Zschäpe mit neuem Verteidiger

NSU-Prozess: Ein Komplize besorgte Uwe Böhnhardt falschen Pass

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Die Angeklagte Beate Zschäpe kommt in den Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München. Foto: Andreas Gebert

München - Der NSU-Prozess geht weiter. Der neue Verteidiger von Beate Zschäpe ist erstmals bei der Beweisaufnahme dabei. Derweil gibt es neue Infos zur Arbeit des NSU-Trios.

Der neue Verteidiger von Beate Zschäpe, Mathias Grasel, hat am Dienstag erstmals an der Beweisaufnahme im NSU-Prozess teilgenommen. Mit ihren drei bisherigen Anwälten, die sie weiter mitverteidigen, wechselte Zschäpe wie bei den vorangegangenen Sitzungen kein Wort. Ihren Platz nahm sie diesmal zwischen Grasel und einem Verteidiger des wegen Beihilfe mitangeklagten André E.

Beweisthema war zunächst ein Pass, den ein weiterer Mitangeklagter, Holger G., mutmaßlich für Uwe Böhnhardt beantragt hatte, einen der beiden Gesinnungsgenossen Zschäpes im NSU-Trio. Ein Ermittler des Bundeskriminalamtes sagte, nach seinem Wissen habe sich G. extra für das Passbild die Haare scheren lassen, damit er Böhnhardt ähnlicher sehe. Beantragt wurde der Pass im Mai 2011, abgeholt im Juni. Nur fünf Monate später, im November 2011, war das NSU-Trio nach einem missglückten Bankraub in Eisenach aufgeflogen.

Zschäpe ist in dem Prozess die Hauptangeklagte. Sie muss sich für die zehn Morde verantworten, die die Bundesanwaltschaft dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ zuschreibt.

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

Terminliste NSU-Prozess zweite Jahreshälfte 2015

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