Gewalteskalation auf dem Kaukasus

Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan dauern an

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Armenisches Flaggeschütz in Martakert. Die Kämpfe in dem Jahrzehnte alten Konflikt zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken waren am Wochenende neu aufgeflammt.

Eriwan - Die Gewalteskalation zwischen Armenien und Aserbaidschan zeigt: Die Lage im Südkaukasus ist fragil wie nie. Gibt es Hoffnung auf neue Friedensverhandlungen zwischen den Ex-Sowjetrepubliken?

Trotz der von Aserbaidschan ausgerufenen Feuerpause im Konfliktgebiet Berg-Karabach dauern die Kämpfe in der Südkaukasusregion an.

Bei Gefechten mit armenischen Truppen seien innerhalb von 24 Stunden drei aserbaidschanische Soldaten getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Baku mit.

Das armenische Militär berichtete, es habe fünf aserbaidschanische Panzer im südlichen Teil der Demarkationslinie zerstört.

Die Kämpfe in dem Jahrzehnte alten Konflikt zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken waren am Wochenende neu aufgeflammt. Dabei waren insgesamt mindestens 30 Soldaten getötet worden. Die Führungen in Eriwan und Baku machen sich gegenseitig verantwortlich.

Aserbaidschan wirft Armenien vor, die Region Berg-Karabach seit einem Krieg Anfang der 1990er Jahre besetzt zu halten und sieht darin einen Völkerrechtsbruch. Die überwiegend von Armeniern besetzte Region hatte sich damals von der Führung in Baku unabhängig erklärt. Seit 1994 gilt ein Waffenstillstand, der aber immer wieder gebrochen wird.

Friedensverhandlungen unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stocken seit Jahren. Für diesen Dienstag ist ein Krisentreffen in Wien geplant.

Mitteilungen Verteidigungsministerium Aserbaidschan

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