Organspende

Streit um Spenderniere: Verfassungsklage gescheitert

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Einem Spender wird eine Niere entnommen, die für eine Transplantation vorgesehen ist. 

Karlsruhe - Menschen, die auf ein neues Organ warten, hätten nicht genug Bürgerrechte, sagen Kritiker des Organspende-Systems. Mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht sind sie nun gescheitert.

Kritiker des deutschen Organspende-Systems sind mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Dabei geht es um eine Patientin, die am Münchner Universitätsklinikum auf der Warteliste für eine Spenderniere stand. 

Wegen einer Meinungsverschiedenheit mit dem Ehemann stufte der zuständige Chirurg die Frau als „nicht transplantabel“ ein - eine „vertrauensvolle Behandlung“ sei „nicht mehr möglich“. Die Patientin klagte daraufhin. Zu einer Entscheidung der Verwaltungsgerichte kam es nicht mehr, weil die Frau inzwischen in einer anderen Klinik eine neue Niere bekommen hatte.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz, die die Verfassungsklage unterstützt hat, kritisiert das als Beispiel dafür, dass Patienten auf der Warteliste nicht die vollen Bürgerrechte und keinen wirksamen Rechtsschutz bekämen. Nach Auffassung der Karlsruher Richter ist an der Abweisung der Klage durch die Verwaltungsgerichte aber nichts auszusetzen, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

dpa

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