankreichs Seite“, teilte die luxemburgische Regierung am Sonntag mit, die zurzeit den Vorsitz im EU-Ministerrat hat. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hatte um die Sitzung gebeten.

Merkel und Kabinett wollen Ländersiel am Dienstag besuchen

 +++ Angela Merkel will gemeinsam mit ihrem Kabinett am Dienstag das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande besuchen. Das berichtet bild.de. Sigmar Gabriel sagte, er finde es "gut und richtig, dass das Länderspiel trotz der Attentate stattfindet".

+++ Die Staats- und Regierungschefs der EU haben für diesen Montag um 12.00 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute wegen der Terroranschläge in Paris aufgerufen. „Das Gute ist stärker als das Böse“, erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme.

+++ Im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris sind im Brüsseler Stadtviertel Molenbeek fünf Verdächtige festgenommen worden. Wie die Bürgermeisterin Françoise Schepmans am Sonntag im TV-Sender RTBF sagte, erfolgten die Festnahmen am Samstag. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst von drei Festnahmen gesprochen.

"Man kann davon ausgehen, dass es sich um ein Netzwerk handelt", sagte Schepmans. Im Brüsseler Stadtviertel Molenbeek gibt es einen hohen Anteil von Einwanderern. In den vergangenen Jahren gab es mehrere Anschläge islamischer Fundamentalisten, die von Einwohnern dieses Viertels verübt oder organisiert worden, darunter die Ermordung des afghanischen Kommandeurs Ahmad Schah Massud im September 2001 und der Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel vom Mai 2014 mit vier Toten.

+++ Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den Anschlägen in Paris von einem "Krieg" gesprochen. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Gauck am Sonntag in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Berlin. Frankreichs Präsident François Hollande hatte die Anschlagsserie mit 129 Toten zuvor als "Kriegsakt" bewertet.

Terror in Paris: Eagles of Death brechen Europa-Tour ab

+++ Nach dem Massaker bei ihrem Auftritt in der Pariser Konzerthalle Bataclan hat die kalifornische Rockband Eagles of Death Metal ihre Europa-Tournee abgebrochen. Alle Auftritte der Tournee, die sie auch nach Deutschland führen und am 10. Dezember in Portugal enden sollte, wurden nach einer Mitteilung vom Wochenende abgesagt. Ein britisches Crew-Mitglied der Band wurde bei dem Angriff getötet worden, wie ein Vertrauter der Band sagte.

+++ Die Anschlagsserie in Paris ist nach Ansicht des Terrorismus-Experten Peter Neumann möglicherweise von hohen Stellen des Islamischen Staates (IS) in Syrien gesteuert worden. „Die Qualität dieses Anschlags war schon eine neue“, sagte der Wissenschaftler vom Londoner King's College der Deutschen Presse-Agentur. Die vorherigen Terrorattacken in Europa seien meist relativ unkomplizierte und einfache Aktionen gewesen, bei denen IS-Anhänger auf eigene Faust gehandelt hätten. „Dieser Anschlag in Paris dagegen war organisiert und koordiniert“, betonte er.

„Hier haben unterschiedliche Teams zusammengearbeitet, die offensichtlich relativ gut ausgebildet, sehr routiniert und geschickt waren.“ Die Täter hätten Expertise und wohl auch militärisches Training gehabt. „Das deutet auf eine andere Qualität hin, möglicherweise sogar auf eine Koordination aus Syrien heraus“, sagte er. „Es sah zumindest so aus wie eine klassische Auslandsoperation, die tatsächlich von relativ hohen Stellen im Islamischen Staat abgesegnet und wahrscheinlich auch koordiniert wurde.“

Zu Warnungen, dass sich Terroristen als Flüchtlinge nach Deutschland einschleichen könnten, sagte Neumann: „Eine massenhafte Einschleusung von Anhängern des Islamischen Staates durch die Flüchtlingsströme gibt es nachweisbar nicht.“ Es sei zwar grundsätzlich möglich und angesichts der hohen Flüchtlingszahlen rein statistisch auch denkbar. „Man darf jetzt allerdings nicht den Fehler machen, diese zwei Probleme miteinander zu vermengen.“

Terror in Paris: elche Fragen sind beantwortet? Welche offen?

+++ Die mit Abstand meisten Opfer gab es beim Überfall auf ein ausverkauftes Rockkonzert im Musikclub "Bataclan" - das ist nach den Anschlägen bereits gesichert. Doch viele Fragen sind nach dem Terror in Paris noch offen.

+++ Nach den Pariser Terror-Anschlägen haben mehr als fünf Millionen Menschen ein Spezialangebot des sozialen Netzwerks Facebook genutzt, um ihre Freunde und Angehörigen darüber zu informieren, dass sie in Sicherheit seien. Wie das Unternehmen mitteilte, bedienten sich bis zum Sonntag 5,4 Millionen Nutzer des "Safety Check Up". Es wurde dafür eingerichtet, um alle Facebook-Kontakte eines Nutzers in Sekundenschnelle mit der Botschaft zu erreichen, dass sich der Betroffene in Sicherheit befinde. 360 Millionen derartige Mitteilungen wurden verschickt.

Der "Safety Check Up" wurde ursprünglich für den Fall von Naturkatastrophen entwickelt. Facebook sorgt dafür, dass die Nutzer im Umfeld eines Katastrophengebietes auf die Möglichkeit einer derartigen Kurznachricht hingewiesen werden. Solche Hinweise wurden an alle Facebook-Nutzer im Großraum Paris geschickt.

+++ Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine "harte" Anti-Terror-Botschaft vom G-20-Gipfel in Antalya angekündigt. Weniger als 48 Stunden nach der Anschlagsserie in Paris kamen dort am Sonntag die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer zusammen. US-Präsident Barack Obama forderte, die Kräfte im Kampf gegen den IS zu "verdoppeln". Frankreichs Finanzminister Michel Sapin verlangte konkrete Maßnahmen gegen die Terrorfinanzierung.

Terror in Paris: "Totale Sicherheit auch in Deutschland nicht"

Horst Seehofer im BR.

+++ Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich im Sonntags-Stammtisch im BR zu den Anschlägen geäußert: "Totale Sicherheit gibt es auch in Deutschland nicht", sagte er. Und weiter: "Wir müssen schauen, wo Attentäter den Flüchtlingsstrom nutzen, um ins Land zu kommen. Aber wir müssen differenzieren: Nicht in jedem Flüchtlingsheim sitzen Terroristen."

+++ Nach den Anschlägen von Paris sind mittlerweile 103 Leichen identifiziert, sagte Frankreichs Premierminister Manuel Valls am Sonntag laut Nachrichtenagentur AFP. 20 bis 30 würden noch untersucht.

+++ In dem Auto, das französische Ermittler am Sonntag in einem Vorort östlich von Paris sichergestellt haben, sind drei Kalaschnikows entdeckt worden. Diese Sturmgewehre hatten die Terroristen bei den Überfallen in Paris verwendet.

+++ Gut eine Woche vor der verheerenden Terrorserie in Paris ist Schleierfahndern in Oberbayern ein Autofahrer mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal ins Netz gegangen. Nun prüfen die Ermittler eine mögliche Verbindung zu der verheerenden Terrorserie in Paris. Der Mann sagt: Er wollte nur den Eiffelturm sehen.

Terror in Paris: Auch ein Deutscher unter den Opfern

+++ Bei den Attentaten von Paris ist auch ein Deutscher getötet worden. „Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist“, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Sonntag in Berlin mit. Aus dem Außenministerium hieß es weiter, der Krisenstab und die Botschaft Paris seien in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Die Identifizierung der Opfer sei noch nicht vollständig abgeschlossen. Es lägen auch noch keine vollständigen Angaben über die Identitäten der Verletzten vor.

+++ In dem am Sonntag sicher gestellten Fahrzeug der Terroristen von Paris haben Ermittler Waffen gefunden. Das berichtete der Sender BFMTV am Sonntag ohne nähere Angaben zur Art der Waffen. Mit dem Auto könnte mindestens einem Terrorkommando nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen sein. Der schwarze Seat war östlich von Paris sichergestellt worden.

+++ Omar Ismaïl Mostefaï (29) ist von den französischen Ermittlern als erster Attentäter nach den Anschlägen von Paris identifiziert worden. Der am 21. November 1985 in Courcouronnes südlich von Paris geborene Mostefaï war polizeibekannt und galt nach Berichten französischer Medien lange Zeit als Kleinkrimineller. Sein Strafregister weist demnach aus der Zeit zwischen 2004 und 2010 acht Verurteilungen für kleinere Delikte aus. Wegen Mostefaïs zunehmender Radikalisierung legten die Behörden nach Angaben des für Terrorismus zuständigen obersten Staatsanwalts François Molins 2010 eine sogenannte S-Kartei an. Solche Aktenverzeichnisse bekommen in Frankreich Verdächtige, die möglicherweise zu einer Gefahr für die Staatssicherheit werden könnten. Mostefaï soll häufig eine Moschee in Lucé südwestlich von Paris besucht haben. Zudem werden Informationen überprüft, nach denen er sich 2014 in Syrien aufgehalten haben soll. Mostefaï gehörte zu den Attentätern im Konzertsaal „Bataclan“. Ein Fingerabdruck des Daumens seiner Leiche offenbarte seine Identität.

Terror von Paris: Zwei Attentäter wollten ins Stadion

+++ Einem Bericht der französischen Sportzeitung „L'Équipe“ zufolge haben zwei Attentäter versucht, ins Stadion beim Fußball-Testspiel Frankreich gegen Deutschland zu gelangen. Beide sollen aber entgegen anderslautender Berichte keine Tickets für die Partie im gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schrieb das Blatt am Sonntag.

Um 21.05 Uhr am Freitagabend und damit etwa fünf Minuten nach Anpfiff soll dem Bericht zufolge einer der Attentäter im Sektor Ost, der andere im Sektor Nord vergeblich versucht haben, in den Stadionbereich zu kommen.

Das „Wall Street Journal“ hatte dagegen am Samstag berichtet, dass mindestens ein Attentäter der Terroranschläge in Paris ein Ticket für das Spiel gehabt haben sollte. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aber aufgehalten worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.

Nach den Anschlägen von Paris patrouillieren Polizisten in der Nähe des Eiffelturms. 

+++ Während der Terroranschläge von Paris sind rund 1200 französische Helfer am Freitagabend im Fußballstadion gewesen, die nach dem Germanwings-Absturz im März im Einsatz waren. „Besonders für sie war es natürlich eine besondere Tragik, dass sie hören mussten, das an diesem Abend wahrscheinlich mehr als 140, 150 Opfer von Terroranschlägen wurden“, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

Die Helfer waren als Dank und Anerkennung zu dem Freundschaftsspiel der deutschen und französischen Nationalmannschaft eingeladen worden. Wenige Stunden zuvor hatte Steinmeier bei einer Zeremonie in Paris Bürgermeister und Einsatzleiter mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

+++ Kurz vor dem G20-Gipfel in der Türkei sind die Sicherheitskräfte im Land Medienberichten zufolge gegen mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Bei einer Razzia in der südosttürkischen Stadt Gaziantep wurden bei der Explosion eines Sprengsatzes am Samstagabend vier Polizisten verletzt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, ein IS-Anhänger habe sich bei der Razzia in einer Wohnung selber in die Luft gesprengt.

Terror in Paris: Terrorkommando offenbar auf der Flucht

+++ Anadolu berichtete, bei Operationen in der Hauptstadt Ankara seien am Sonntag sieben IS-Verdächtige festgenommen worden. Bereits am Samstag hatten türkische Soldaten in der Provinz Gaziantep vier mutmaßliche IS-Kämpfer bei einem Schusswechsel getötet. Der G20-Gipfel beginnt am Sonntag in Belek bei Antalya, mehr als 600 Kilometer von dem Zwischenfall in Gaziantep entfernt. Der Gipfel wird überschattet von der Anschlagserie von Paris. Er wird sich auch mit Terrorismus befassen.

+++ Mindestens einem Terrorkommando scheint nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen zu sein. Französische Ermittler stellten am Sonntag ein weiteres Auto östlich von Paris sicher, wie der Sender Europe 1 berichtete. Der schwarze Seat soll nach Einschätzung der Ermittler von den Terroristen benutzt worden sein, die vor mehreren Cafés und Restaurants wahllos Menschen erschossen. Unklar blieb, ob der oder die Täter weiter auf der Flucht sind, oder bereits am Samstag in Belgien gefasst wurden.

Sechs Angehörige eines der Selbstmordattentäter aus dem Pariser Konzertsaal „Bataclan“ haben Ermittler in Polizeigewahrsam genommen. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV. Die Befragung von Angehörigen gehört in solchen Fällen zu den Ermittlungen.

+++ Offenbar war mindestens einer der Attentäter minderjährig, zwischen 15 und 18 Jahren. Das berichtet Focus.de unter Berufung auf den französischen Radiosender Europe 1.

Terror in Paris: "Frankreich ist im Krieg", schreibt "Le Monde"

+++ Die linksgerichtete Pariser Zeitung "Le Monde" schreibt zu der verheerenden Anschlagsserie in Paris: "Frankreich ist im Krieg. Im Krieg gegen einen totalitären Terrorismus, blind und furchtbar mörderisch. (...) Diese Tragödie zeigt, dass die Terroristen, die Frankreich ins Visier genommen haben, ihrem Handwerk des Todes keinerlei Grenze setzen. (...) Diese 'Partei der Reinen', um einen Begriff des großen Politologen Pierre Hassner aufzugreifen, greift zuallererst die Demokratien an. Sie bekämpft uns mehr für das, was wir sind, als für das, was wir tun oder lassen. Wir selbst zu bleiben ist notwendig, um Erfolg zu haben in dem Krieg, den es gegen den Fanatismus zu führen gilt."

+++ Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) haben am Sonntag ihr Gipfeltreffen in der Türkei mit bilateralen Beratungen begonnen. Als erstes stand ein Treffen des US-Präsidenten Barack Obama und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan auf dem Programm. Der Gipfel tagt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im Badeort Belek nahe Antalya an der türkischen Mittelmeerküste.

Wegen der blutigen Anschläge von Paris muss die Runde vor allem eine Strategie gegen den Terror des Islamischen Staates (IS) suchen. Auch der Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise stehen neben Wirtschaftsfragen und dem Klimaschutz auf der Tagesordnung.

Russlands Wladimir Putin wollte als erstes die Führer aus China, Indien, Brasilien und Südafrika treffen. Diese fünf Staaten bilden die sogenannte Brics-Gruppe. Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde gegen Mittag zum Beginn der vollständigen Gipfelrunde in Belek erwartet. Das Treffen dauert bis Montag. Gastgeber der G20 im kommenden Jahr ist China.

Terror in Paris: Angehörige eines Selbstmordattentäters festgenommen

+++ Französische Ermittler haben sechs Angehörige eines der Selbstmordattentäter aus dem Pariser Konzertsaal "Bataclan" in Polizeigewahrsam genommen. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV am Sonntag. Die Befragung von Angehörigen gehört in solchen Fällen zu den Ermittlungen.

Bereits am Samstag war bekanntgeworden, dass Vater und Bruder eines Selbstmordattentäters in Polizeigewahrsam kamen. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.

Der bei dem Anschlag gestorbene Franzose war anhand eines Fingerabdrucks identifiziert worden. Er war den Behörden nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen seiner Radikalisierung bekannt und mehrfach vorbestraft, allerdings nie im Zusammenhang mit Terror-Netzwerken.

+++ Doppeltes Glück im Unglück für einen Italiener: Er hat nicht nur den Anschlag auf die Pariser Konzerthalle Bataclan knapp überlebt, sondern vor über 30 Jahren bereits das Unglück im Heysel-Stadion in Brüssel.

Terror in Paris: Shitstorm gegen Markus Söder

+++ Für ein Posting bei Twitter hat Bayerns Finanzminister Markus Söder einen Shitstorm abbekommen. Er hatte geschrieben: "ParisAttacks ändert alles. Wir dürfen keine illegale und unkontrollierte Zuwanderung zulassen."

+++ In Bayern kommt am Sonntag das Kabinett zusammen: Horst Seehofer hat den Ausschuss einberufen, um über die aktuelle Sicherheitslage im Freistaat Bayern zu beraten.

+++ Zwei Tage nach den Terroranschlägen von Paris treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G20 am Sonntag (11.00 Uhr) in der Türkei. Die Gipfelteilnehmer werden unter anderem über den Syrien-Konflikt und eine gemeinsame Strategie gegen den Terrorismus beraten. Für Deutschland nimmt Kanzlerin Angela Merkel an dem Treffen der wichtigen Industrie- und Schwellenländer und der EU teil. François Hollande hat seine Teilnahme wegen der Anschläge abgesagt.

+++ Die Bundesregierung stockt die Geheimdienste nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" um insgesamt fast 500 Stellen auf. Der Bundesnachrichtendienst (BND) bekomme 225 zusätzliche Stellen, davon 125 für die Terrorismusbekämpfung. Das Bundesamt für Verfassungsschutz erhalte 250 neue Mitarbeiter, von denen 150 für die Bekämpfung des Rechtsextremismus eingestellt würden. Das habe das Vertrauensgremium, ein geheim tagender Ausschuss des Bundestags für die Haushalte der Geheimdienste, am vergangenen Donnerstag beschlossen, schreibt die Zeitung.

Terror in Paris: Anschläge waren minutiös koordinierte Kommandoaktion

Nach der verheerenden Anschlagsserie von Paris hat Frankreich dem islamischen Terrorismus offen den Krieg erklärt. Die Massaker mit 129 Toten und mehr als 350 Verletzten waren nach ersten Ermittlungen eine minutiös koordinierte Kommandoaktion von Anhängern der Miliz Islamischer Staat (IS). Erste Spuren weisen nach Belgien. Womöglich wollten die Attentäter ein noch größeres Blutbad anrichten. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ könnte ein Anschlag direkt im mit knapp 80.000 Fans besetzten Stadion versucht worden sein, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte.

Der französische Präsident François Hollande sprach von einem „Kriegsakt“ des IS und kündigte „angemessene Entscheidungen“ an. Premierminister Manuel Valls sagte am Samstagabend dem Sender TF1: „Ja, wir sind im Krieg.“ Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören. „Wir ergreifen daher außergewöhnliche Maßnahmen. Und diesen Krieg werden wir gewinnen“, schrieb Valls auf Twitter.

Im Internet war eine zunächst nicht verifizierbare Erklärung aufgetaucht, in der sich der IS zu den Anschlägen von Freitagabend bekennt. Darin hieß es: „Eine treue Gruppe der Armee des Kalifats (...) griff die Hauptstadt der Unzucht und Laster an.“ Frankreich wird außerdem angedroht: „Dieser Überfall ist nur der erste Tropfen Regen und eine Warnung.“ Der Pariser Staatsanwalt François Molins sagte, die Terroristen hätten bei ihren Taten Syrien und Irak erwähnt. In beiden Ländern beherrscht der IS große Gebiete. Frankreich fliegt Angriffe gegen Stellungen der Extremisten.

Terror in Paris: Acht Terroristen getötet

Bei den nahezu im Minutentakt aufeinanderfolgenden Anschlägen stimmten sich mehrere Terror-Teams ab. „Wahrscheinlich sind es drei koordinierte Teams von Terroristen, auf die diese Barbareien zurückgehen.“ Sieben Terroristen seien gestorben, sechs davon hätten sich in die Luft gesprengt. Der siebte wurde erschossen. Zunächst war von acht getöteten Angreifern die Rede gewesen. Sie benutzten Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow. Außerdem hätten sie die absolut gleiche Art von Sprengstoffwesten getragen, sagte Molins - „darauf ausgelegt, ein Maximum an Opfern zu erzeugen durch den eigenen Tod“.

Allein in der Konzerthalle „Bataclan“ richteten sie ein Massaker mit mindestens 80 Toten an. Vier Tote gab es in der Nähe des Stadions Stade de France. In dessen Nähe gab es demnach drei Explosionen.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ soll mindestens ein Täter ein Ticket für das Stadion gehabt haben. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung am Samstag (Online) unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Bei dem Mann sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Bei der Flucht habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht. Der Polizist vermute, dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik gewesen.

In Belgien wurde bei einer Razzia der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek mehrere Menschen festgenommen. Einer soll am Freitagabend in der französischen Hauptstadt gewesen sein. Details nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Pariser Behörden hätten in vier konkreten Fällen um Amtshilfe gebeten. Unter anderem sei es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten Mietwagen gegangen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle „Bataclan“ gefunden wurde.

Terror in Paris: Pass an Anschlagsort gehört offenbar Flüchtling

Der an einem der Anschlagsorte in Paris gefundene syrische Pass gehört nach Angaben eines griechischen Ministers einem Flüchtling. Der Mann sei am 3. Oktober über die griechische Insel Leros in die EU gekommen und registriert worden, sagt der Minister für Zivilschutz, Nikos Toskas, in Athen. Zuvor war aus französischen Polizeikreisen verlautet, der Pass sei in der Nähe der Leiche eines der Angreifer in der Konzerthalle Bataclan entdeckt worden. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler zusammen mit ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

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