Spannungen

Südkorea: Nordkorea feuert Rakete von U-Boot aus ab

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un.

Seoul - Nordkorea setzt ungeachtet von UN-Resolutionen seine Raketentests fort. Doch scheinen die jüngsten Tests von ballistischen Raketen mehr oder weniger Fehlschläge gewesen zu sein.

Unter erneuter Missachtung von UN-Resolutionen haben Nordkoreas Streitkräfte nach Angaben Südkoreas offensichtlich eine weitere U-Boot-Rakete testen wollen. Man gehe davon aus, dass Nordkorea am Samstagabend (Ortszeit) im Japanischen Meer (Ostmeer) eine ballistische Rakete von einem U-Boot aus abgefeuert habe, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Militärs vermuteten allerdings, dass die Rakete nur 30 Kilometer weit geflogen sei. Eine U-Boot-gestützte ballistische Rakete (SLBM) habe aber eine Mindestreichweite von 300 Kilometern.

Den Angaben zufolge war Nordkorea zuletzt im vergangenen Dezember mit dem Versuch, eine U-Boot-Rakete zu testen, gescheitert.

Zunehmende Spannungen in der Region

In der vergangenen Woche hatte Südkoreas Generalstab mitgeteilt, dass dem Nachbarland auch der Start einer Mittelstreckenrakete von einer mobilen Abschussrampe an der Ostküste aus misslungen sei. Es soll sich dabei um eine Musudan-Rakete mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern gehandelt haben. Der UN-Sicherheitsrat hatte diesen offensichtlich misslungenen Raketentest verurteilt. Laut UN-Resolutionen darf Nordkorea keine ballistische Raketentechnik testen.

Die jüngsten Raketentests erfolgte inmitten zunehmender Spannungen in der Region. Als Antwort auf einen neuen nordkoreanischen Atomtest im Januar - dem vierten des Landes - und dem umstrittenen Start einer Weltraumrakete im Februar hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang verschärft. Nordkorea hatte angesichts der neuen Sanktionen und eines Großmanövers der USA mit Südkorea mehrfach mit einem atomaren Angriff gedroht.

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