Lupi hat keine Lust mehr

Italienischer Minister: Rücktritt nach Korruptionsaffäre

+
Maurizio Lupi.

Rom - Auch wenn Maurizio Lupi seine Unschuld beteuert, wird er zurücktreten. Der wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck geratene italienische Verkehrsminister werde am Freitag sein Gesuch einreichen.

Der wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck geratene italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde am Freitag sein Rücktrittsgesuch einreichen, sagte der Minister in der italienischen Fernsehsendung "Porta a porta", wie diese am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Lupi kündigte zudem an, im italienischen Parlament zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Lupi beteuerte in der Sendung des TV-Senders RAI erneut, dass er nichts falsch gemacht habe. Er wolle nur möglichen Schaden von der Regierung abwenden. Er hoffe, seine politische Karriere fortsetzen zu können.

Am Montag war bekannt geworden, dass die italienische Justiz wegen Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe ermittelt, die die Kosten für öffentliche Aufträge um bis zu 40 Prozent verteuert haben sollen. Im Zusammenhang mit der Affäre wurden vier Verdächtige festgenommen, gegen mehr als 50 Behördenmitarbeiter und Geschäftsleute wird ermittelt. Besonders peinlich für Lupi war auch die Enthüllung in Medienberichten, dass sein Sohn Luca sich von einem befreundeten Unternehmer eine Rolex-Luxusuhr im Wert von 10.000 Euro schenken und mit einem Job in dessen Firma versorgen ließ.

AFP

Kommentare

Meistgelesen

Polizeikontrolle wegen Hautfarbe: Mehrheit hat damit kein Problem
Polizeikontrolle wegen Hautfarbe: Mehrheit hat damit kein Problem
Kreml dementiert Besitz von kompromittierenden Dokumenten zu Trump
Kreml dementiert Besitz von kompromittierenden Dokumenten zu Trump
Nach irritierenden Trump-Aussagen: So reagiert Merkel
Nach irritierenden Trump-Aussagen: So reagiert Merkel
Noch ist alles offen: Wird die NPD verboten?
Noch ist alles offen: Wird die NPD verboten?
Verfassungsgericht hat entschieden: NPD wird nicht verboten
Verfassungsgericht hat entschieden: NPD wird nicht verboten