Wegen Flüchtlingskrise

Grenzkontrollen: Polizei macht 500.000 Überstunden

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Seit September gibt es wieder Grenzkontrollen - zu Lasten der Bundespolizei.

Essen - Aufgrund der Flüchtlingskrise forderten zahlreiche Politiker, dass es wieder zu Grenzkontrollen kommt. Deshalb muss die Bundespolizei rund 500.000 Überstunden machen.

Seit der Wiedereinführung der Kontrollen an der Grenze zu Österreich wegen der Flüchtlingskrise haben Bundespolizisten einem Bericht zufolge mehr als 500.000 Überstunden geleistet. Zwischen dem 13. September und dem 16. Oktober seien "Mehrleistungen in Höhe von circa 500.000 Stunden erbracht" worden, zitierten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Sitz in Essen am Donnerstag aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage. Beamte in Bayern arbeiteten "anlässlich von Grenzkontrolleinsätzen" pro Woche "bis zu 80 Stunden", eine Schicht daure bis zu 13 Stunden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte am 13. September die Wiedereinführung von Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze verkündet. Polizeigewerkschaften zeigten sich nun alarmiert. "Wir haben die Überlastungsgrenze längst überschritten", sagte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, den Zeitungen. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach von einer "ungeheuren Belastung".

Die Sprecherin für innere Sicherheit der Grünen im Bundestag, Irene Mihalic, kritisierte die hohe Überstundenzahl. "Die Personalsituation bei der Bundespolizei ist noch viel angespannter, als die Bundesregierung bisher zugegeben hat", sagte sie den Zeitungen. "Die Zahl der Überstunden, die aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation anfallen, zeigt, dass die Bundespolizei derzeit personell auf dem Zahnfleisch geht", fügte Mihalic hinzu.

Alle Informationen zur Flüchtlingskrise finden Sie in unserem News-Ticker.

AFP

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