Besten Werte seit Frühjahr

AfD schafft es wieder über die Fünf-Prozent-Marke

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AfD-Mitglieder während einer Parteiveranstaltung. Die Partei kommt derzeit bundesweit auf fünf Prozent. Foto: Uwe Zucchi

Hamburg - Zum ersten Mal seit dem Frühjahr liegt die AfD einer Umfrage zufolge wieder bei fünf Prozent der Stimmen. Wie aus dem aktuellen Wahltrend des Magazins "Stern" und RTL hervorgeht, konnte sich die eurokritische Partei um einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche verbessern.

Die Unionsparteien CDU/CSU halten sich bei 40 Prozent, die SPD bleibt bei 24 Prozent. Auch bei den Grünen und der Linken verändert sich mit jeweils 10 Prozent nichts. Die FDP verharrt bei 5 Prozent.

Der Anstieg der Beliebtheit der AfD ergibt sich aus höheren Beliebtheitswerten in Bayern, wo sie von vier auf sechs Prozent zulegte, und in Ostdeutschland, wo sie ihren Zuspruch von sieben auf elf Prozent steigerte. In den übrigen Bundesländern liegt die AfD weiter bei vier Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner kommentiert: "Mit seinen Attacken gegen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik hat der bayerische CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer offenbar die Ausländerfeindlichkeit - und damit das Kernthema der AfD - wieder salonfähig gemacht."

Die Beliebtheit von Angela Merkel bleibt unverändert bei 49 Prozent. Die Kanzlerin hatte in der vergangenen Woche Sympathiepunkte eingebüßt und den niedrigsten Wert in diesem Jahr erreicht. Bei der sogenannten Kanzlerpräferenz - wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte - kann Vizekanzler und SPD-Chef Gabriel einen Prozentpunkt mehr auf sich vereinigen, liegt mit 14 Prozent aber 35 Prozentpunkte hinter Merkel.

Wahltrend-Mitteilung des "Stern"

dpa

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