Umstrittene Touristenabgabe für Mallorca gebilligt

+
Jeder Gast ab 16 Jahren, der in einer touristischen Unterkunft übernachtet, soll je nach Jahreszeit und Kategorie zwischen 0,25 und zwei Euro pro Nacht bezahlen. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Palma de Mallorca (dpa) - Die umstrittene Touristenabgabe für Besucher der spanischen Ferien-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera nimmt konkrete Formen an. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde von der linken Regierung der Autonomen Gemeinschaft der Balearen in Palma de Mallorca gebilligt.

Die sogenannte Öko-Steuer, von der man sich Jahreseinnahmen von rund 80 Millionen Euro verspricht, soll schon im Mai oder Juni in Kraft treten und bis zu zwei Euro pro Kopf und Nacht betragen. Die Verabschiedung durch das regionale Parlament gilt wegen der absoluten Mehrheit der Linkskoalition als Formsache.

Jeder Gast ab 16 Jahren, der in einer touristischen Unterkunft übernachtet, soll je nach Jahreszeit und Kategorie zwischen 0,25 und zwei Euro pro Nacht bezahlen. Ab der elften Übernachtung in Folge reduziert sich der zu zahlende Betrag um die Hälfte.

Vor allem Hoteliers und Unternehmer, aber auch Gemeinden hatten die Pläne kritisiert und insgesamt 42 offizielle Einwände eingereicht. Die Hoteliers teilten mit, man behalte sich Verwaltungsklagen gegen das Steuergesetz vor, sobald der Text verabschiedet sei. Mit den Einnahmen will die Regierung der Sozialistin Francina Armengol Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus fördern.

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Erfinder des Big Mac mit 98 gestorben
Erfinder des Big Mac mit 98 gestorben
Frau liegt über ein Jahr tot in Wohnung - Nachbarn merkten nichts
Frau liegt über ein Jahr tot in Wohnung - Nachbarn merkten nichts
US-Portal rät von Verabredungen mit deutschen Frauen ab
US-Portal rät von Verabredungen mit deutschen Frauen ab
Flaschensammlerin macht besonderen Fund im Müll - und landet vor Gericht
Flaschensammlerin macht besonderen Fund im Müll - und landet vor Gericht
Obdachloser wird von Polizei verscheucht und dafür belohnt
Obdachloser wird von Polizei verscheucht und dafür belohnt