Terror-Sympathisanten

Sieben australische IS-Terroristen an Ausreise gehindert

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Der australische Regierungschef Tony Abbott hat am Donnerstag die Verhaftung bekannt gegeben.

Sydney - Sieben australische Anhänger von Terrororganisationen im Nahen Osten sind an der Ausreise gehindert worden. Sie konnten am Flughafen gestoppt werden.

Australische Behörden haben sieben Anhänger von Terrororganisationen im Nahen Osten an der Ausreise gehindert. Die jungen Männer standen im Verdacht, sich Extremisten wie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschließen zu wollen, wie Regierungschef Tony Abbott am Donnerstag mitteilte. „Wir haben sie am Flughafen gestoppt“, sagte er. Einzelheiten nannte Abbott nicht.

Nach Informationen der Zeitung „Daily Telegraph“ waren fünf Männer am 12. August in Sydney aus einem Flugzeug geholt worden. Beamte an der Passkontrolle seien misstrauisch gewesen. Die Männer hätten unter anderem große Mengen Bargeld bei sich gehabt. Gegen sie werde wegen möglicher Terrorunterstützung ermittelt.

Die Regierung schätzt, dass mehr als 150 Australier nach Syrien und in den Irak gereist sind, um mit der IS-Miliz zu kämpfen. Mindestens 20 sollen ums Leben gekommen und weitere 20 zurückgekehrt sein. Die Behörden haben die Pässe von 60 Einwohnern für ungültig erklärt, um sie an der Ausreise zu hindern.

In den vergangenen zwölf Monaten sind 14 Terrorverdächtige angeklagt worden. Einige sollen Anschläge auf australischem Boden geplant haben. Rund ein Dutzend Australier sind bereits wegen Unterstützung von Terrorismus verurteilt worden und im Gefängnis.

dpa

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