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Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren

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Unter Landesparteichef Lorenz Caffier erreichte die CDU ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis. 

Schwerin - Am Sonntag haben die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Nach Auszählung aller Stimmen ist die SPD der klare Sieger. Alle Ergebnisse und Reaktionen können Sie bei uns im Live-Ticker nachlesen.

Update vom 9. November 2016: Hier können Sie den Ausgang einer weiteren wichtigen Wahl verfolgen: Prognosen und Ergebnisse der US-Wahl gibt's in unserem Live-Ticker.

Landtagswahl: Jubel und lange Gesichter bei den Wahlpartys

+++ Alle Ergebnisse und Reaktionen zur Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier. 

  • Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist höher als fünf Jahre zuvor. Bei der Landtagswahl 2011 traten gerade einmal 51,5 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen. 2016 gaben rund 61 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.
  • Das Endergebnis der Wahl zeigt: Die SPD ist erneut stärkste Kraft im Land. Die AfD folgt direkt dahinter und hat damit die CDU auf Platz drei verwiesen. Die FDP und die NPD bleiben unter fünf Prozent. Die Grünen gehören dem Landtag ebenfalls nicht mehr an.
  • 1,3 Millionen Menschen waren zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen.

Endergebnis

CDU

SPD

GRÜNE

FDP

LINKE

AfD

NPD

Sonstige

Prozente

19,0%

30,6%

4,8%

3,0%

13,2%

20,8%

3,0%

5,7%

Sitze

16

26

-

-

11

18

-

+++ 23.02 Uhr: Das Wahlergebnis von Mecklenburg-Vorpommern und die Auswirkungen auf die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung waren auch Thema der Talkshow "Hart aber fair" in der ARD. Bei Frank Plasberg stritten dabei vor allem Kanzleramtschef Peter Altmaier und der CDU-Politiker Guido Reil. 

+++19.53 Uhr: Die CDU Mecklenburg-Vorpommern will die Koalition mit der SPD fortsetzen. Der Parteivorstand der Nordost-Union stimmte am Montagabend einstimmig für die Aufnahme von Sondierungsgesprächen, die Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zuvor angekündigt hatte. Eine offizielle Einladung dazu gebe es aber noch nicht. „Wir sind nicht der Partner, der bestimmt“, sagte CDU-Landeschef und Innenminister Lorenz Caffier nach der zweistündigen Sitzung.

+++ 19.42 Uhr: Die CSU erhöht angesichts der Wahl-Pleite der Schwesterpartei in der Flüchtslingspolitik den Druck auf die CDU. Generalsekretär Andrea

s Scheuer nannte das Ergebnis einen "Warnschuss" und

forderte eine schnelle Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge

.  

+++ 18.39 Uhr:

 

In der Unionsfraktion hat es ungeachtet des Erfolgs der AfD bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern keine offene Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegeben. Zwar sei die Stimmung der Abgeordneten von CDU und CSU gedämpft gewesen, hieß es am Montag aus Teilnehmerkreisen. Es habe eine ruhige Diskussion und kein „Scherbengericht“ für Merkel gegeben. Fraktionschef Volker Kauder (CDU) habe auch angesichts der Forderungen aus der CSU nach einer Kurskorrektur den Zusammenhalt der Union angemahnt.

+++ 17.25 Uhr: Die SPD hat nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern eine „vernünftige Flüchtlingspolitik“ angemahnt. Wenn jeder vierte Wähler sein Kreuz bei einer Partei rechts von der CDU mache, hätten offenkundig alle Parteien etwas falsch gemacht, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann am Montag in Berlin.

Viele Menschen seien verunsichert. Sie hätten Angst vor Kriminalität und Terroranschlägen sowie einer Verschlechterung ihrer sozialen Situation. „Wir müssen uns voll darauf konzentrieren, für soziale und öffentliche Sicherheit in Deutschland zu sorgen“, sagte Oppermann. Die Aufnahme von Flüchtlingen müsse in geordnete Bahnen überführt werden: „Nur, wenn uns diese Dinge gelingen, können wir den Rechtspopulisten das Wasser abgraben.“

+++ 16.18 Uhr: Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte hält eine innerparteiliche Revolte gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Wahlniederlage in Mecklenburg-Vorpommern für unwahrscheinlich. „Merkel muss keinen Aufstand fürchten. Kein konkreter Nachfolger wartet“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Keine personellen Konsequenzen für Landesspitze der Union

+++ 15.58 Uhr: Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben sich sowohl die CDU als auch die Linkspartei zu Koalitionsverhandlungen mit der SPD bereit erklärt. "Opposition ist Mist", sagte die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Uta-Maria Kuder - den früheren SPD-Bundeschef Franz Müntefering zitierend - am Montag in Schwerin. Als zweite Oppositionskraft hinter der AfD wäre es für die CDU "noch schwieriger" als in einer Koalition mit der SPD. Allerdings stehe die Partei nicht für eine Koalition "um jeden Preis" zur Verfügung, sagte Kuder. Die CDU werde zu ihrem Wahlergebnis, dem schlechtesten seit 1990, "Überlegungen in alle Richtungen anstellen". Sie glaube jedoch nicht, dass die CDU mit einem anderen Spitzenkandidaten als Innenminister Lorenz Caffier ein anderes Ergebnis erzielt hätte, sagte Kuder. Der Wahlkampf sei vom bundespolitischen Flüchtlingsthema dominiert gewesen. 

Peter Ritter, stellvertretender Landesvorsitzender der Linkspartei, betonte, er habe sich seit langem dafür stark gemacht, seine Partei "wieder in Regierungsverantwortung zu bringen". In Mecklenburg-Vorpommern gab es bereits zwischen 1998 und 2006 die bundesweit erste SPD/PDS-Koalition.

+++ 15.37 Uhr:  "Ich bin ein Fan von Patrick Dahlemann", bekannte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), als sie die Nachwuchshoffnung ihrer Partei bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützte. Der 28-jährige Student saß bislang als Nachrücker im Schweriner Landtag und war bei der Wahl nicht über einen Listenplatz abgesichert. Sein Wahlkreis Vorpommern-Greifswald IV ist eigentlich eine CDU-Bastion - dennoch holte der SPD-Jungpolitiker dort am Sonntag das Direktmandat. 

Dahlemann hatte 2013 für Furore gesorgt, als er sich in seiner Heimatstadt Torgelow bei einer NPD-Kundgebung ans Mikrofon stellte und gegen die "platten Phrasen" der rechtsextremen Partei wetterte. Das Video wurde im Netz hunderttausende Mal angeklickt. Im Wahlkampf erhielt Dahlemann tatkräftige Unterstützung von der Berliner Parteiprominenz, sogar SPD-Chef Sigmar Gabriel schaute vorbei. Mit 31 Prozent der Erststimmen setzte sich Dahlemann knapp gegen den Kandidaten der AfD durch. In den umliegenden Wahlkreisen gewann die rechtspopulistische Partei - während die CDU die Direktmandate in ihren traditionellen Hochburgen an der Grenze zu Polen verlor.

+++ 15.27 Uhr:

 

Die CDU-Spitze in Mecklenburg-Vorpommern sieht nach dem desaströsen Wahlergebnis bei der Landtagswahl keinen Grund für personelle Konsequenzen. „Ich glaube nicht, dass wir ein anderes Wahlergebnis mit einem anderen Spitzenkandidaten erzielt hätten“, sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Uta-Maria Kuder am Montag in Schwerin. Mit Landesparteichef Lorenz Caffier an der Spitze hatte die Nordost-Union am Sonntag nur noch 19 Prozent der Stimmen und damit ihr bislang schlechtestes Resultat erreicht. Gleichzeitig wurde die CDU nur noch drittstärkste Kraft hinter der SPD und der neu in den Landtag gewählten AfD.

Kuder kündigte eine gründliche Analyse der Wahlergebnisse an und sprach sich für den Verbleib in der Koalition mit der SPD aus. Den Weg in die Opposition, um sich dort neu aufzurichten, bezeichnete sie als die schlechtere Alternative.

+++ 14.39 Uhr: Die Linke zeigt sich trotz ihres schlechten Abschneidens bei der Landtagswahl im Grundsatz regierungsbereit. „Wir haben beschlossen, dass wir für eine Regierungsbeteiligung zur Verfügung stehen“, sagte Spitzenkandidat Helmut Holter am Montag in Berlin. Der Landesvorstand wolle am Montagabend darüber beraten. „Die Linke wird zum Nulltarif nicht zu haben sein“, sagte Holter aber. Parteichef Bernd Riexinger betonte, die Linke dürfe nun keine Positionen der erfolgreichen AfD übernehmen. „Wir wollen nicht im Teich der AfD fischen.“

+++ 14.17 Uhr: CDU-Chefin Angela Merkel sagte am Montag am Rande des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou zur CDU-Niederlage bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: „Alle müssen darüber nachdenken, wie können wir jetzt das Vertrauen wieder zurückgewinnen - und vorneweg natürlich ich.“

AfD will langfristig in die Regierung

+++ 13.52 Uhr: Die AfD will sich nach den Worten ihres Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen nicht auf Dauer mit der Oppositionsrolle begnügen. Meuthen sagte am Montag, der Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern sei ein "ganz klares Signal" in Richtung Berlin, erst für die Abgeordnetenhauswahl und dann für Bundestagswahl in einem Jahr. "Wir wollen langfristig in diesem Land regieren", sagte Meuthen. "Diesen Weg gehen wir beharrlich und unbeirrbar, bis es so weit sein wird."

Es könne "nicht übersehen werden, dass wir dieses Land umkrempeln", sagte Meuthen weiter. Er verwies darauf, dass die AfD im September 2015 noch unter fünf Prozent gelegen habe. "In einem Jahr sind wir zur Volkspartei geworden", sagte er.

+++ 13.31 Uhr: Angela Merkel (CDU) hat eine Mitverantwortung für das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern eingeräumt. Bundespolitische Themen, besonders die Flüchtlingspolitik, hätten dort alles andere überlagert, sagte Merkel am Montag am Rande des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou. Gleichwohl halte sie aber "die grundlegenden Entscheidungen" zur Flüchtlingspolitik für richtig.

+++ 12.16 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel wertet das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als Erfolg. Die SPD habe zwar im Vergleich zur Wahl 2011 Prozentpunkte verloren, sagte er am Montag in Berlin. Die Wahlanalysen zeigten aber, dass die Partei an absoluten Stimmen dazugewonnen habe. Die prozentualen Einbußen lägen an der gestiegenen Wahlbeteiligung. Gabriel äußerte sich zuversichtlich über den Ausgang der Wahl in Berlin in zwei Wochen. Mit einem klaren Kurs habe die SPD Erfolg.

Gabriel wies Kritik zurück, seine Partei habe in der Flüchtlingspolitik keine klare Linie. Die SPD sage seit anderthalb Jahren in der Debatte immer das Gleiche. „Wir sagen: Ja, wir können das schaffen, aber dafür muss man Voraussetzungen schaffen.“

+++ 11.57 Uhr: Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat bei der CSU um Unterstützung für Angela Merkel (CDU) geworben und die Arbeit der Bundeskanzlerin verteidigt. „Deutschland ist ein großartiges Land, weil wir in Deutschland nicht nur eine Angela Merkel haben, sondern Zehntausende, Hunderttausende Angela Merkels. In jedem Dorf, in jeder Stadt“, sagte er am Montag beim Volksfest Gillamoos im niederbayerischen Abensberg.

+++ 11.34 Uhr: Die CDU hat nach den AfD-Erfolgen im Nordosten bei der Bevölkerung um Geduld bei der Umsetzung der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel geworben. „Es braucht Zeit, bis all diese Maßnahmen wirken. Und es braucht Zeit, bis verlorenes Vertrauen zurückkehrt“, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag in Berlin nach einer etwa 45-minütigen Telefonkonferenz des Parteivorstands mit der CDU-Chefin.

Kiss-Bassist ist Fan von Angela Merkel

+++ 10.45 Uhr: Kiss-Bassist Gene Simmons hält viel von Angela Merkel. „Ich bin ein Merkel-Fan. Wäre ich ein kleines Mädchen, wäre nicht Barbie mein Idol, sondern Angela Merkel“, sagte der Musiker in einem Interview mit dem Magazin „Playboy“. Sie sei „eine großartige Inspiration für junge Mädchen, denn sie lebt vor, dass eine Frau Europa durch schwere Krisen führen kann“. Es gebe viele Frauen, die meinten, allein mit ihrem Aussehen Einfluss ausüben zu können. „Schönheit ist vergänglich, Talent und Intelligenz nicht“, sagte der 1949 geborene Künstler. Simmons glaubt, „wir werden bald die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten im Amt sehen“. Mit Donald Trump sei er befreundet, er schätze dessen direkte Art. Das heiße aber nicht, dass er mit seiner Politik zustimme.

+++ 10.12 Uhr: Angela Merkel will sich gegen Mittag zum Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern äußern.

+++ 10.02 Uhr: Ist die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ein Fingerzeig für die Bundestagswahl 2017? Die Parteien haben am Montag begonnen, das Ergebnis zu analysieren.

+++ 09.40 Uhr: Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry führt den Erfolg ihrer Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auf politische Fehler der großen Koalition im Bund zurück. „Die Kanzlerin und die SPD machen den Bürgern etwas vor, ganz gleich, ob das die Finanz- oder die Migrationskrise betrifft“, sagte Petry am Montag dem Fernsehsender Phoenix. Union und Sozialdemokraten seien dabei, „dieses Land aufzugeben“. Die Wahlschlappe der CDU im Nordosten sei eine persönliche Niederlage für Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Frau Merkel stürzt sich selbst“, sagte Petry.

+++ 08.49 Uhr: Der Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt nach Ansicht von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, das Versagen der demokratischen Parteien im Kampf gegen Rechts. „Dass eine rechtsextreme Partei, die unverblümt widerlich gegen Minderheiten hetzt und mobilisiert, in unserem Land ungebremst aufsteigen kann, ist ein wahrgewordener Alptraum“, sagte die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden am Montag in München.

„Die AfD ist eine offen rechtsextreme Partei“, betonte Knobloch. „Es ist ein Armutszeugnis, dass eine Partei, in der Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Geschichtsklitterei, Verschwörungstheorien und Asozialität als Denk- und Argumentationsmuster zur Grundlage des Wirkens gemacht werden, in Deutschland zu derart starkem gesellschaftlichen und politischen Einfluss gelangt.“

+++ 08.17 Uhr: CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat nach der Wahlschlappe in Mecklenburg-Vorpommern den Kurs seiner Partei in der Flüchtlingspolitik verteidigt. „Auch wenn Maßnahmen manchmal länger brauchen, bis sie wirken, wir haben bereits viele Dinge neu justiert“, sagte Tauber am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Als Beispiele nannte er die Verschärfung des Asylrechts und das neu geschaffene Integrationsgesetz. Dennoch gebe es noch „offene Baustellen“, beispielsweise bei der Festlegung sicherer Herkunftsstaaten. Das Wahlergebnis der CDU nannte Tauber trotzdem eine bittere Niederlage.

+++ 08.15 Uhr: Die Vize-Vorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, hat das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern als "Anfang vom Ende der Ära Merkel" gewertet. "Ein wachsender Teil der Bürger will einen Kurswechsel", sagte von Storch am Montag im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Die Bürger hätten verstanden, "dass wir diesen Sozialstaat, auf diese Art und Weise wie wir ihn haben, nicht fortführen können, mit hunderttausenden Flüchtlingen".

+++ 07.45 Uhr: Mit dem Erfolg vom Sonntag sitzt die AfD nun in 9 der 16 Landesparlamente. In Vorpommern holte sie auch drei Direktmandate. „Vielleicht ist das heute der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels“, sagte AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm. AfD-Bundesvize Alexander Gauland maß dem Ergebnis große Symbolkraft für die Bundestagswahl 2017 zu.

+++ 07.34 Uhr: Ministerpräsident Erwin Sellering hat zunächst offen gelassen, mit welchem Partner er in den kommenden fünf Jahren regieren will. Er will nun mit den infrage kommenden Parteien reden. Gegen eine neue Koalition mit der CDU spreche nichts. Die SPD habe aber auch schon sehr gut mit der Linken regiert, sagte er. Eine Zusammenarbeit mit der AfD hatten alle Parteien im Wahlkampf ausgeschlossen.

+++ 06.14 Uhr: Nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt aus der CSU massive Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) forderte einen härteren Kurs der Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik. Das Ergebnis müsse "ein Weckruf für die Union sein", sagte er der "Bild" und den "Nürnberger Nachrichten". "Die Stimmung der Bürger lässt sich nicht mehr ignorieren", sagte Söder. "Es braucht einen Kurswechsel in Berlin."

Hier lesen Sie die Nachrichten vom Wahlabend

+++ 00.34 Uhr:Die SPD hat die Landtagswahl am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen erzielte sie 30,6 Prozent. Die neu angetretene AfD zieht mit 20,8 Prozent auf Anhieb als zweitstärkste Kraft ins Landesparlament. Dahinter kam die CDU auf 19,0 Prozent. Die Linke fiel auf 13,2 Prozent. Die Grünen gehören mit 4,8 Prozent dem Landtag nicht mehr an, ebenso die rechtsextreme NPD mit 3,0 Prozent. Die FDP verfehlte mit ebenfalls 3,0 Prozent die Rückkehr ins Parlament. Die Wahlbeteiligung stieg auf 61,6 Prozent.

AfD holt drei Direktmandate

+++00.19 Uhr: Die AfD hat in Vorpommern bei der Landtagswahl drei Direktmandate geholt. Den höchsten Stimmenanteil erreichte dabei im Wahlkreis Wolgast/Usedom der Greifswalder Rechtsprofessor Ralph Weber mit 35,3 Prozent der Stimmen - klar vor dem zweitplatzierten CDU-Kandidaten mit 19,0 Prozent. Im Wahlkreis Vorpommern-Greifswald I ging das Direktmandat mit 31,6 Prozent an den AfD-Landesprecher Matthias Manthei vor der CDU mit 23,0 Prozent. Im südlichen Vorpommern setzte sich Jürgen Strohschein mit 28,6 Prozent gegen die zweitplatzierte CDU (26,2) durch.´

+++ 00.06 Uhr: Nach dem starken Abschneiden bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD von anderen rechtspopulistischen Parteien in Europa mit Beifall bedacht worden.

+++ 23.16 Uhr: Auch die Kirche hat sich jetzt zum Ergebnis der Landtagswahl geäußert. Die evangelische Kirche sieht das gute Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kritisch. Die katholische Kirche ermahnte die Politik, das Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zu respektieren.

+++ 22.54 Uhr: Im Interview mit dem Münchner Merkur, äußert Edmund Stoiber seine Sorge über das vorläufige Wahlergebnis der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Er fordert Konsequenzen in Berlin.

Mehr Fragen offen als beantwortet

+++ 22.48 Uhr: Erwin Sellering gewinnt seinen Wahlkreis mit 47,4 Prozent. Lorenz Caffier holt in seinem Wahlkreis 26.6 Prozent. Nach Berichten des NDR bleibt Rostock Hochburg der SPD. 

+++ 22.36 Uhr: Quo vadis? Nach der Wahl von Mecklenburg-Vorpommern sind mehr Fragen offen als beantwortet. Ein Überblick über die Probleme, vor die diese Wahl die deutsche Politik nun stellt. 

+++ 22.25 Uhr: Ein Politiker der Grünen in Berlin hat mit seinem Tweet zur Landtagswahl einen Shitstorm ausgelöst. Der Politiker schrieb auf Twitter: "#MecklenburgVorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland" - und kassierte prompt die Quittung dafür. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

AfD hat mindestens ein Direktmandat geholt

+++ 22.15 Uhr: Die AfD hat in Vorpommern bei der Landtagswahl mindestens ein Direktmandat geholt. Nach Auszählung der Stimmen setzte sich im südlichen Vorpommern Jürgen Strohschein mit 28,6 Prozent gegen die Landtagsabgeordneten Beate Schlupp (CDU/26,2) und Heinz Müller (SPD/24,1) durch. In zwei weiteren Wahlkreisen in Vorpommern lag die AfD in der vorangeschrittenen Auszählung am Abend weit vorn: in Wolgast/Usedom und in Vorpommern-Greifswald I.

+++ 22.04 Uhr: Die SPD geht zwar als Sieger der heutigen Wahl hervor, so richtig zum Feiern ist den Sozialdemokraten aber nicht zumute. Zu drohend hängen die drei Buchstaben über ihnen, auch wenn das befürchtete Debakel ausgeblieben ist.

+++ 21.42 Uhr: Die AfD befindet sich - beflügelt von den vorläufigen Wahlergebnissen - auf einem Höhenflug. Doch hinter ihren Erwartungen für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Alternative für Deutschland zurück.

Grüne verpassen wohl Wiedereinzug

+++ 21.39 Uhr: Die Grünen haben nach Hochrechnungen vom späteren Abend den Wiedereinzug in das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern verpasst. Das ZDF (20.56 Uhr) sah die Partei bei 4,7 Prozent der Stimmen, die ARD (21.14 Uhr) bei 4,9 Prozent.

Der Zwischenstand beim Landeswahlleiter lag nach Auszählung von 1797 von 1896 Wahlbezirken ebenfalls bei 4,7 Prozent für die Grünen. Die Partei hatte vor fünf Jahren den Einzug in den Landtag mit 8,7 Prozent geschafft und war im Parlament mit 7 von 71 Sitzen vertreten.

+++ 21.30 Uhr: Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern wirbt bei SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering für ein Ende des rot-schwarzen Bündnisses in Schwerin und einen Wechsel zu Rot-Rot. „Ich bin der Meinung, die CDU sollte in die Opposition gehen“, sagte der Linke-Spitzenkandidat Helmut Holter am Sonntag im NDR-Fernsehen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hielt sich bei der Frage bedeckt, obwohl CDU-Spitzenkandidat und Innenminister Lorenz Caffier im Studio direkt neben ihm stand: „Wir haben zehn Jahre wirklich gut zusammen regiert. Wir haben davor sehr gut acht Jahre mit der Linken regiert“, sagte Sellering.

So wurde die Wahl in den Sozialen Medien kommentiert

+++ 21.19 Uhr: In den sozialen Medien wurde die Wahl sowie die Ergebnisse der Wahl heftig und kontrovers diskutiert und kommentiert. Alle Trends wie #twitternwie18uhr und rund um den Hashtag "MecklenburgVorpommern" im Überblick.

+++ 21.03 Uhr: Die NPD ist nach den vorläufigen Ergebnissen nicht mehr im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Die Partei geht langsam und sicher unter - durch Finanznot und Wahlschlappen.

+++ 20.50 Uhr: Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern könnten SPD und CDU ihre große Koalition in Schwerin fortsetzen. Doch auch ein rot-rotes Bündnis wäre den Hochrechnungen zufolge möglich. Wie auch immer: Im Bundesrat ändert sich nicht viel. Die große Koalition hat in der Länderkammer schon jetzt keine Mehrheit. Dabei wird es auch bleiben.

Derzeit verfügen die von Union und SPD gemeinsam oder allein regierten Länder über 20 der 69 Stimmen im Bundesrat. Auch Mecklenburg-Vorpommern gehörte bisher diesem schwarz-roten Block an. Dabei würde es bei einer Neuauflage von Rot-Schwarz in Schwerin auch bleiben.

+++ 20.27 Uhr: Am Sonntag blickte Berlin mit Spannung nach Mecklenburg-Vorpommern, gilt doch die Landtagswahl als wegweisend für die kommende Bundestagswahl. Hier finden Sie einen Überblick über die Reaktionen der Spitzen der Bundespolitik.

CDU-Spitzenkandidat Caffier lehnt Rücktritt ab

+++ 20.23 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier hat nach der Wahlschlappe seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern einen Rücktritt vom Amt des Landesvorsitzenden zunächst abgelehnt. "Ich glaube, ich habe momentan keine Veranlassung, sagte Caffier am Sonntagabend in der ARD. Im ZDF betonte Caffier, die CDU sei eine "Mannschaft". Über mögliche Konsequenzen aus dem Wahlergebnis müsse nun in den Parteigremien gesprochen werden.

+++ 19.41 Uhr: Die Grünen bangen um den Wiedereinzug ins Schweriner Landesparlament. Die ARD sah sie am Sonntagabend in einer Hochrechnung um 19.22 Uhr bei 4,9 Prozent der Stimmen. Das ZDF meldete zeitgleich weiterhin 5,0 Prozent. Die Grünen hatten vor fünf Jahren den Einzug in den Landtag mit 8,7 Prozent geschafft und waren im Parlament mit 7 von 71 Sitzen vertreten.

+++ 19.37 Uhr: Spitzenkandidat Caffier schob ihr bereits die Schuld in die Schuhe: Doch was bedeutet die Wahlschlappe der CDU in Mecklenburg-Vorpommern für die Kanzlerin Angela Merkel

+++ 19.18 Uhr: Grünen-Chef Cem Özdemir hat davor gewarnt, das gute Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern allein mit der Unzufriedenheit über die Flüchtlingspolitik zu begründen. Alle demokratischen Parteien hätten verloren, sagte Özdemir am Sonntagabend im ZDF. Er warnte davor, jetzt einfach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Schuld zu geben. Die Flüchtlingspolitik hätten schon alle gemeinsam so gewollt, und alle müssten ihren Anteil und ihre Verantwortung übernehmen.

Ein großer Teil des Frustes, der der AfD geholfen habe, sei auch auf den Stil der Koalitionäre von Union und SPD im Bund zurückzuführen, die sich wie die „Kesselflicker“ stritten: „Das ist ja keine Koalition, das ist eigentlich eine Streitgemeinschaft, die sich da gebildet hat. Das ist Politik zum Abgewöhnen“, sagte Özdemir.

Die-Linke-Kandidat: "Die Fratze des Hasses"

+++ 19.16 Uhr: Der Spitzenkandidat der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, hat mit Bestürzung auf das schlechteste Wahlergebnis seiner Partei bei einer Landtagswahl im Nordosten reagiert. Der Stimmungswechsel sei leider nicht gelungen, sagte der bisherige Oppositionsführer im Landtag auf einer Wahlparty in Schwerin. „Wir haben jetzt ein Wahlergebnis, das ist nicht befriedigend. Wir müssen jetzt analysieren, woran es gelegen hat. Ich gehe davon aus, dass es eine gesamtpolitische Situation ist.“

Holter, der einst der bundesweit erste Linke-Minister einer Landesregierung war, zeigte sich geschockt vom starken Ergebnis der AfD. Mit Blick auf die künftige Arbeit im Parlament sagte er: „Unsere Aufgabe ist es nun, dieser Partei die Maske des Biedermanns runterzureißen, damit die Fratze des Hasses sichtbar wird.“ Wenn es nicht gelinge, in Mecklenburg-Vorpommern eine andere Politik im Land zu machen, dann stärke das die AfD nur weiter, so Holter.

+++ 19.02 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier hat die Flüchtlingspolitik für die Wahlschlappe seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich gemacht. "Wir haben eine Situation gehabt, dass die positiven landespolitischen Entwicklungen, die wir alle gemeinsam hier im Land erreicht haben, nicht ansatzweise die Bevölkerung erreicht haben", sagte er am Sonntagabend in Schwerin. "Es gab nur noch ein Thema, das Thema hieß und heißt Flüchtlingspolitik."

+++ 18.48 Uhr: CDU-Generalsekretär Peter Tauber führt die schwere Schlappe seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auf weit verbreiteten „Unmut und Protest“ in der Bevölkerung zurück. Dies habe offensichtlich zu großen Teilen „mit der Diskussion über die Flüchtlinge“ zu tun, sagte er am Sonntagabend in Berlin. „Dieses Ergebnis und das starke Abschneiden der AfD ist bitter“, sagte Tauber.

Schwesig: "AfD nimmt Ängste der Bevölkerung nicht ernst, sie schürt sie"

+++ 18.46 Uhr: Die Familienministerin Manuela Schwesig sagt im Interview gegenüber Phoenix über die weiter Zusammenarbeit mit Alternative für Deutschland: "Die AfD nimmt Sorgen und Ängste der Bevölkerung nicht ernst, sie schürt sie." Man werde sich auch zukünftig mit der AfD auseinandersetzen und ihnen etwas entgegensetzen.

+++ 18.44 Uhr: Der Wahlerfolg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Einschätzung des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner auf politische Fehler der Bundeskanzlerin zurückzuführen. Er sprach von einer „schweren persönlichen Niederlage“ von Angela Merkel, nachdem ihre CDU im Nordosten nach ersten Hochrechnungen mit unter 20 Prozent hinter der AfD gelandet ist.

+++ 18.40 Uhr: Der AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, hält den Wahlerfolg seiner Partei für historisch. „Wir schreiben hier in Mecklenburg-Vorpommern Geschichte“, sagte der frühere Radiomoderator am Sonntagabend in Schwerin. „Es ist das Sahnehäubchen, die CDU von Platz zwei zu verdrängen.“ Die AfD liegt nach den ersten Hochrechnungen bei über 21 Prozent, die CDU bei gut 19 Prozent. „Vielleicht ist das heute der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels“, sagte Holm. „Das muss unser Ziel sein.“ Mecklenburg-Vorpommern sei das neunte Bundesland mit einer AfD-Fraktion im Landtag. Holm kündigte eine konstruktive Mitarbeit im Parlament an, „in welcher Konstellation auch immer“.

Grosse-Brömer: CDU für große Koalition im Bund abgestraft 

+++ 18.36 Uhr: Ein Jahr vor der Bundestagswahl ist die AfD nicht zu stoppen: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern holt sie erneut mehr als 20 Prozent und hängt erstmals die CDU ab. Hier finden Sie eine Übersicht.

+++ 18.33 Uhr: Angesichts der Grafik der ARD zu den Verlusten der Parteien gegenüber den Wahlen von 2011 wird deutlich: Alle Parteien haben Verluste eingefahren. Allein die AfD geht mit einem Plus von 21 Prozent aus den Landtagswahlen hervor.

+++ 18.27 Uhr: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Aussage des parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), auch mit der Politik im Bund abgerechnet. „Die große Koalition sollte ein Stück weit auch abgestraft werden“, sagte Grosse-Brömer am Sonntagabend im ZDF. „Das haben wir auch zur Kenntnis genommen.“ Neben landespolitischen Themen habe sicherlich auch ein Stück weit die Berliner Politik eine Rolle gespielt.

Zum Abschneiden der AfD sagte er, diese Partei werde vor allem aus Protest gewählt. Viele Wähler der Partei erwarteten gar keine Lösungen. Das Beste sei, darauf hinzuweisen, dass die in Berlin betriebene Politik gut sein. Manches müsse auch besser erklärt werden, damit der Protest weniger werde. Das sei aber Aufgabe aller Parteien.

Petry: Andere Parteien haben zu lange nicht zugehört

+++ 18.25 Uhr: Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht im Erfolg ihrer Partei bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor allem ein Signal gegen die bisherigen Landtagsparteien. Die AfD habe aus allen Parteien Wähler für sich gewinnen können, sagte Petry am Sonntag. „Das liegt daran, dass sie die Wähler zu lange nicht gehört haben“, sagte sie. Dass ein Teil der Wähler von der NPD zur AfD gewandert ist, wollte sie nicht als Problem sehen.

Sigmar Gabriel lobt Sellering als Bollwerk

+++ 18.24 Uhr: Sigmar Gabriel lobt den Wahlkampf der SPD in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bürger hätten der SPD einen großen Vertrauensvorsprung gegeben, das sei unter anderem Erwin Sellering selbst zu verdanken. "Erwin Sellering ist das Bollwerk, gegen solche braunen Parolen, wie wir sie in Mecklenburg-Vorpommern gehört haben", so Gabriel in Hinblick auf die Zusammenarbeit der AfD mit der NPD. Er gehe fest davon aus, dass mit der Landtagswahl der amtierende Ministerpräsident bestätigt worden sei. Auch wenn das endgültige Wahlergebnis noch nicht vorliegt.

+++ 18.19 Uhr: SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat das Wahlergebnis ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern als großen Erfolg von Ministerpräsident Erwin Sellering gewürdigt. „Er hat das auch verdient“, sagte sie am Sonntagabend in Berlin. Der Sieg werde „Schwung für die Berlin-Wahl in zwei Wochen und für Michael Müller“ geben. Die Entscheidung über eine mögliche Koalition mit der CDU oder aber über Rot-Rot-Grün werde nun in Schwerin getroffen, betonte Barley.

+++ 18.11 Uhr: Erwin Sellering (SPD) bedankt sich auf der SPD-Wahlparty bei seinen Helfern und den Wählerinnen und Wählern. Der Wahlkampf sei der schwerste und zugleich der schönste gewesen.

+++ 18 Uhr: Die Prognose des NDR beruht auf Wählerberfragungen, die unmittelbar in den Wahllokalen durchgeführt wurden. Die Zahlen gelten deshalb als besonders verlässlich. Nach der Prognose liegt die SPD klar vorne und könnte weiterhin zusammen mit der CDU regieren. Die AfD liegt mit 21 Prozent deutlich vor der CDU. Die Grünen müssen mit fünf Prozent um den Wiedereinzug bangen, während die rechtsradikale NPD mit 3,5 Prozent ausscheidet und die FDP mit drei Prozent erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern: Wahlbeteiligung bei 61 Prozent

+++ 17.47 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2016 liegt laut NDR bei rund 61 Prozent.

+++ 17.23 Uhr: Die Bundestagsfraktionen tagen am Montag erst am späten Nachmittag beziehungsweise am frühen Abend. Der Grund: Die Wahlergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern werden wohl zuvor noch innerparteilich aufgearbeitet werden.

+++ 17.07 Uhr: Alle Ereignisse rund um die Landtagswahl in Mecklenburg -Vorpommern vom Vormittag können Sie hier nachlesen. Zwar liegt die SPD derzeit vorne, das Abschneiden der AfD bei dieser Wahl wird allerdings mit Spannung erwartet.

+++ 16.34 Uhr: Laut einer Prognose von PESM, einer Wahlbörse, liegt die SPD derzeit bei 27,26 Prozent, direkt dahinter folgt die Alternative für Deutschland mit 23.12 Prozent. Die CDU belegt mit 19.61 Prozent den dritten Platz (Stand 16.31 Uhr)

+++ 16.20 Uhr: Wie sieht der Stimmzettel aus und warum ist er dieses Jahr eigentlich blau? Wo macht man welches Kreuz und wie viele Stimmen gibt es zu vergeben? Diese und weitere spannende Fragen rund um den Stimmzettel beantwortet die Landeszentrale für politische Bildung in ihrem Wahlspezial

+++ 15.37 Uhr: Wie der NDR berichtet gaben die meisten Kandidaten ihre Stimme bereits am Vormittag ab. Silke Gajek (Grüne), Cécile Bonnet-Weidhofer (FDP) und Leif-Erik Holm (AfD) waren in Schwerin als erstes an den Wahlurnen. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) wurde bei der Stimmabgabe von mehreren Fernsehteams begleitet. Lorenz Caffier (CDU) stimmte in Neustrelitz ab und Helmut Holter (Die Linke) in Schwerin.

Landtagswahlen 2016: Höhere Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern als 2011

+++ 15.25 Uhr: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine etwas höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. Wie Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes in Schwerin sagte, haben bis 14.00 Uhr 32,8 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Das seien drei Prozentpunkte mehr als 2011. Zudem lag die Briefwahlquote landesweit in diesem Jahr deutlich höher als vor fünf Jahren. Bei regnerischem Wetter verlaufe die Wahl aber sonst ohne Besonderheiten und sehr ruhig, sagte sie. Gut 1,3 Millionen Menschen sind aufgerufen, das Landesparlament für die nächsten fünf Jahre zu wählen.

Die Beteiligung in Rostock, der größten Stadt des Landes, lag bei 31,8 Prozent und damit ähnlich hoch wie 2011, sagte ein Stadtsprecher. In Schwerin, wo auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, stimmten in der Innenstadt 35 Prozent der Wähler bis 14.00 Uhr ab, drei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren, sagte Wahlleiter Bernd Nottebaum.

+++ 15.17 Uhr: Nach Einschätzung des Rostocker Politikwissenschaftlers Martin Koschkar ist bisher noch keine Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern so massiv von einem bundespolitischen Thema überlagert worden. Die Themen Flüchtlinge, Zuwanderung und Integration polarisierten. Befragungen hätten gezeigt, dass sie die Wahlentscheidungen in allen Schichten beeinflussten, erklärte er.

Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern: Darum geht es

+++ Das Duell um das Amt des Ministerpräsidenten tragen wohl der amtierende Erwin Sellering (SPD) und Lorenz Caffier (CDU) aus. Beide haben in den vergangenen zwei Legislaturperioden gut zusammengearbeitet und traten am 22. August in der NDR Wahlarena an. Aktuelle Umfragen legen ein erneutes Rot-Schwarzes Bündnis mit Sellering in der Führungsposition nahe. Zwischenzeitlich überholte die CDU allerdings die SPD in den Umfragen, mittlerweile haben die Sozialdemokraten aber wieder einen Vorsprung von sechs Prozentpunkten aufgebaut. 

+++ Aber auch für eine Rot-Rot-Grüne-Koalition, ebenfalls mit Sellering an der Spitze, würde es rein rechnerisch reichen. Zumindest die Linke signalisierte mit Blick nach Thüringen dafür bereits Offenheit. 

+++ Die Alternative für Deutschland könnte mit Spitzenkandidat Leif-Erik Holm in Mecklenburg-Vorpommern ähnlich stark werden wie bei der Landtagswahl im März 2016 in Sachsen-Anhalt. Aktuell werden ihr 22 Prozent der Wählerstimmen prognostiziert. Damit wäre die AfD zusammen mit der CDU zweitstärkste Kraft nach der SPD (28 Prozent). Mit ihr koalieren will jedoch keine Partei. Vermutlich wird sie die Rolle der Oppositionsführung übernehmen.

+++ Die Linke verlor in den neuesten Umfragen noch einmal zwei Prozentpunkte und erhält bislang 13 Prozent. Nach diesem Stand müsste sie die Oppositionsführung in der neuen Legislaturperiode an die AfD abgeben. 

+++ Die Grünen blieben in den letzten Umfragen konstant auf 6 Prozent und würden damit den Einzug in den Landtag knapp schaffen.

+++Eng wird es derzeit für die FDP (3 Prozent) und die NPD (laut einer Erhebung vom 31.08.2016 kam sie auf 2 Prozent). Während die FDP bereits 2011 den Einzug in den Landtag verpasste, sicherte die NPD sich dort fünf Sitze. 

+++ Wichtige Wahlkampfthemen im Vorfeld waren Zuwanderung, Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und Familie. Dementsprechend dominierten Personalversprechen bei der Polizei, günstigere bis kostenlose Kitaplätze, höhere Löhne und Renten sowie die Integrations- und Flüchtlingspolitik die Wahlversprechen.

+++ In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 1,33 Millionen Wahlberechtigte. 2011 machte nur etwas mehr als die Hälfte von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Dieses Mal könnten mehr Wähler zur Urne gehen. Eine Woche vor der Wahl wurden bereits deutlich mehr Briefwahlunterlagen angefordert als bei der Wahl 2011.

Hier geben die Kandidaten ihre Stimmen ab

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