DGB-Chef Hoffmann: Aushöhlung des Mindestlohns nicht zulassen

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"Heute prekäre Arbeit - Morgen Altersarmut", mahnen Teilnehmer in Hamburg bei einer Demonstration der Gewerkschaften zum 1. Mai. Foto: Bodo Marks

Berlin (dpa) - Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann hat eindringlich die Einhaltung des Mindestlohns in allen Branchen gefordert. "Wir werden eine Aushöhlung des Mindestlohns nicht zulassen", sagte er in Berlin auf der zentralen Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Brandenburger Tor.

Es sei völlig abstrus, mit welchen Argumenten Arbeitgeber und Teile von CDU und CSU gegen den Mindestlohn agitierten. "Mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro, der seit Januar gilt, konnte nach zehn Jahren Auseinandersetzung ein historischer Erfolg errungen werden." Vor allem die CSU pocht auf Änderungen beim Mindestlohn.

Die Arbeitswelt verändere sich rasant durch Digitalisierung, Globalisierung und demografische Entwicklung, sagte Hoffmann. Immer mehr Schein-Selbstständige müssten ihre Dienste daher auf Internetportalen zu Dumpingpreisen anbieten, "seien es Maler, Klempner oder Gärtner."

DGB zur Kundgebung

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