Radikaler Kurswechsel bei Flüchtlingspolitik

Lucke: Asylanträge nur noch im Ausland akzeptieren

+
AfD-Parteichef Bernd Lucke.

Berlin - AfD-Parteichef Bernd Lucke will durchsetzen, dass Flüchtlinge in Zukunft nur noch im Ausland einen Asylantrag für Deutschland stellen können. Eine Bewilligung soll an mehrere Bedingungen geknüpft werden.

AfD-Parteichef Bernd Lucke plädiert für einen radikalen Kurswechsel in der Asylpolitik. Politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge sollten seinen Vorstellungen zufolge künftig nur noch im Ausland einen Antrag auf Aufnahme in Deutschland stellen dürfen. Dafür müssten die deutschen Botschaften besser ausgestattet und zusätzliche Anlaufstellen geschaffen werden, verlangte Lucke am Wochenende auf seiner Website.

Gleichzeitig forderte er für Wirtschaftsmigranten ein „Zuwanderungsgesetz, das die Einreise nach Deutschland an die schulische Bildung, an die beruflichen Kenntnisse, an Sprachkenntnisse und an ein Bekenntnis zum Grundgesetz knüpft“. Wer diese Kriterien nicht erfülle, sollte nach Ansicht der Alternative für Deutschland (AfD) zügig abgeschoben werden.

Die Bundesregierung hatte wegen der steigenden Asylbewerberzahlen am Freitag die Schaffung von 2000 zusätzlichen Stellen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angekündigt. Dadurch sollen die Asylverfahren beschleunigt werden. Bisher können politisch Verfolgte in deutschen Botschaften keinen Antrag auf Asyl stellen.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Merkels Appell an ihre Partei: „Ihr müsst mir helfen“
Merkels Appell an ihre Partei: „Ihr müsst mir helfen“
Erstes CDU-Wahlversprechen: Keine Steuererhöhungen
Erstes CDU-Wahlversprechen: Keine Steuererhöhungen
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Beschämend: Debatte zu Aleppo im Bundestag - und keinen interessiert es
Beschämend: Debatte zu Aleppo im Bundestag - und keinen interessiert es
CDU-Parteitagsbeschluss zum Doppelpass: Merkel legt Veto ein
CDU-Parteitagsbeschluss zum Doppelpass: Merkel legt Veto ein