Hannover: Polizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

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Unter anderem soll der Beamte einem Marokkaner verdorbenes Schweinemett zu essen gegeben haben. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Symbolbild

Hannover (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nach NDR-Recherchen soll es im vergangenen Jahr zu Übergriffen auf Flüchtlinge in Gewahrsamszellen der Polizei gekommen sein.

In einem Fall sei ein Flüchtling aus Afghanistan gewürgt und mit angelegten Fußfesseln durch die Wache geschleift worden. In einem anderen Fall bestehe der Verdacht, dass ein Marokkaner in der Zelle erniedrigt wurde, etwa indem ihm verdorbenes Schweinemett zu essen gegeben wurde. Der Beamte soll sich dieser Handlungen im Internet gerühmt und Fotos verbreitet haben, berichtete der NDR.

Oberstaatsanwalt Thomas Klinge sagte der dpa, dem Beamten sei von zwei Zeugen vorgeworfen worden, dass er an Demütigungen auf einer Polizeiwache beteiligt gewesen sei. "Was genau passiert ist, wissen wir nicht", sagte Klinge. Auch die Identität und Zahl der möglichen Opfer seien bislang nicht bekannt. Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Beamten sei eine illegale Waffe sichergestellt worden.

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