Total verwahrlost

US-Polizei findet tote Babys in Horror-Haus

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US-Poizisten vor dem verwahrlosten Haus, in dem die toten Babys gefunden wurden.

Blackstone - Ermittler machen eine furchtbare Entdeckung in einem Haus in der US-Kleinstadt Blackstone. Sie finden Babyleichen inmitten von Müll, Ungeziefern und skelettierten Haustieren.

Die Polizei im US-Bundesstaat Massachusetts hat drei tote Babys in einem völlig verwahrlosten Haus gefunden. Die Leichen der Säuglinge hätten inmitten von Ungeziefer und Bergen mit benutzen Windeln gelegen, teilten die Behörden am Freitag in Blackstone mit. Ermittler hätten die sterblichen Überreste eines der Neugeborenen versteckt in einem Schrank entdeckt. Später seien sie auf zwei weitere Babyleichen gestoßen.

„Das Haus ist voller Ungeziefer, es gibt Fliegen und Schaben und Windelberge, die manchmal mehr als einen halben Meter hoch sind“, sagte der Staatsanwalt Joseph Early der Zeitung „The Boston Globe“. Bereits vor zwei Wochen habe das Jugendamt nach Beschwerden von Nachbarn vier Kinder im Alter von sechs Monaten bis 13 Jahren, die in dem Haus gelebt haben sollen, in Gewahrsam genommen. Das Amt habe darauf die Staatsanwaltschaft benachrichtigt, die Ermittler auf den Fall angesetzt und einen Durchsuchungsbefehl beantragt habe.

Eine Bewohnerin des Hauses wurde verhaftet. Die Polizei machte zunächst keine Angaben darüber, ob sie die Mutter der toten Babys ist. Klar sei bislang lediglich, dass die beiden älteren der vier in Gewahrsam genommenen Kinder ihre sind. Bis vor kurzem habe auch ein Mann dort gewohnt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nachbarn sagten aus, nichts von den jüngeren Kindern und den Säuglingen gewusst zu haben.

31-Jährige am Freitag angeklagt

Die 31-Jährige wurde am Freitag angeklagt, den Tod von Neugeborenen verschleiert und Zeugen eingeschüchtert zu haben. Zudem muss sie sich wegen zweifacher schwerer Körperverletzung von Kindern verantworten. Auch Grausamkeit gegen Tiere wird ihr vorgeworfen: An dem Tatort wurden Skelette mehrerer Haustiere gefunden, darunter Katzen und ein Hund. Der Anwalt der Verdächtigen sagte laut dem „Boston Herald“, dass seine Mandantin psychisch krank sei.

Die Durchsuchung des Hauses dauert Tage. Ermittler tragen dabei Schutzanzüge und Atemmasken. Die Ursache und der Zeitpunkt der Todesfälle soll mit Hilfe einer Obduktion geklärt werden. Die Nachbarn zeigten sich geschockt. „Das ist der Horror, das ist brutal. So etwas passiert hier nicht. Die ist eine kleine, ruhige Stadt“, sagte ein Anwohner dem „Boston Globe“. Ein anderer nannte die Vorgänge mysteriös: „Die Frau saß auf der Veranda und die Kinder spielten im Hof. Sie sahen aus wie eine nette Familie. Man weiß wohl nie, wer seine Nachbarn sind“.

dpa

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