News-Ticker zum Nachlesen

Nach Terror in Brüssel: Zwei Polizeieinsätze nahe EU-Viertel

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Ein Polizist steigt aus einem Auto vor dem Gerichtsgebäude in Brüssel.

Brüssel - Am zweiten Tag nach den Terroranschlägen in Brüssel laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Polizei sucht nach einem zweiten Metro-Attentäter. Die Ereignisse von Mittwoch bis Donnerstagmittag zum Nachlesen im Ticker.

  • Terror in Brüssel: Am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr ereigneten sich am Flughafen in Brüssel zwei schwere Explosionen, kurze Zeit später gab es eine weitere an einer U-Bahn-Station.
  • Mindestens 31 Menschen starben, etwa 270 wurden verletzt - lesen Sie hier, was wir ansonsten bislang über die Anschläge von Brüssel wissen und was nicht.
  • Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat sich zu den Anschlägen bekannt. Von den bislang vier Verdächtigen starben drei. Nach einem weiteren wird gesucht.
  • Wie das Auswärtige Amt bekannt gab, sind bei den Brüssel-Anschlägen auch mehrere Deutsche verletzt worden. 
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Alle weiteren Ereignisse lesen Sie in unserem Ticker vom Donnerstag.

 13.25 Uhr: Belgiens Innenminister Jan Jambon hat seinen Rücktritt angeboten. Das berichtete heute der Sender VTM, das Kabinett bestätigte das Gesuch der Nachrichtenagentur Belga. VTM zufolge hat Premier Charles Michel das Angebot aber abgelehnt. Warum Jambon seinen Rückzug anbot, wurde bislang nicht bekannt. Die belgische Regierung gerät nach den verheerenden Anschlägen von Brüssel unter Druck, nachdem bekanntwurde, dass die Türkei bereits im Juli 2015 vor einem der Attentäter warnte.

13.14 Uhr: Ungarns rechts-konservative Regierung will sich nach den Terroranschlägen neue Vollmachten zur Überwachung der Bürger geben. Geplant seien unter anderen das Abhören von Telefongesprächen, Lauschangriffe auf die Internet-Kommunikation und der Zugriff auf Bankkonten-Daten, erklärte Innenminister Sandor Pinter auf einer Pressekonferenz in Budapest. Die meisten der dazu nötigen Gesetzesänderungen sind jedoch an eine Zweidrittelmehrheit im Parlament gebunden. Die Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban verfügt über eine solche knapp nicht.

13.02 Uhr: Wir wollen nicht nur den Tätern, sondern auch den Opfern ein Gesicht geben. 31 Menschen wurden am Dienstag plötzlich und unvermittelt aus dem Leben gerissen. Was bleibt ist eine große Leere und der Schmerz der Hinterbliebenen.

12.46 Uhr:  Im Militär-Krankenhaus von Brüssel, in dem auch einige beim Anschlag verletzte Personen behandelt werden, gab es anscheinend ein Gas-Leck. Das Gebäude wird derzeit evakuiert.

12.35 Uhr: In der Nähe des Brüsseler EU-Viertels laufen zwei Polizeieinsätze. Die Beamten sperrten ein Gebiet in der Gemeinde Ixelles am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Einem Zeugen zufolge war dort am Morgen ein Mann überprüft und sein Wagen durchsucht worden. Die Polizei sei mit vielen Kräften vor Ort, meldete Belga. In geringer Entfernung lief zeitgleich ein weiterer Einsatz, die beiden Operationen sollten aber nicht in Verbindung stehen. Ob es einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom Dienstag gibt, war zunächst unklar.

12.05 Uhr: Wie weit sind die Anschläge von Brüssel wirklich von uns entfernt? Eine Terrorexpertin hat am Mittwoch bei Stern TV eine realistische Einschätzung abgegeben. Wie hoch die Terrorgefahr für Deutschland wirklich ist, lesen Sie bei unserem Partnerportal rosenheim24.de.

11.54 Uhr: Eine Frau aus Aachen, Jennifer, wird weiterhin vermisst. Nun hat sich ihr Onkel, Ex-Fußballprofi Claudio Scintu dazu geäußert. Er sei verzweifelt, sagt er in einem Bericht auf Merkur.de. Jennifer und ihr Mann waren am Dienstag am Brüsseler Flughafen und wollten ihre Hochzeitsreise antreten.

11.04 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag auf eine U-Bahn-Station in Brüssel fahnden die belgischen Behörden Polizeikreisen zufolge nach einem zweiten Verdächtigen. Ein Vertreter der Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, neben dem bereits identifizierten Attentäter Khalid El Bakraoui sei auf Überwachungsbildern ein zweiter Verdächtiger zu sehen, der eine große Tasche bei sich habe.

Den Angaben zufolge ist auf den Bildern zu sehen, wie der Attentäter mit dem Verdächtigen spricht. Er stieg demnach aber nicht mit ihm gemeinsam in den Wagen, in dem er sich dann in die Luft sprengte.

Keine Terrorgefahr bei Länderspiel in München

10.57 Uhr: Trotz der Terroranschläge von Brüssel sieht die Münchner Polizei vor dem Fußball-Länderspiel in der bayerischen Landeshauptstadt am Dienstag keine erhöhte Gefahr. „Es gibt keine Hinweise auf Terroranschläge oder ähnliches“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Schon vor den Bombenexplosionen in Belgien mit Toten und Verletzten habe für die Partie Deutschland gegen Italien (20.45 Uhr) in der Allianz Arena die höchste Sicherheitsstufe gegolten.

10.33 Uhr: Letzten Freitag wurde Salah Abdeslam, der in Verdacht steht an den Attentaten in Paris beteiligt gewesen zu sein, im berüchtigten Brüsseler Stadtviertel Molenbeek verhaftet. Nun fordert er seine Auslieferung an Frankreich.

09.40 Uhr: Angesichts der Terroranschläge von Brüssel ist die Osterbotschaft aus Sicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aktueller denn je. „Gerade Ostern ist ein großer Protest gegen den Tod“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag im Inforadio. „Wir glauben daran, dass am Ende das Leben siegt.“ Nach den schrecklichen Ereignissen in Belgien dürfe man nicht den Schluss ziehen, die Welt gleite in ein dunkles Nichts ab. Zorn und Rache dürften nach den Anschlägen nicht im Mittelpunkt stehen. Bedford-Strohm warb für einen verstärkten interreligiösen Dialog.

09.00 Uhr: Der CDU-Innenexperte Armin Schuster hat Belgiens Bewertung von Terrorhinweisen aus der Türkei kritisiert. In Deutschland seien die Hinweise anders eingeschätzt worden als von belgischen Behörden, sagte Schuster am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Türkei hatte nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Juli 2015 vor einem der Brüsseler Attentäter gewarnt.

Bericht: Zweiter Attentäter half bei Metro-Anschlag

08.06 Uhr: Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro war nach Informationen des belgischen Senders RTBF nicht alleine unterwegs. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk am Donnerstagmorgen. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht ist.

07.47 Uhr:Zwei Tage nach den Anschlägen in Brüssel suchen die Behörden unter Hochdruck nach einem vierten Verdächtigen. Die Identität des Mannes, der auf dem Bild einer Überwachungskamera eine weiße Jacke und einen Hut trägt, ist noch unklar. Bis Mittwochabend identifizierten die Behörden drei von vier Angreifern, die in Verbindung zu den Attentätern von Paris gestanden haben sollen.

06.32 Uhr: Haben die Behörden in Belgien frühzeitige Warnhinweise auf die Terroristen von Brüssel in den Wind geschlagen? Die zuständigen Stellen müssen sich immer mehr Fragen gefallen lassen.

06.30 Uhr: Bundesjustizminister Maashat davor gewarnt, einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingskrise und der Terrorbedrohung herzustellen. Die meisten Attentäter der vergangenen Monaten seien in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Um Terrorismus im Keim zu ersticken, müsse das Entstehen von Parallelgesellschaften verhindert werden, forderte der Minister.

06.21 Uhr: US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat angesichts der Terroranschläge in Brüssel von den Europäern größere Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefordert. Carter sagte am Mittwoch dem US-Nachrichtensender CNN, die Ereignisse zeigten den Europäern, dass sie ihre Anstrengungen verstärken müssten, wie es die USA bereits in Syrien, im Irak und anderswo getan hätten. Er ermunterte die Europäer zudem, die USA stärker zu unterstützen.

Der Kampf gegen den IS gehe über den Nahen Osten, Syrien und den Irak hinaus. Dessen seien sich die Europäer bewusst, meinte Carter. Es sei nicht damit getan, die Terrormiliz im Irak und Syrien zu besiegen. Die Anschläge in Brüssel bewiesen, dass der IS Sympathisanten habe, die Belgier oder Franzosen seien und dort lebten. Deshalb sei ein wichtiger Teil des Kampfes gegen den IS, die innere Sicherheit sowie die Geheimdienst- und Polizeiarbeit.

Alle drei Selbstmordattentäter identifiziert

22.29 Uhr: Am Ende von Tag 1 nach den Terroranschlägen in Brüssel steht fest: Alle drei Selbstmordattentäter sind identifiziert. Alle sind in Belgien geboren und hatten Verbindungen zu den islamistischen Drahtziehern der Anschläge von Paris. Es handelt sich um die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui und Medienberichten zufolge um den 24-jährigen Najim Laachraoui. Noch gefahndet wird nach einem Komplizen, der vom Flughafen geflüchtet sein soll.

22.22 Uhr: Mitarbeiter und Anwohner des Brüsseler Flughafens haben sich am Abend zu einem Schweigemarsch versammelt. An dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligten sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte Menschen. Etliche trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

Das One World Center in den Farben der französischen Flagge.

21.44 Uhr: Panne bei einer Solidaritätsaktion für die Terroropfer von Brüssel in New York: In der Nacht zum Mittwoch erstrahlte die Antenne des One World Trade Centers in den Farben der französischen Trikolore Blau-Weiß-Rot. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben Schwarz-Gelb-Rot verwechselt. Das Empire State Building blieb in der Nacht zum Mittwoch komplett dunkel - aus „Sympathie zu den verlorenen Leben in Brüssel“, wie das Management des Gebäudes auf Twitter mitteilte.

21.33 Uhr: Obama bleibt bei seiner harten Linie imKampf gegen den Terror. Es gebe für ihn nichts wichtigeres, als sie „zu jagen und zu besiegen“, sagte er mit Blick auf die Anhänger des sogenannten Islamischen Staates.

21.23 Uhr: Parkplätze blockiert: Rund 6000 Autos standen am Mittwoch noch auf Parkplätzen, die sich in abgesperrten Bereichen befanden, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Abend unter Berufung auf den Parkplatzbetreiber Interparking berichtete. Der Flughafen von Brüssel soll noch bis Freitag weitgehend geschlossen bleiben. Ein eingeschränkter Betrieb für Frachtflüge und bestimmte Privatflüge sollte schon am Mittwochabend wieder beginnen. 

21.14 Uhr: Federica Mogherini, EU-Außenbeauftragte, fordert verstärkte Anstrengungen, um den Krieg in Syrien zu beenden. Die Bedrohung Europas habe klar mit der Ausbreitung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien zu tun, sagte sie am Mittwochabend vor Reportern in Genf. Wenn Europa der Terrorgefahr effektiv begegnen wolle, müsse es mehr für die Beendigung des Krieges und dafür tun, dass alle Kräfte auf den Kampf gegen den IS konzentriert werden. Dafür sei es wichtig, bei den Genfer Syrien-Gesprächen Einigung über einen politischen Übergangsprozess zu erzielen.

20.51 Uhr: Nach Angaben des US-Außenministeriums ist ein Dutzend Amerikaner verletzt worden. Weitere würden vermisst, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Washington. Man wisse nicht, ob Amerikaner unter den Toten seien, da die belgischen Behörden die Nationalitäten bislang nicht veröffentlicht hätten. Zu den Verletzten zählen unter anderem ein US-Luftwaffensoldat mit seiner Familie sowie vier mormonische Missionare.

Ausgelieferter Attentäter: Belgien weist Vorwurf zurück

20.32 Uhr: Der belgische Justizminister Koen Geens hat den Vorwurf der Türkei zurückgewiesen, den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig auf freiem Fuß gelassen zu haben. Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er lediglich als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen, sagte Geens am Mittwochabend dem Sender VRT. Seinem Wissen nach sei El Bakraoui auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden, ergänzte Geens. El Bakraoui habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen. Das niederländische Justizministerium teilte am Abend mit, der Vorgang werde geprüft.

20.26 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen globalen Kampf gegen den Terrorismus gefordert. „Die ganze Welt hat mit dem Ansturm des Terrors zu kämpfen, und wir müssen zusammenarbeiten, um ihn zu besiegen“, sagte Netanjahu am Mittwoch in Jerusalem. Das israelische Volk erfahre seit Jahren am eigenen Leib, was solche Anschläge bedeuteten. „Ich habe Belgien jede Hilfe bei der Terrorbekämpfung angeboten.“ Wurzel des Terrors seien nicht Entbehrung, Frustration oder Besatzung, sondern Hoffnung, meinte Netanjahu: „Die Hoffnung, dass IS ein islamisches Kalifat in Europa errichten kann.“

20.10 Uhr: Belgien will am Donnerstag um 14.30 Uhr mit einer landesweiten Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge gedenken. Das kündigte die Regierung am Mittwoch an, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Am Mittwochmittag hatte es bereits eine Schweigeminute in der Hauptstadt Brüssel gegeben, bei der unter anderem das Königspaar teilnahm. Die in Belgien anerkannten christlichen Kirchen wollen am Ostermontag mit Gebeten an die Opfer erinnern.

18.57 Uhr: Der gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten tot. Er soll sich im Flughafen in Brüssel in die Luft gesprengt haben.

18.52 Uhr: „Einer der Angreifer von Brüssel ist die Person, die wir im Juni 2015 in Gaziantep festgenommen und ausgewiesen haben“, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Die belgischen Behörden seien am 14. Juli 2015 darüber informiert worden.

18.28 Uhr: Kondolenz-Besuch: Der amerikanische Außenminister John Kerry reist am Freitag nach Brüssel, um den Opfern der Terroranschläge sein Mitgefühl auszudrücken. Das kündigte sein Sprecher John Kirby am Mittwoch auf Twitter an. Geplant seien Treffen mit Vertretern der belgischen Regierung sowie der EU-Kommission. Kerry hält sich derzeit zu einem Besuch in Moskau auf.

Türkei warnte vor Attentätern

17.41 Uhr: Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus der Türkei ausgewiesen worden. Die belgischen Behörden hätten den Mann nach der Ausweisung im Juli aber trotz der Warnungen der Türkei freigelassen, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara.

17.32 Uhr: Betroffenheit in Europas Königshäusern. Nach den Anschlägen in Brüssel kondolierten Europas Monarchen den Angehörigen der Opfer. Die Queen äußerte sich via Twitter. Auch die holländischen, spanischen, norwegischen, dänischen und schwedischen Royals bekundeten ihr Beileid.

17.14 Uhr: Bei den Bombenanschlägen von Brüssel sind nach Angaben des US-Außenministeriums rund ein Dutzend US-Staatsbürger verletzt worden. "Wir prüfen noch immer die Folgen der gestrigen Terrorattacken in Brüssel", erklärte der stellvertretende Außenamtssprecher Mark Toner am Mittwoch in Washington. Bislang gebe es aber keine Hinweise, dass sich auch unter den Todesopfern US-Bürger befänden.

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

17.07 Uhr: Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat nach den Attentaten in Brüssel für eine bessere Kooperation der Geheimdienste plädiert. Innerhalb der nächsten Wochen müsse eine Plattform für den Austausch aller Informationen von Geheimdiensten entstehen: „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagte Mikl-Leitner am Mittwoch. Bisher würde die Zusammenarbeit noch nicht klappen. Viele Länder seien bei der Übermittlung wichtiger Daten säumig.

16.42 Uhr: Zu den Bomben-Anschlägen in Brüssel wird es am Donnerstag ein Sondertreffen der für Innere Sicherheit zuständigen EU-Minister geben. Wie die niederländische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte, soll es um 16.00 Uhr im EU-Ratsgebäude in Brüssel beginnen. Nach früheren Angaben niederländischen Justizminister Ard van der Steur hat Belgien um das Treffen gebeten. Ein ähnliches Sondertreffen hatte es nach den Anschlägen von Paris im vergangenen November gegeben.

Terror in Brüssel: Bundesanwaltschaft ermittelt

16.27 Uhr: Weil bei den Terroranschlägen auch Deutsche verletzt wurden, will nun die Bundesanwaltschaft ermitteln. „Wir leiten ein Ermittlungsverfahren ein“, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Mittwoch. Die Zuständigkeit der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde ergebe sich immer dann, wenn Deutsche unter Terroropfern sind. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

16.14 Uhr: Offenbar ist unter den Opfern der Bomben-Anschläge in Brüssel eine Frau aus Aachen. Ihr Ehemann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, so die Aachener Polizei. Der Verbleib der Frau ist nicht geklärt. Möglicherweise ist die Aachenerin aber unter den Opfern, die noch nicht identifiziert sind.

16 Uhr: Starke Geste der Sängerin Adele. Auf ihrem Konzert am Dienstag in London gedachte die Britin der Terror-Opfer aus Brüssel mit einem ganz speziellen Song.  

15.50 Uhr: Nach den Terroranschlägen in Belgien hat das belgische Königspaar den internationalen Flughafen von Brüssel besucht. König Philippe und Königin Mathilde trafen an dem Anschlagsort Helfer, wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch berichtete.

Zuvor hatte das Königspaar unter anderem an einer Schweigeminute im Gebäude der EU-Kommission in Brüssel mit Belgiens Premier Charles Michel und Frankreichs Premierminister Manuel Valls teilgenommen. Zudem besuchte das Königspaar ein Krankenhaus.

Karte: Hier geschahen die Bomben-Anschläge in Brüssel 

14.33 Uhr: Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind nach offiziellen Angaben auch drei Mitarbeiter der EU-Kommission verletzt worden. Das sagte EU-Kommissarin Kristalina Georgieva am Mittwoch in Brüssel. „Unsere Gedanken sind mit den Opfern der Anschläge und ihren Freunden und Familien.“ Wegen den Anschlägen auf die Metrostation Maelbeek sei auch ein Kommissionsgebäude in der unmittelbaren Nähe noch geschlossen, sagte Georgieva. Es werde geprüft, ob die Bausubstanz des Gebäudes nachhaltig beschädigt sei. Die EU-Kommission stellte ihren Mitarbeitern frei, am Mittwoch von zu Hause zu arbeiten.

14.07 Uhr: Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden. Das Auswärtige Amt schloss am Mittwoch auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen.

13.55 Uhr: Queen Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip haben sich „tief schockiert und betrübt“ über die Terroranschläge in Brüssel geäußert. Via Twitter drückten sie am Mittwoch den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Die Anschläge, bei denen am Dienstag über 30 Menschen ums Leben kamen, bezeichnete das Königspaar als eine „schreckliche Serie von Ereignissen“.  

13.40 Uhr: Weitere Details von der Pressekonferenz des Staatsanwalts: Ermittler haben einen Computer mit dem Testament des mutmaßlichen Flughafen-Attentäters Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden. In Schaerbeek hatte es am Dienstagabend Razzien nach den Anschlägen gegeben.

Selbstmordattentäter der Brüsseler U-Bahn identifiziert

13.30 Uhr: Die belgischen Ermittler haben den Selbstmordattentäter der Brüsseler U-Bahn identifiziert. Es handele sich um Khalid El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frederic van Leeuw am Mittwoch. Sein Bruder Ibrahim sei einer der mutmaßlichen Selbstmordattentäter am Flughafen. Ein dritter, der mutmaßliche Attentäter Najim Laachraoui ist weiterhin auf der Flucht.

13.05 Uhr: Bulgarien hat nach den Terroranschlägen von Brüssel umfassende Kontrollen an seinen Grenzen eingeführt. Als besonders wichtig gelten die verschärften Kontrollen an den EU-Außengrenzen wie etwa am größten Grenzübergang zur Türkei bei Kapitan Andreewo. An diesem „Tor nach Europa“ werden jetzt die Ausweise aller Einreisenden - auch von EU-Bürgern - überprüft. Auch alle Fahrzeuge würden kontrolliert, berichtete der Fernsehsender bTV.

12.58 Uhr: Das für Dienstag vorgesehene Länderspiel zwischen Belgien und Portugal ist nach den Anschlägen von Brüssel abgesagt worden. Das Match sollte König-Baudouin-Stadion stattfinden. Die Stadt habe aber aus Sicherheitsgründen und als Vorsichtsmaßnahme um die Absage gebeten, so der belgische Fußball-Verband.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)

12.56 Uhr: Als Reaktion auf die Anschläge von Brüssel fordert die Bundesregierung einen besseren Datenaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden aller EU-Länder. "Wenn wir uns effektiv schützen wollen, brauchen wir eine gute Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Europa", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Vorhandene Informationen, die helfen, konkrete Anschläge zu verhindern, müssen alle Länder untereinander austauschen."

12.45 Uhr: Mehr als Tausend Flugpassagiere mussten nach den Anschlägen in Brüssel die Nacht in Behelfsunterkünften verbringen. Etwa 1500 Transitpassagiere seien unter anderem in einer Sporthalle in dem Ort Haasrode sowie einer Turnhalle in Zaventem nahe des Flughafens untergekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

12.34 Uhr: Terror-Experte Bruno Schirra sorgte bei "Hart aber Fair" vor einem Millionenpublikum für einen Aufreger: Ein IS-Mann habe ihm "frohe Ostern" gewüscht.

Menschen in Brüssel während der Schweigeminute.

12.30 Uhr: Mit einer Schweigeminute haben die Menschen in Brüssel am Mittwoch der Opfer der Terroranschläge gedacht. Auch der belgische Premierminister Charles Michel sowie König Philippe und Königin Mathilde kamen zur stummen Trauer im Gebäude der EU-Kommission zusammen. Außenminister Didier Reynders, Innenminister Jan Jambon und Frankreichs Premierminister Manuel Valls waren ebenfalls vertreten. Bei den Attentaten auf die Metro und den internationalen Flughafen von Brüssel waren am Dienstag nach offiziellen Angaben mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen und fast 260 verletzt worden.

Polizei dementiert Festnahme von Najim Laachraoui

12.24 Uhr: Belgische Medien haben Informationen über die Festnahme eines Hauptverdächtigen der Brüsseler Anschläge zurückgezogen. Mehrere Zeitungen und Rundfunksender erklärten, die von ihnen verbreitete Information, dass im Brüsseler Viertel Anderlecht Najim Laachraoui gefasst worden sei, werde nun von der Polizei dementiert.

12.20 Uhr: Der Brüsseler Flughafen Zaventem bleibt nach den Anschlägen auch am Donnerstag für den Passagierverkehr geschlossen. Dies teilte der Direktor der Betreibergesellschaft, Arnaud Feist, am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Es wird demnach am Donnerstag keinerlei Passagierflüge von und nach Brüssel geben. Reisende wurden gebeten, ihre Fluglinien zu kontaktieren. 

12.11 Uhr: "Europa in das Herz getroffen": So reagierten arabische Medienauf die Terroranschläge von Brüssel. Eine etwas andere Reaktion auf die Anschläge twitterte AfD-Frau Beatrix von Storch aus Brüssel - und sorgte damit im Internet für einen Shitstorm.

12.08 Uhr: Auf dem veröffentlichten Foto tragen zwei mutmaßliche Attentäter von Brüssel im Flughafengebäude Handschuhe. Über den Grund dafür wird spekuliert.

12.01 Uhr: Die Toten und Verletzten der Brüsseler Anschläge kommen aus etwa vierzig Ländern. Das meldete die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch unter Berufung auf den belgischen Außenminister Didier Reynders. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Maggie De Block sind „ungefähr 31“ Menschen getötet und fast 260 Personen verletzt worden. Die Zahl könnte allerdings noch steigen.

11.56 Uhr: Er hatte wieder unglaubliches Glück. Bei den Anschlägen in Brüssel wurde der US-Amerikaner Mason Wells leicht verletzt. Auch die in Boston und Paris erlebte der Teenager hautnah mit.  

11.50 Uhr: Papst Franziskus hat die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, die Anschläge von Brüssel auf das Schärfste zu verurteilen. „Ich richte erneut einen Appell an alle Menschen guten Willens, diese grausamen Abscheulichkeiten, die nur Tod, Terror und Entsetzen erzeugen, einstimmig zu verurteilen“, sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Er bat die Gläubigen dafür zu beten, dass „diese von einem grausamen Fundamentalismus geblendeten Leute“ sich bekehren. Sein Herz sei schwer, erklärte Franziskus.

Terror in Brüssel: Medien vermelden Festnahme

11.37 Uhr: Mittlerweile vermelden mehrere belgische Medien die Festnahme von Najim Laachraoui - die Zeitung „La Dernière Heure“ und der Senders BelRTL. Andere Medien meldeten lediglich eine Festnahme, ohne einen Namen zu nennen. Eine Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft ist am Mittwoch um 13 Uhr geplant.

11.05 Uhr: Najim Laachraoui, einer der mutmaßlichen Attentäter von Brüssel, soll nach einem Zeitungsbericht von der Polizei gefasst worden sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür aber noch nicht.

10.59 Uhr: Die Metrostation Maelbeek, einer der Schauplätze der Brüsseler Anschläge, soll noch wochenlang geschlossen bleiben. Das sagte der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur am Mittwoch.

10.56 Uhr: Die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui sollen nach belgischen Medienangaben sowohl den Anschlag am Brüsseler Flughafen als auch das U-Bahn-Attentat verübt haben. Die belgischen Sender RTBF und VRT meldeten am Mittwoch, nur einer der Brüder sei auf den Bildern einer Überwachungskamera am Flughafen identifiziert worden. Der andere soll kurze Zeit später eine Bombe in einem U-Bahnzug an der Station Maelbeek gezündet haben. Zunächst hatte RTBF unter Berufung auf Polizeiquellen gemeldet, zwei der drei Terrorverdächtigen auf den Bildern vom Flughafen seien als die beiden Brüsseler Brüder identifiziert worden. Sie hätten sich demnach beide als Selbstmordattentäter am Flughafen in die Luft gesprengt. Einer der drei gefilmten Männer ist noch auf der Flucht.

10.52 Uhr: Der Basketball-Profi Sébastien Bellin ist eines der schwer verletzten Terror-Opfer von Brüssel. Ein Foto zeigt ihn blutend am Flughafen der belgischen Hauptstadt. 

10.49 Uhr: Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich gegenüber unserer Redaktion zur Terrorgefahr in Bayern geäußert. Lesen Sie hier das Interview...

Nato-Staaten verurteilen Anschläge von Brüssel

10.40 Uhr: Die Nato-Staaten haben die tödlichen Terroranschläge von Brüssel verurteilt und den Betroffenen ihr Beileid ausgesprochen. Die belgische Hauptstadt sei nicht nur Sitz des Hauptquartiers des Militärbündnisses, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. „Es ist auch das Symbol eines unversehrten, freien und friedlichen Europa.“ Die Bündnisstaaten unterstrichen ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus, den sie „als offene Gesellschaften und Demokratien“ führen wollten. „Wir sind solidarisch mit Belgien.“

10.17 Uhr: Einen Tag nach dem Bomben-Terror hat Belgiens Fußball-Nationalmannschaft das Training auch am Mittwoch abgesagt. Das teilte der Verband mit. Demnach solle zeitnah entschieden werden, wie es in den kommenden Tagen weiter geht. Am kommenden Dienstag ist ein Testspiel der Belgier in Brüssel gegen Portugal geplant. Bereits am Dienstag, dem Tag der Anschläge, war das geplante Training abgesagt worden. „Der Fußball ist heute nicht wichtig“, hieß es bei Twitter von dem Team. Die Gedanken seien bei den Opfern.

Nach den Brüssel-Anschlägen: Sorge um Sicherheit bei der EM

10.10 Uhr: Nach den Terror-Anschlägen von Brüssel hat Frankreich noch einmal bekräftigt, alles für eine sichere Fußball-Europameisterschaft zu tun. „Was dort passiert ist, erinnert uns auf tragische Weise daran, wie groß die Bedrohung für Frankreich und seine europäischen Partner ist“, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve. Während des Turniers vom 10. Juni bis 10. Juli werde eine „sehr hohe Sicherheitsstufe“ herrschen, um eine „kollektive Sicherheit“ zu gewährleisten.

9.55 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt malt ein düsteres Bild und rechnet mit "langer Terrorperiode" in Europa. "London, Madrid, Paris, jetzt Brüssel. Auch deutsche Städte werden davon auf Dauer nicht verschont bleiben. Bisher haben wir Glück gehabt", sagte Wendt der "Passauer Neue Presse". Wendt forderte angesichts der Bedrohung, die Kooperation in der EU zu verbessern.

9.45 Uhr: Brüssel steht am Tag eins nach den Anschlägen weiter Schock: Zwar nahmen die meisten öffentlichen Verkehrsmittel am Mittwochmorgen den Betrieb auf - auf Teilabschnitten auch die U-Bahn-Linie, auf die am Dienstag ein Anschlag verübt wurde. An den Eingängen kontrollierten Polizisten und Soldaten aber jede Tasche. Der Flughafen bleibt weiter geschlossen. Für den Mittag kündigten die Behörden in Brüssel eine Schweigeminute an. Die Regierung hatte am Dienstag bereits Staatstrauer bis zum Donnerstag ausgerufen, landesweit wehten die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf Halbmast.

Terror in Brüssel: Internationale Zugverkehr läuft an

9.32 Uhr:  Einen Tag nach den Terror-Anschlägen in Brüssel ist der Zugverkehr aus den Niederlanden nach Belgien wieder aufgenommen worden. Der erste internationale Zug, der Thalys, fuhr um 7 Uhr aus Amsterdam ab, so ein Sprecher der niederländischen Bahn am Mittwoch. Alle weiteren internationalen Züge fahren planmäßig. Sie halten allerdings nicht am Brüsseler Flughafen Zaventem. Auf den niederländischen Bahnhöfen, an denen die internationalen Züge halten, wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Schwerbewaffnete Polizei ist dort eingesetzt.

Auch am Tag nach den Terroranschlägen von Brüssel kehrt noch keine Ruhe ein: Am Morgen ist der Flughafen im südfranzösischen Toulouse geräumt worden. Grund dafür war ein verdächtige Gegenstand. Zwei der Attentäter sind außerdem bereits identifiziert worden, nach dem dritten, der den Anschlag überlebt hat, wird noch gefahndet. Seine Bombe zündete nach ersten Angaben offenbar nicht.

In unserem Ticker vom Dienstag können Sie nachlesen, was sich bei den Terroranschlägen in Brüssel ereignet hat.

Bilder: Tag 2 nach den Anschlägen in Brüssel

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