Proteste flammen erneut auf

Israelische Grenzpolizei verprügelt US-Bürger

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In dem Konflikt flammten die Proteste neu auf.

Washington/Tel Aviv - Die USA haben sich beunruhigt gezeigt über einen offenbar von israelischen Grenzpolizisten verprügelten US-Staatsbürger.

In einer Mitteilung des Washingtoner Außenministeriums vom Samstagabend verlangte Sprecherin Jen Psaki eine rasche Untersuchung des Vorfalls. Zugleich drückte sie ihre tiefe Besorgnis über die zunehmende Gewalt in der Region aus.

Israelische Medien hatten über ein Video berichtet, auf dem zu sehen sein soll, wie ein palästinensischer Jugendlicher von israelischen Grenzpolizisten geschlagen wird. Er ist demnach ein Cousin des 16-jährigen Palästinensers, der vergangene Woche tot aufgefunden wurde und laut vorläufigem Autopsiebericht bei lebendigem Leib verbrannt sein soll. Psaki bestätigte nun, dass er US-Bürger ist.

Dieser Vorfall ist zusammen mit der Entführung und Tötung dreier israelischer Jugendlicher der Auslöser der jüngsten Eskalation in der Region. Die Familie des 16-Jährigen beschuldigt israelische Siedler, den Jugendlichen aus Rache für die drei Toten ermordet zu haben.

Proteste flammen erneut auf

Am Samstag waren die Proteste erneut aufgeflammt. Nach Medienberichten steckten vermummte Palästinenser in der Kleinstadt Kalansawe Reifen in Brand. In Taibe demonstrierten rund 400 Menschen, berichtete das Onlineportal „Ynet“. Dutzende Protestierende hätten die israelische Polizei mit Steinen beworfen. Auch in der Nacht zum Samstag war es unter anderem in Ost-Jerusalem zu Krawallen gekommen.

Wie ein Sprecher der israelischen Armee mitteilte, beschoss ein Kampfflugzeug in der Nacht zum Sonntag zehn Ziele im zentralen und südlichen Gazastreifen. Attackiert worden seien unter anderem versteckte Raketenwerfer und eine Waffenschmiede. Mit den Luftangriffen reagierten die Streitkräfte auf den anhaltenden Raketenbeschuss Südisraels aus dem Gebiet am Mittelmeer, hieß es.

dpa

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