Nach Putsch: Burkina Faso auf dem Weg zurück zu Demokratie

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Rückkehr zur Demokratie? Nur wenige Tage nach einem Militärputsch scheint Burkina Faso zurück zur Demokratie zu gelangen. Foto: Ahmed Yempabou

In Burkina Faso gibt es Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zur Demokratie. Die Putschisten konnten zentrale Forderungen durchsetzen. Auch soll ihnen Straffreiheit gewährt werden.

Ouagadougou (dpa) - Nur wenige Tage nach einem Militärputsch bahnt sich im westafrikanischen Burkina Faso dank internationaler Vermittlung eine Rückkehr zur Demokratie an. 

Die Vermittler um den senegalesischen Präsidenten Macky Sall und seinen Amtskollegen aus Benin, Thomas Boni Yayi, präsentierten am Sonntag eine entsprechendes Verhandlungsergebnis.

Dies sieht unter anderem eine Amnestie für die Putschisten vor. Zudem sollen bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl nun auch bislang nicht zugelassene Kandidaten antreten dürfen, die dem früheren Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré nahestehen. Dies war eine der zentralen Forderungen der Putschisten der Präsidentengarde um Brigadegeneral Gilbert Diendéré. Sie gelten als loyal zu Compaoré. Das Verhandlungsergebnis wurde jedoch nicht unterschrieben, daher war es zunächst nicht sicher, ob alle Parteien die Übereinkunft akzeptieren würden. 

Die Putschisten hatten am Mittwoch Übergangspräsident Michel Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgenommen. Ursprünglich sollte am 11. Oktober ein neuer Präsident gewählt werden. Damit sollte nach dem Sturz von Compaoré im vergangenen Jahr der Übergang zur Demokratie gefestigt werden. Er musste nach 27 Jahren an der Macht nach Massenprotesten ins Ausland fliehen. 

Vor dem Hotel Laico, in dem die Gespräche geführt wurden, hatten Oppositionsgruppen hatten zu einer großen Protestkundgebung aufgerufen. Die Präsidentengarde sperrte jedoch den Platz großräumig ab und schlug die Demonstranten in die Flucht. Das Hotel schien damit von der Präsidentengarde eingekesselt. 

In dem Hotel kam es nach Berichten auch zu Ausschreitungen zwischen Anhängern der gegnerischen Lager. Die US-Botschaft in Ouagadougo dementierte Berichte, wonach Botschafter Tulinabo S. Mushingi dabei verletzt worden sei.

Die Afrikanische Union (AU) hatte am Freitagabend beschlossen, die Mitgliedschaft Burkina Fasos auszusetzen. Den Putschisten wurden Sanktionen angedroht, falls nicht alle festgenommenen Regierungsmitglieder unverzüglich freigelassen werden.  

Twitter-Feed der US-Botschaft in Ouagadougou

Twitter-Feed des senegalesischen Präsidenten

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