Nach "Spiegel"-Artikel

Rücktrittsgerüchte: Merkel reagiert 

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Nicht zum ersten Mal gibt es Gerüchte um Angela Merkels angebliche Pläne für einen Rücktritt.

Berlin - Angela Merkel will offenbar noch in dieser Wahlperiode von sich aus aus dem Amt scheiden - das hatte zumindest der "Spiegel" berichtet. Jetzt reagierte die Bundeskanzlerin auf den Artikel.

Das Magazin hatte geschrieben, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei nach Einschätzung mehrerer Kabinettsmitglieder und hochrangiger Unionspolitiker entschlossen, als erste deutsche Regierungschefin seit 1949 freiwllig zurückzutreten und nicht auf eine Wahlniederlage oder parteiinterne Ablösung zu warten. „Das reizt sie wirklich sehr“, zitiert das Magazin stellvertretend ein Mitglied von Merkels Regierungsmannschaft. Als aussichtsreichste Kandidatin auf die Nachfolge gelte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz nannte den Bericht am Montag in Berlin jedoch substanzlos.  „Die Bundeskanzlerin ist für vier Jahre gewählt. Sie regiert. Es gibt keinerlei Anlass, keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es eine solche Entwicklung gibt“, sagte Wirtz. „Die Bundeskanzlerin gedenkt weiter zu regieren.“

Eine gleichlautende Spekulation hatte es bereits 2013 gegeben. Auch diese war von Merkel und ihren Sprechern dementiert worden. Merkel selbst hatte am Wochenende dem ZDF gesagt: „Es gibt den Wunsch, diese Legislaturperiode als Bundeskanzlerin ordentlich zu arbeiten, und dann sehen wir weiter.“ Das gelte „selbstverständlich“ für die ganze Wahlperiode.

Kanzlerin - und dann?

Die Kanzlerin, die am Donnerstag ihren 60. Geburtstag feiert, lässt sich über ihre mittelfristigen Pläne jedenfalls nicht in die Karten schauen. „Es gibt den Wunsch, diese Legislaturperiode als Bundeskanzlerin ordentlich zu arbeiten, und dann sehen wir weiter“, sagte sie am Samstag im ZDF. Ob die Kanzlerin nach einem Ende ihrer Amtszeit ein internationales Amt anstrebt, gilt dem "Spiegel"-Bericht zufolge in Merkels Umfeld als offen. Als mögliche Posten werden der des UN-Generalsekretärs und der des EU-Ratspräsidenten genannt. Im ZDF sagte Merkel auf die Frage, ob sie 2018 UN-Generalsekretärin sein werde: „Das wird mit Sicherheit nicht passieren.“

dpa

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