Abschaffung des Fahrdienstes?

Bundestagsabgeordnete sollen Fahrrad fahren

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Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) fährt schon mit gutem Beispiel voran.

Berlin - Sieht man die Abgeordneten des Bundestages bald öfter mit Helm und Fahrrad strampelnd auf den Straßen? Die Grünen sind für einen Verzicht auf Dienstfahrten mit dem Auto.

Von den Grünen kommt die Forderung, den Fahrdienst für die Bundestagsabgeordneten abzuschaffen - und stattdessen Leihfahrräder vor dem Reichstag anzubieten. "Auch wenn es mir um die Fahrerinnen und Fahrer leid tut, bin ich dafür, dass wir von dieser altmodischen Institution Abschied nehmen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Dieter Janecek, dem "Handelsblatt".

Der bisherige Fahrdienst des Bundestags hat Insolvenz angemeldet. Als Grund nannte das Unternehmen die Entscheidung des Parlaments, ab dem kommenden Jahr auf einen bundeseigenen Anbieter umzusteigen. Hintergrund ist der Wunsch, Elektrofahrzeuge einzusetzen und den CO2-Ausstoß deutlich zu senken.

Taxi-Apps als Alternative

Geht es nach Janecek, könnte der Fahrdienst ganz abgeschafft werden. "Warum nicht Leihfahrräder vor dem Reichstag postieren?", sagte er. "In Berlin ist man damit ohnedies zu Terminen oft schneller."

Überdies sei in Zeiten eines gut funktionierenden Systems von Taxi-Apps "ein umfangreicher Fahrdienst für den Bundestag nicht mehr zeitgemäß", fügte der Grünen-Abgeordnete hinzu. "Zumal der vom Bundestag gewählte Anbieter seine Mitarbeiter schlecht bezahlt, und viele Leerfahrten entsprechend viel CO2 sowie auch unnötige Kosten verursachen."

AFP

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