"Je suis Charlie"

Trauer und Bestürzung nach Terroranschlag

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Berlin - Kurz nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris haben im Netz Hunderttausende Nutzer ihre Trauer und Bestürzung zum Ausdruck gebracht. In vielen Städten gingen die Menschen auch auf die Straße - mit Stiften oder Tafeln, auf denen stand: "Je suis Charlie".

Nach dem vermutlich islamistischen Attentat gegen die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" haben die Journalistenvereinigungen von 15 großen Medien in Frankreich eine außergewöhnliche Solidaritätsbekundung veröffentlicht. "Wir sind alle Charlie", erklärten die Journalisten unter anderem von "Le Monde", Radio France und Agence France-Presse. Sie verurteilten den "Terrorakt" gegen die Satire-Zeitung, bei dem am Mittwoch zwölf Menschen getötet und acht teils lebensgefährlich verletzt worden waren.

Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen rief für den Abend zu einer Solidaritätskundgebung für "Charlie Hebdo" in Paris auf. Mehrere tausend Menschen versammelten sich bereits am späten Nachmittag in der französischen Hauptstadt und in anderen französischen Städten, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. In der Menge am Platz der Republik in der französischen Hauptstadt hielten manche Schilder hoch mit der Aufschrift "Ich bin Charlie", andere hatten Kerzen mitgebracht.

Solidaritätswelle im Netz

Auch im Netz haben Hunderttausende Nutzer ihre Bestürzung zum Ausdruck gebracht: Die offizielle Facebook-Seite des religionskritischen Magazins verzeichnete am Mittwoch einen sprunghaften Anstieg von „Gefällt mir“-Bekundungen.

Zehntausende Twitterer bekundeten auf dem Kurznachrichtendienst ihre Solidarität mit den Opfern etwa unter dem Stichwort (Hashtag) #CharlieHebdo oder #Hebdo. Manche teilten lediglich drei Worte in großen Lettern: „Je Suis Charlie“ (Ich bin Charlie).

Auch eine Reaktion des Cartoonisten Robert Mankoff vom amerikanischen Magazin „The New Yorker“ wurde vielfach geteilt. Über einem komplett leeren Feld heißt es in zwei Zeilen übersetzt „Bitte genießen Sie diesen kulturell, ethisch, religiös und politisch korrekten Cartoon verantwortungsvoll“.

Solidaritäts-Kundgebungen für "Charlie Hebdo"

Manche Twitterer diskutierten auch darüber, ob nicht jene Karikatur jetzt erst recht verbreitet werden sollte, welche die Terroristen wohl zum Anlass des verheerenden Anschlags mit mindestens 12 Toten genommen haben. Ein anderer Twitter-Nutzer wendet ein, er würde so etwas - in die Rolle eines Chefredakteurs versetzt - verantwortungslos finden.

dpa

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