Maschine defekt

Panne: Soldaten starten mit Verspätung in Irak

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Soldaten auf dem Weg in den Irak: Die ersten Waffenausbilder der Bundeswehr für die Kurden im Nordirak sollen vom Nato-Flugplatz Hohn abfliegen.

Hohn - Der Abflug von Waffenausbildern der Bundeswehr in den Nordirak verzögerte sich wegen eines Defektes an der Transportmaschine. Am Freitagvormittag sind die Soldaten dann in Richtung Irak gestartet.  

Einsatz gestartet

Der Einsatz der Bundeswehr zur Ausbildung kurdischer Kämpfer an deutschen Waffen im Irak ist angelaufen. Am Freitag brachen sieben Soldaten vom Nato-Flugplatz Hohn in Schleswig-Holstein in die Kurdenmetropole Erbil auf, wo sie für Samstag erwartet wurden, wie ein Bundeswehrsprecher mitteilte. In den kommenden Tagen sollen die deutschen Soldaten kurdische Ausbilder in Waffen und Gerät einweisen. Das deutsche Team besteht aus sechs Soldaten einer Luftlandebrigade und einem Sanitäter.

Der Abflug vom Flugplatz Hohn bei Rendsburg hatte sich am Morgen um mehrere Stunden wegen eines Flugzeug-Defekts verzögert, wie der Sprecher weiter sagte. Die Ladung habe in eine Ersatzmaschine des Typs Transall umgeladen werden müssen, ehe der Flug dann am späten Vormittag starten konnte.

Missionen in Abstimmung mit Waffenlieferungen  

Abgestimmt auf die für die kommenden Wochen geplanten Waffenlieferungen sollen dann jeweils andere Sieben-Mann-Teams in den Nordirak fliegen. Wie lange die Teams vor Ort blieben, werde jeweils vom Verlauf des Trainings und dem Ausbildungsstand der kurdischen Kämpfer abhängen, sagte Presseoffizier Hagen Messer kurz vor dem Abflug der ersten Einweiser auf dem Flughafen Hohn.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert dem neuen irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi in einem Telefonat am Donnerstag deutsche Unterstützung zu. Im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) werde Deutschland mit den internationalen Partnern weiter eng an der Seite Iraks stehen, bekräftigte die Kanzlerin demnach. Merkel habe noch einmal die Notwendigkeit betont, in der irakischen Regierungspolitik alle Bevölkerungs- und Religionsgruppen zu berücksichtigen. Abadi habe zugesagt, eine Politik der Reformen und der Versöhnung zu verfolgen.

Die Bundesregierung hatte Ende August nach kontroverser Debatte beschlossen, die kurdischen Peschmerga-Kämpfer mit Waffen und Munition im Kampf gegen die extremistische Organisation Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Diese geht im Irak und in Syrien mit großer Brutalität gegen Andersgläubige und Andersdenkende vor.

Sechs Soldaten waren bereits im August nach Erbil entsandt worden, um Einweisungen in sonstiges Militärmaterial wie Minensuch- und Funkgeräte vorzunehmen. Deutsche Soldaten sollen nicht nur im Irak kurdische Kämpfer ausbilden; ein Teil des Ausbildungseinsatzes soll in Deutschland stattfinden. Dabei geht es insbesondere um die Panzerabwehrwaffe Milan. Dafür sollen Kurden aus dem Nordirak voraussichtlich kommende Woche in die Infanterieschule Hammelburg gebracht werden.

AFP

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